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Devisen Der Euro erholt sich etwas

 ·  Endlich mal wieder eine gute Nachricht: Die Lage an den Devisenmärkten beruhigt sich etwas. Davon profitiert der Euro, dessen Kurs sich nach den Verlusten der vergangenen Tag stabilisiert. Das nährt Hoffnungen.

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Die technisch wichtige Unterstützung bei 1,35 Dollar hat für den Euro vorerst gehalten. Am Donnerstag hat die europäische Gemeinschaftswährung sich sogar wieder etwas von diesem zyklischen Tiefpunkt entfernt.

Am Nachmittag wurde der Dollar mit 1,3681 Euro gehandelt. Im frühen Handel hatte der Euro noch 1,3580 Dollar gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,3682 (Mittwoch: 1,3731) amerikanischen Dollar festgesetzt.

„Die gewisse Beruhigung an den Finanzmärkten hat den Euro gestützt“, sagte Stephan Rieke, Devisenexperte von der BHF-Bank. Vor allem das entschlossene Handeln der Notenbanken am Mittwoch habe zu eine gewissen Entspannung beigetragen. „Die EZB hat mit Nachdruck gehandelt“, sagte Rieke.

Sicherer Hafen gesucht

Neben der Zinssenkung um 0,5 Prozentpunkte habe die Notenbank auch mit weiteren Maßnahmen zu einer Beruhigung beigetragen. Angesichts des hohen Misstrauens könnten die Maßnahmen jedoch nur im beschränkten Umfang ihre Wirksamkeit entfalten.

Unter Druck geriet der japanische Yen. „Der Yen war angesichts der Unsicherheit zuletzt besonders als sicherer Hafen gesucht“, sagte Rieke. Das Bankensystem im Japan gelte als relativ stabil. Der Kurs des Euro stieg von 135,53 Yen im frühen Handel auf 137,83 Yen.

Handel beruhigt sich

Der Markt warte jetzt auf das Treffen der sieben wichtigsten Industrienationen (G7) am Wochenende, sagte Rieke. Daher sei auch am Freitag ein eher ruhiger Handel wahrscheinlich.

Für die weitere Entwicklung des Euro hängt im gegenwärtigen Umfeld viel auch davon ab, mit welcher Entschlossenheit die Regierungen in Europa und den Vereinigten Staaten vorgehen, um die Folgen der Finanzkrise zu mildern.

Der Kursrückgang des Euro wird auch als Vertrauensbeweis in die amerikanische Währung gewertet. „Die Anleger trauen den Vereinigten Staaten offensichtlich zu, dass sie beherzter die Bankenkrise lösen und auch schneller wieder die Wirtschaft ankurbeln werden“, meinen die Autoren des Börsendienstes „Fuchsbriefe“. Dass der amerikanische Dollar als Weltreservewährung nicht infrage steht, sei eines der wenigen positiven Signale, die derzeit die Finanzmärkte senden.

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