15.11.2004 · Der Austral-Dollar hat seine Schwächeperiode überwunden. Gute volkswirtschaftliche Rahmendaten haben ihm zum amerikanischen Dollar auf ein Achtmonatstief geführt und auch zum Euro sieht das Chartbild ermutigend aus.
Günstige volkswirtschaftliche Rahmendaten lassen den australischen Dollar in einem günstigen Licht erscheinen. Gegenüber dem amerikanischen Dollar hat ihm das bereits zu einem Achtmonatshoch von 0,7736 Dollar verholfen und auch gegenüber dem Euro befindet er sich wieder im Aufwind.
Im Tagestief mußten am Montag nur noch 1,6736 Austral-Dollar für einen Euro gezahlt werden. Das entspricht aus Sicht der australischen Landeswährung einem Sechsmonatshoch und macht charttechnisch gesehen theoretisch den Weg frei für einen mittelfristigen Angriff auf das bisherige Euro-Jahrestief von 1,57,49 Austral-Dollar.
Sehr überzeugende volkswirtschaftliche Rahmendaten
Nach einer zwischenzeitlichen Schwächeperiode signalisiert dieses Kursverhalten, daß sich die Anleger wieder verstärkt auf die überzeugenden volkswirtschaftlichen Rahmendaten in „Down under“ konzentrieren. Diese kommen unter anderem in einem BIP-Wachstum von voraussichtlich 3,6 Prozent in diesem Jahr zum Ausdruck, in einer im Oktober mit 5,3 Prozent auf den tiefsten Stand seit Beginn der statischen Erfassung im Jahr 1979 gefallenen Arbeitslosenquote oder dem auf einem Zehnjahreshoch befindlichen Konsumentenvertrauen.
Stützend wirkt zudem die Aussicht auf Leitzinserhöhungen. Zumindest sprachen die Vertreter der Notenbank zuletzt unverblümt von der Option, erstmals seit fast einem Jahr wieder den Leitzins anzuheben. Mit 5,25 Prozent liegt der Leitzins aber schon jetzt deutlich über dem in Europa und Amerika gültigen Niveau. Das macht verzinsliche Anlagen in Austral-Dollar interessant und sorgt so für einen steten Zufluß an Kapital.
Einseitige Wetten auf den Austral-Dollar ein Warnsignal
Hinzu kommt, daß dem Rohstoff-Exporteur Australien (das Land ist unter anderem der größten Goldproduzent) zudem noch die hohen Rohstoffpreise in die Hände spielen, spricht gegen den Austral-Dollar momentan eigentlich nur, daß sich kaum Gründe finden, die gegen ihn verwendet werden. Das führt aber zu einer relativ einseitigen Ausrichtung der Marktteilnehmer. Die Marktteilnehmer gehen mehrheitlich jedenfalls von einer weiter steigenden australischen Landeswährung aus, was sich in rekordverdächtigen Wetten am Terminmarkt zu Gunsten des Austral-Dollar bemerkbar macht, und was als Kontraindikator gewertet werden kann.
Alex Schuman, Devisenstratege bei der Commonwealth Bank of Australia, warnt deshalb auch: „Das Ausmaß, in dem die Anleger auf weitere Gewinne beim Austral-Dollar gewettet haben, macht ihn anfällig für einen deutlichen Kursrückgang. Aber angesichts der Beständigkeit des jetzigen Kursaufschwungs muß man einfach Austral-Dollar haben, um sich nicht die Finger zu verbrennen.“ Und in der Tat sprechen die Chart zunächst weiter eindeutig für den Austral-Dollar.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06 % |
| Silber | 28,24 $ | +0,57 % |
| Platin | 1.430,00 $ | +0,92 % |
| Palladium | 592,00 $ | +0,34 % |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14 % |
| Gas | 0,53 £ | −0,56 % |
| Kaffee | 1,68 $ | +1,27 % |
| Zucker | 0,20 $ | +0,36 % |
| Orangensaft | 1,09 $ | +0,32 % |
| AMEX GOLD BUGS | 601,37 | -- % |
| AMEX OIL | 1.151,96 | -- % |
| Rogers International | 24,14 | +0,50 % |