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Bauholz Preis weiter im Abwärtstrend

28.08.2009 ·  Viele schreiben über und reden von der Trendwende am amerikanischen Immobilienmarkt. Der Preis der Terminkontrakte für Bauholz bleibt jedoch bisher im Abwärtstrend. Holzunternehmen kämpfen mit drastischen Umsatzeinbußen und roten Zahlen.

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Viele schreiben über und reden von der Trendwende am amerikanischen Immobilienmarkt. Dabei verweisen sie unter anderem auf die Anzahl der Neubauverkäufe, die nun schon seit vier Monaten in Folge mit Wachstumsraten im Quartalsvergleich von bis zu knapp zehn Prozent zunähmen.

Das alleine jedoch dürfte noch nicht viel beweisen. Denn erstens werden Immobilienverkäufe kurzfristig durch bald auslaufende Steueranreize stimuliert. Zweites war die Anzahl der Neubauverkäufe im Januar des laufenden Jahres auf den tiefsten Stand seit Jahrzehnten gefallen, so dass es einfach zu einer Gegenbewegung kommen musste. Drittens spielen saisonale Effekte eine Rolle, da sich in den Sommermonaten einfach besser bauen lässt als im Winter. Viertens lag die Anzahl der im Juli verkauften Neubauten mit 433.000 noch deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt.

Preis des Bauholzfutures bleibt im Abwärtstrend

Auch die Entwicklung der Bauholzpreise kann Anleger skeptisch werden lassen. Denn der Preis des Random Length Lumber Futures an der Chicago Mercantile Exchange befindet sich weiterhin in einem Abwärtstrend. Der begann schon im August des Jahres 2004, nachdem er ein Hoch von 452 Dollar je 1000 Board Feet, das entspricht etwa 2,36 Festmetern, erreicht hatte.

Nach einem Rückgang um 70 Prozent bis in den Januar des laufenden Jahres auf bis zu 138 Dollar hat sich der Preis inzwischen zwar wieder auf zuletzt 180 Dollar erholt. Allerdings ist der charttechnische Abwärtstrend weiter intakt, während die Preiserholung in ihrer Dynamik wenig überzeugend ist.

Der Bauholzpreise „verpasse die Erholung am Häusermarkt“, heißt es aus Kreisen optimistischer Analysten. Möglicherweise glaubt dieser Markt jedoch einfach nicht an eine anhaltende Erholung, geschweige denn einen neuen Boom. Gleichzeitig wird er durch ein hohes Angebot belastet. Holzanbieter stehen angesichts der Malaise der vergangenen Jahr unter Druck und dürften dazu tendieren, das Angebot schneller und rascher zu erhöhen als die Nachfrage anzieht.

Das Holzangebot hat sich in den vergangenen vier Jahren zwar nach Industrieangaben knapp halbiert. Sägewerke wurden stillgelegt und Mitarbeiter entlassen. Angesichts der schwachen Entwicklung am amerikanischen Immobilienmarkt konnte das jedoch nicht verhindern, dass die Preise fielen. Selbst wenn die Nachfrage anziehen sollte, wäre nicht gewiss, dass sie sich erholen würden. Denn die Historie zeige, dass die Anbieter Schwierigkeiten hätten, das gesamte Angebot zu kontrollieren, erklärte Fred Ashman, ein Experte im Markt für Baumaterialien, der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Drastische Umsatzeinbußen und rote Zahlen bei Holzunternehmen

Die Probleme der gesamten Branche zeigen sich am Beispiel der Weyerhaeuser Company. Die Erlöse des weltweit tätigen, jedoch hauptsächlich in den Vereinigten Staaten aktiven Unternehmens brachen in den vergangenen Jahren förmlich ein von 5,7 Milliarden Dollar im zweiten Quartal des Jahres 2005 auf gerade noch 1,4 Milliarden Dollar im zweiten Quartal des laufenden Jahres. Das Unternehmen schreibt schon seit sieben Quartalen rote Zahlen in Folge.

Die Aktie reagierte vergleichsweise spät auf die sich schon länger abzeichnende Krise. Schließlich verlor sie jedoch vom März des Jahres 2007 bis in den März des laufenden Jahres knapp 80 Prozent ihres Wertes, bevor sich ihr Kurs im Rahmen des allgemeinen Optimismus der vergangenen Wochen ausgehend von einer sehr tiefen Basis wieder verdoppeln konnte. Sie ist eine pure Wette auf die wirtschaftliche Erholung. Denn Gewinne werden in den kommenden Monaten nicht erwartet. Bei West Fraser Timber und der Louisiana-Pacific Corporation sieht es nicht anders aus.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @cri
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