http://www.faz.net/-gv6-75bz0
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 25.12.2012, 13:39 Uhr

Chinas größter Produzent beschließt Lieferung Seltener Erden bleibt ausgesetzt

Chinas größter Produzent von Seltenen Erden liefert seit zwei Monaten nicht, jetzt will er einen Monat weitermachen. Die Preise sind ihm zu niedrig.

© dapd Das Metall Wismut zählt zu den „seltenen Erden“.

Chinas größter Produzent Seltener Erden hat seinen vor zwei Monaten verkündeten Produktionsstopp um einen weiteren Monat verlängert, um die Preise für die weltweit begehrten Rohstoffe zu stabilisieren. In einer Mitteilung von Baotou Steel an die Shanghaier Börse hieß es am Dienstag, die Bergwerke in der Inneren Mongolei blieben weiterhin geschlossen. Durch den Produktionsstopp der vergangenen zwei Monate habe der Markt für Seltene Erden zwar „eine leichte Erholung“ erfahren. „Aber es gab keine grundlegende Umkehrung“, beklagte der Konzern.

Baotou Steel hatte am 23. Oktober angekündigt, praktisch all seine Werke, auch diejenigen in der östlichen Provinz Jiangxi, vorübergehend dicht zu machen. China ist der weltgrößte Förderer Seltener Erden, es deckt 95 Prozent des weltweiten Bedarfs.

Mehr zum Thema

Als Metalle der Seltenen Erden werden 17 chemische Elemente bezeichnet, die für die Industrie wertvolle Eigenschaften besitzen. Sie werden etwa benötigt, um Computer, Mobiltelefone, Batterien oder Flachbildschirme zu fertigen. Sie kommen auch in Windanlagen, Raketen, Elektroautos und vielen weiteren Gütern zum Einsatz.

Chinas Quasimonopol sorgt für Konflikte mit seinen wichtigsten Handelspartnern. Die Welthandelsorganisation (WTO) setzte im Juli auf Antrag der USA, der EU und Japans einen Ausschuss ein, der sich mit den chinesischen Exporten Seltener Erden beschäftigt. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua hob am Dienstag allerdings hervor, der Preis für Praseodym-Neodym-Oxid sei auf 300.000 Yuan (36.500 Euro) gefallen. Dies entspreche gerade einmal einem Viertel seines Höchstpreises im Vorjahr. Baotou Steel hatte im dritten Quartal 2012 nach eigenen Angaben einen Gewinnrückgang um fast 90 Prozent verzeichnet.

Quelle: FAZ.net / AFP

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Verschärfter Anlagenotstand Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen sinkt unter null Prozent

Der Staatsanleihenmarkt von heute ist historisch mit nichts vergleichbar. Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik ist die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen heute unter null Prozent gefallen. Experten warnen. Mehr

14.06.2016, 10:08 Uhr | Finanzen
Cum-Ex-Geschäfte Der größte Steuerbluff aller Zeiten

Cum-Ex sind zwielichtige Aktiengeschäfte, mit denen Banken Milliarden Steuern gespart haben. Wie haben die das nur wieder geschafft? Mehr Von Corinna Budras

13.06.2016, 15:27 Uhr | Finanzen
China Yuan erholt sich vom Fünf-Jahres-Tief

Anfang des Jahres hatte es den Anschein, als ob sich der Kurs des chinesischen Yuan stabilisieren würde. Doch die Sorgen um das Land treiben den Kurs nach unten. Mehr

15.06.2016, 12:44 Uhr | Finanzen
Börsenausblick Fed-Entscheid und Brexit-Angst geben die Richtung vor

Mit der Zinsentscheidung der amerikanischen Notenbank kündigt sich für die weltweiten Kapitalmärkte ein Großereignis an, vor dem die Anleger am deutschen Aktienmarkt weiter in Deckung bleiben dürften. Mehr

13.06.2016, 09:38 Uhr | Finanzen
Aktien-Anlage Diese Aktien gewinnen trotz Brexit-Crash hinzu

Das überraschende Ja der Briten zu einem EU-Austritt hat Anlegern einen schwarzen Freitag beschert. Die Börsenkurse fielen oft im zweistelligen Bereich. Es gibt aber auch Aktien, die an einem solchen Tag gegen den Trend hinzugewinnen. Mehr

24.06.2016, 15:05 Uhr | Finanzen

Wichtige Wechselkurse
Name Kurs Änderung
  Dollar --  --
  Franken --  --
  Yen --  --
  Pfund --  --
  Dollar in Yen --  --
  Dollar in Pfund --  --
Wertpapiersuche
EUR USD JPY
EUR 1 -- -- --
USD -- 1 -- --
JPY -- -- 1 --
-- -- -- --
=

Wichtige Rohstoffe
Name Kurs Änderung
  Gold --  --
  Silber --  --
  Rohöl Brent --  --
  Rohöl WTI --  --