Home
http://www.faz.net/-gvz-otm7
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Devisenmarkt Estland, Litauen und Slowenien treten Wechselkursmechanismus bei

28.06.2004 ·  Die EU-Neulinge Estland, Litauen und Slowenien sind am Sonntag dem Europäischen Wechselkursmechanismus (ERM-2) beigetreten. Sie haben damit den ersten Schritt für eine Einführung des Euro gemacht.

Artikel Lesermeinungen (0)

Die EU-Neulinge Estland, Litauen und Slowenien sind am Sonntag dem Europäischen Wechselkursmechanismus (ERM-2) beigetreten und haben damit den ersten Schritt für eine Einführung des Euro gemacht.

Die Entscheidung wurde bei einem Treffen von Finanzvertretern aus den zwölf Staaten der Euro-Zone, der Europäischen Zentralbank (EZB), der drei Beitrittsländer und Dänemark, das bereits Mitglied im Wechselkursmechanismus ist, getroffen. Die drei Staaten gingen mit dem Beitritt einseitige Verpflichtungen ein, die keine Pflichten für die EZB mit sich brächten, zur Stützung der Kurse an den Devisenmärkten zu intervenieren, hieß es nach dem Treffen.

Ab sofort müssen enge Schwankungsbreiten eingehalten werden

Für die estnische Krone, den litauischen Litas und den slowenischen Tolar gelten damit enge Schwankungsbreiten um einem festgelegten Zielwechselkurs zum Euro. Der Tolar darf sich nun nicht mehr als 15 Prozent vom Zielkurs von 239,640 Tolar zum Euro abweichen. Für die estnische Krone gilt ein Referenzwert von 15,6466 Kronen zum Euro, für den Litas von 3,45280 zum Euro.

Ein Wechselkursmechanismus beinhaltet drei wesentliche Elemente. Erstens sind die Wechselkurse verankert, zweitens kann immer zum festgelegten Kurs umgetauscht werden und drittens gehen die Zentralbanken damit langfristige Verpflichtungen ein.

Zweijährige Bewährungsprobe

Bevor eines der drei neuen ERM-2-Länder nun in die Euro-Zone aufgenommen werden kann, muß sich seine Währung mindestens zwei Jahre lang im Wechselkursmechanismus befinden. Viele der zehn EU-Neulinge haben es sich zum Ziel gesetzt, so schnell wie möglich den Euro einzuführen. Vertreter der EU und Zentralbanker haben allerdings gemahnt, diesen Schritt nicht zu rasch anzustreben.

Experten erwarten, daß die kleineren Beitrittsländer früher dazu bereit sein werden, etwa ab dem Jahr 2008. Von den größten EU-Neulingen Polen, Tschechien und Ungarn wird hingegen erwartet, daß sie am längsten brauchen werden, weil sie größere Schwierigkeiten bei der Einhaltung der vorgeschriebenen Kriterien haben dürften.

Die Staaten, die ERM-2 beitreten wollen, müssen mehrere Kriterien erfüllen. Sie müssen ihre Haushaltsdefizite auf maximal drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) senken und ihre Inflation unter Kontrolle bringen. Nach einer formalen Bewerbung setzt die EU einen Zielwechselkurs zum Euro fest, von dem die Landeswährung nur begrenzt abweichen darf.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
  nach...
von... EUR USD JPY
EUR 1 1,2515 99,715 0,7988
USD 0,7990 1 79,665 0,6384
JPY 0,0100 0,0126 1 0,0080
1,2520 1,5664 124,81 1
25.05.2012 23:00 Uhr
  Vortag
1,2515 −0,14%
 OK
Tops & Flops Kurs Prozent
EUR/RUB 40,0510 +0,71 %
EUR/ZAR 10,5135 +0,32 %
EUR/PLN 4,3498 +0,32 %
EUR/SGD 1,6038 +0,20 %
EUR/CAD 1,2882 +0,09 %
EUR/SEK 8,9732 −0,20 %
EUR/NZD 1,6581 −0,20 %
EUR/CZK 25,2820 −0,28 %
EUR/HUF 299,2500 −0,33 %
EUR/NOK 7,5265 −0,41 %
25.05.2012
Name Kurs Prozent
Gold 1.569,50 $ +0,06 %
Silber 28,24 $ +0,57 %
Platin 1.430,00 $ +0,92 %
Palladium 592,00 $ +0,34 %
Rohöl Brent Crude 106,90 $ +0,14 %
Gas 0,53 £ −0,56 %
Kaffee 1,68 $ +1,27 %
Zucker 0,20 $ +0,36 %
Orangensaft 1,09 $ +0,32 %
AMEX GOLD BUGS 601,37 -- %
AMEX OIL 1.151,96 -- %
Rogers International 24,14 +0,50 %
von
nach