01.02.2005 · Achtungserfolg für den Dollar! Im Januar ist es der amerikanischen Währung gelungen, gegenüber dem Euro das stärkste Monatsplus seit Mai 2001 einzufahren. Doch über die Hürde von 1,30 Dollar hat er es noch nicht geschafft.
Im Januar verzeichnete der Dollar den stärksten Monatsgewinn gegenüber dem Euro seit Mai 2001. Beflügelt wurde die amerikanische Währung von Anzeichen, daß die Wirtschaft in Amerika weiter wächst und die Federal Reserve Bank erneut die Zinsen anheben wird. Der Greenback gewann im Januar 3,9 Prozent gegenüber der europäischen Einheitswährung. Am Dienstag morgen zeigt sich der Dollar in Relation zum Euro wenig verändert. Er notiert bei 1,3047 Dollar je Euro, nach 1,3038 Dollar am Vortag.
Investoren rechnen mit einer weiteren Aufwärtsbewegung bei der amerikanischen Währung. Sie setzen darauf, daß die amerikanische Notenbank signalisiert, die Wirtschaft wachse stark genug, so daß die Währungshüter an ihrer Zinspolitik festhalten können. Nach der Konsensusprognose der Ökonomen in einer Umfrage von Bloomberg News wird die Fed am Mittwoch nach einer zweitägigen Sitzung den Leitzins um einen Viertel Prozentpunkt erhöhen.
Das robuste Konjunkturwachstum und die Zinsaussichten stützen
„Das Wachstum ist recht anständig in Amerika und die Zinsen werden weiter nach oben gehen," sagte John Cholakis, Devisenhändler bei Natexis Banques Populaires in New York. „Wenn Sie mich fragen, der Dollar wird weiter klettern." Des weiteren rechnen Investoren mit positiven Nachrichten zur Konjunktur. Der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe dürfte im Januar den zwanzigsten Monat in Folge eine Expansion der amerikanischen Wirtschaft signalisieren, ergab eine separate Umfrage von Bloomberg News unter 69 Ökonomen. Im Schnitt rechnen die Volkswirte mit einem Wert von 57 für Januar. Eine Zahl von 50 signalisiert Wachstum.
„Der Dollar wird auf solidem Boden beleiben," sagte Minoru Shiori, Devisen- und Anleihehändler bei Mitsubishi Securities Co. in Tokio. „Im Moment wollen wir nicht gegen den Trend einer stärkeren amerikanischen Wirtschaft und steigende Zinsen spekulieren." Die amerikanische Notenbank hat den Tagesgeldsatz in fünf Schritten bis auf 2,25 Prozent angehoben, damit liegt er erstmals seit 2001 über dem Leitzins der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent. „Ein weitere Zinserhöhung der Fed ist positiv für den Dollar. Insbesondere, da die EZB und andere nicht an der Zinsschraube drehen," erklärt Yusuke Fujisawa, Fondsmanager bei Dai-ichi Kangyo Asset Management in Tokio.
Marke von 1,30 Dollar erweist sich bisher als sehr hartnäckig
Einen Dämpfer dürfte die Dollar-Nachfrage jedoch erhalten, wenn die Währungshüter an ihrer Politik festhalten, die Zinsen in "gemäßigtem" Tempo anzuheben. „Die amerikanische Wirtschaft ist in guter Verfassung, aber wahrscheinlich nicht so dynamisch, daß die Fed ihre Zusicherung fallen lässt, die Zinsen allmählich heraufzusetzen," erwartet Shimpei Uike, Fondsmanager bei Asahi Life Asset Management. „Die Kursgewinne des Dollars werden begrenzt sein."
Des weiteren gelang es der amerikanischen Währung im Januar nicht, die Widerstandsmarke von 1,30 Dollar je Euro nachhaltig zu durchbrechen. „Gegenüber dem Euro ist der Greenback fast jeden Tag über 1,30 Dollar geklettert, um am Ende des Tages wieder zurückzufallen." berichtet Tsutomu Soma, Devisen- und Anleihehändler bei Oksasan Securities Co. „Diese vergeblichen Versuche, die Marke zu nehmen, dürften Marktteilnehmer von Dollar- Käufen abhalten."
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06 % |
| Silber | 28,24 $ | +0,57 % |
| Platin | 1.430,00 $ | +0,92 % |
| Palladium | 592,00 $ | +0,34 % |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14 % |
| Gas | 0,53 £ | −0,56 % |
| Kaffee | 1,68 $ | +1,27 % |
| Zucker | 0,20 $ | +0,36 % |
| Orangensaft | 1,09 $ | +0,32 % |
| AMEX GOLD BUGS | 601,37 | -- % |
| AMEX OIL | 1.151,96 | -- % |
| Rogers International | 24,14 | +0,50 % |