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Devisen China will Rendite aus Devisenreserven steigern

05.01.2006 ·  China will bei seinen Devisenreserven, die ein Rekordvolumen von 769 Milliarden Dollar erreicht haben, die „Struktur optimieren“. Damit soll eine höhere Rendite erwirtschaftet werden, heißt es.

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China will bei seinen Devisenreserven, die ein Rekordvolumen von 769 Milliarden Dollar erreicht haben, die „Struktur optimieren“. Damit soll eine höhere Rendite erwirtschaftet werden, erklärte die staatliche Devisenverwaltung State Administration of Foreign Exchange (SAFE).

Die SAFE habe vor, „aktiv nach Möglichkeiten Ausschau zu halten, Devisenreserven effizienter zu investieren“, sagte Hu Xialioan, Direktor der chinesischen Behörde in einer Presseerklärung anläßlich der jährlichen Konferenz am Mittwoch. Einzelheiten teilte er nicht mit. Die Devisenreserven Chinas sind nach den japanischen die höchsten der Welt.

Chinesische Anleger halten viele amerikanische Treasuries

Chinesische Anleger, darunter die chinesische Zentralbank hielten per Ende Oktober in amerikanische Staatsanleihen im Volumen von 247,6 Milliarden Dollar. Am 13. Oktober hatte der chinesische Finanzminister Jin Renqing in Peking erklärt, China werde von seiner „feststehenden Strategie“, amerikanische Staatsanleihen zu kaufen, nicht abweichen.

Mit 4,36 Prozent rentieren zehnjährige amerikanischen Treasuries höher als Staatsanleihen anderer G7-Staaten vergleichbarer Laufzeit. Zum Vergleich: Bundesanleihen boten eine Verzinsung von 3,28 Prozent, japanische Staatsanleihen 1,42 Prozent. „Ich erwarte nicht, daß das Land jetzt regelrecht Dollar verkauft - dies würde zu einem Zusammenbruch führen, der China schaden würde“, sagte Marios Maratheftis, Devisenstratege bei Standard Chartered in London. „Vielmehr dürfte China weniger aggressiv Dollarreserven aufbauen.

China sollte seine Devisenreserven statt in amerikanische Staatsanleihen in ausländische Energievorkommen investieren, hatte Zheng Xinli, Vizedirektor des Politikforschungsbüros des Zentralkomitees am 22. September gesagt. Die Devisenverwaltung wolle eine „Feinabstimmung“ vornehmen und die Devisen- und Vermögensstruktur „weiter optimieren“, ging aus der Erklärung hervor. Sie wolle die Anlagewege erweitern und „das Risikomanagement weiter verbessern und die Analagerenditen weiter aktiv verbessern.“

Währung scheint immer deutlicher vom Dollar abgekoppelt zu werden

Am 21. Juli hatte China die Kopplung der chinesische Währung an den Dollar aufgegeben. Statt dessen wird der Yuan an einen Korb von Währungen gekoppelt, darunter der Euro und der Yen. Die Loslösung von der Währungsanbindung hatte Spekulationen geschürt, China werde künftig weniger Dollar kaufen, da diese zur benötigt wurden, um den Wechselkurses stabil zu halten.

Die staatliche Devisenverwaltung SAFE kündigte außerdem an, im Rahmen ihrer fortschreitenden Liberalisierung der Devisenverkehrskontrollen, die Devisenquotes für die Investitionen einheimischer Unternehmen im Ausland abzuschaffen. Chinesische Unternehmen benötigen immer noch eine Genehmigung für Investitionen im Ausland. Im Mai 2005 hatte die Behörde die Grenze für Investitionen im Ausland pro Projekt von drei auf zehn Milliarden Dollar angehoben.

Seit Mittwoch verwendet das Land auch Kurse aus dem Interbankenhandel, um den Yuan-Wechselkurs festzusetzen, kündigte die People's Bank of China an. Damit bewegt sich das Land nach Ansicht von Experten weiter auf einen marktbasierten Kurs für die Währung zu. Zumindest theoretisch läßt sich nach Einschätzung Thomas Stolper von Goldman Sachs nun die Aufwertung der Währung jederzeit beschleunigen.

Eine Aufwertung des Yuan gegen den Dollar könnte sich deutlich auf die amerikanische Wirtschaft auswirken. Denn es dürfte dann in den Vereinigten Staaten zu Preisimpulsen kommen.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: Bloomberg/@cri
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