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Devisen Kolumbianischer Peso - fest wie die Börse

 ·  Im Schatten der großen Börsen konnten sich einige Märkte in den vergangenen Jahren erstaunlich gut schlagen. Zum Beispiel der kolumbianische Finanzmarkt. Die Währung des Landes ist dabei, sich von ihrer Schwäche zu erholen.

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Die Börsen sorgten in den vergangenen Jahren für gemischte Gefühle. Nach massiven Kursverlusten in den Jahren 2000 bis 2002 ging es im vergangenen Jahr zum Teil massiv nach oben. Steigende Unternehmensgewinne und deutliches Wirtschaftswachstum in weiten Teilen der Welt hatte auch im laufenden Jahr zunächst die Hoffnung auf weitere Kursgewinne aufrechterhalten. Zumindest an den Börsen der Industrieländer.

Sie wurden allerdings enttäuscht. Denn die Aktienmärkte dümpelten richtungslos vor sich hin. In jüngster Zeit scheinen sie sogar wieder dazu zu neigen, nach unten auszubrechen. In Zusammenhang mit dem hohen Ölpreis und der verhaltenen Entwicklung am amerikanischen Arbeitsmarkt deuten sich zunehmende Zweifel an der Nachhaltigkeit der Wirtschafts- und Gewinnentwicklung an. Sie könnten die Börsen unter Umständen noch eine Weile belasten.

Kolumbianische Finanzmärkte konnten in den vergangenen Jahren beeindrucken

Abseits der „etablierten“ Märkte gibt es aber auch Sonderentwicklungen. Zum Beispiel in Kolumbien. Ist das Land eher berüchtigt als bekannt auf Grund seiner „Drogengeschichten“, so kann ein Blick auf die Entwicklung der Börse zu großen Augen führen. Denn entgegen dem Trend und im Schatten der bekannten Märkte konnte der IBGC-Index in den vergangenen vier Jahren in einem schönen Aufwärtstrend bis zu 350 Prozent zulegen, bevor auch er in den vergangenen Monaten zu einer Korrekturbewegung überging.

Einzelwerte konnten zum Teil massive Kursgewinne verbuchen. Zum Beispiel das Stahlproduktions-, Erz- und Kohleförderungsunternehmen Arecias Paz del Rio, mit einem Plus von 880 Prozent in den vergangenen fünf Jahren. Das entspricht einem Kursgewinn von mehr als 50 Prozent pro Jahr. Das macht deutlich, wie stark einzelne rohstoffreiche Schwellenländer mittel- und längerfristig vom Boom in diesem Bereich profitieren können.

Das ist allerdings nicht alles. Denn die unter Staatspräsident Alvaro Uribe angegangenen Reformen scheinen sich auch positiv auszuwirken. Das Land ist wieder auf Wachstumskurs eingeschwenkt. Eine solidere Wirtschaftspolitik zeigt sich unter anderem an einer fallenden Verschuldung und steigenden Steuereinnahmen. Auf diese Weise wird ein Circulus virtuosus eingeleitet, der die Entwicklung durch fallende Zinsen zusätzlich fördert. Auf diese Weise wird neben der Börse in den vergangenen Jahren auch der Rentemarkt interessanter. Denn fallende Zinsen bedeuten steigende Kurse. Und Kursgewinne sind bei Anlegern noch beliebter als vergleichsweise hohe Renditen.

Kolumbianischer Peso erholt sich von seiner Schwäche

Für Ausländer ist ein weiteres Phänomen zusätzlich interessant. Nämlich die Stärke der kolumbianischen Währung. Sie hat gegen den Dollar bis zu Beginn des vergangenen Jahres massiv abgewertet. Waren im Januar des Jahres 1998 knapp 1.300 kolumbianische Pesos notwendig, um einen Dollar erwerben zu können, so waren im Januar des Jahres 2003 dafür 2.981 Pesos nötig. Also mehr als das Doppelte. In der Zwischenzeit ist es allerdings auch hier zu einem Trendwechsel gekommen. Der nach oben führende Abwertungstrend ist gebrochen worden. Mittlerweile sind mit 2.615 Pesos rund zwölf Prozent weniger Währungseinheiten aufzubringen für einen Dollar, als im Tiefpunkt der Währung oder zum Kurshoch.

Der mittelfristige Trend deutet auf weitere Stärke hin, denn er zeigt weiterhin nach unten. Kurzfristig rechnen allerdings Analysten unter Umständen mit einer Korrekturbewegung, da die Notierung Dollar-Kolumbianischer Peso in den vergangenen Monaten so etwas wie eine Doppeltief ausgebildet hat. Auslöser könnte das Überschreiten der Marke von 2.630 Pesos je Dollar sein. Sie würde jedoch das mittelfristig Bild nicht trüben. Sollte es jedoch trotz dieser Möglichkeit gelingen, die Marke von 2.597 Pesos je Dollar zu unterschreiten, wäre der Weg zu weiteren Kursgewinnen offen.

Grundsätzlich ist die relative Stärke der kolumbianischen Währung für ausländische Anleger interessant. Denn mit dem Kauf der Anleihen des Landes können sie von hohen Zinsen und gleichzeitig von möglicherweise steigenden Kursen bei Anleihen und Währung profitieren. Eine Wunschkombination, sofern das Szenario aufgeht. Die erhöhten Risiken bei einer Geldanlage in Schwellenländern sollten bei einer Investition allerdings immer beachtet werden.

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