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Devisenhandel Devisen-Broker FXdirekt will in der Nische wachsen

01.03.2005 ·  Den Handel mit Devisen rund um die Uhr über das Internet ermöglicht die neu an den Markt gegangene FXdirekt Bank. Schon 2005 strebt das Institut einen Gewinn an.

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Die gerade an den Markt gegangene und auf Devisenhandel im Internet spezialisierte FXdirekt Bank will 2005 in mehreren europäischen Ländern Kooperationspartner suchen und bereits einen Gewinn erzielen.

„In diesem Jahr werden wir uns darauf konzentrieren, europaweit auf die Beine zu kommen", sagte Vorstandschef Wolfgang Stobbe am Dienstag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters.

Vorsteuergewinn von drei bis fünf Millionen Euro geplant für 2005

Auf dem Weg dorthin werde sein Haus, das erst Anfang 2004 gegründet wurde und seit Ende vergangenen Jahres am Markt agiert, mit anderen Banken Kooperationen eingehen. Dabei könne die FXdirekt technische Dienstleistungen bieten, um Teile oder den kompletten Devisenhandel inklusive der Abwicklung für andere Institute zu übernehmen. Stobbe ergänzte, zunächst ziele er auf eine Expansion in Ungarn, Spanien und Portugal. Aber auch in Österreich und der Schweiz solle das Geschäft ausgeweitet werden. Es gebe Gespräche mit potenziellen Kooperationspartnern, Abschlüsse stünden bevor. Mittelfristig seien zudem arabische Staaten, Südafrika und China interessant.

Stobbe, dem die Krefelder Bank zu 100 Prozent gehört, will 2005 auf einen Vorsteuergewinn von drei bis fünf Millionen Euro kommen. Bei Devisentransaktionen über die Handelsplattform erhält die FXdirekt Bank eine Provision. In diesem Jahr will das Institut 1.000 bis 5.000 Kunden gewinnen. „Um profitabel zu sein, brauchen wir nicht viele Kunden", erläuterte Stobbe.

Handel rund um die Uhr

Kunden können bei der FXdirekt Bank, die 50 Mitarbeiter hat, rund um die Uhr mehr als 100 Währungspaare handeln. Angeboten werden zudem Devisenfonds und Zertifikate. FXdirekt ist auf gewisse Weise mit den - allerdings ungleich größeren - Online-Brokern Comdirect und DAB Bank vergleichbar, nur daß sich die Krefelder allein auf Devisen spezialisiert haben, während bei Comdirect und DAB vor allem Aktien gehandelt werden.

In dieser Nische fühlt sich Stobbe wohl. „Wir wollen nicht auf fünf Hochzeiten tanzen. Wir sind eine kleine Nischenbank und planen keine Ausflüge in andere Bereiche.“ Die nicht börsennotierte Aktiengesellschaft hat ein haftendes Eigenkapital von 1,5 Millionen Euro. Ein Börsengang stehe derzeit zwar nicht auf der Tagesordnung. „In drei Jahren ist das aber vorstellbar", kündigte Stobbe an.

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