Home
http://www.faz.net/-gv6-7gzol
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
CIO View

Asien Indische Rupie bricht ein

Die indische Landeswährung Rupie ist auf ein Rekordtief von 68,75 Rupien je Dollar gefallen. Mit einem Verlust von 3 Prozent gab die Währung an diesem Tag so viel nach wie seit 20 Jahren nicht mehr.

© REUTERS Vergrößern Für die indische Rupie ging es am Mittwoch auf Talfahrt.

Die Syrien-Krise setzt die asiatischen Finanzmärkte immer stärker unter Druck. Am heftigsten waren die Auswirkungen zur Wochenmitte in Indien zu spüren. Die Landeswährung Rupie gab am Mittwoch zum amerikanischen Dollar um mehr als 3 Prozent nach und erlitt den größten Tagesverlust seit etwa zwanzig Jahren.

Dollar in indischen Rupien seit 1986 280813 © FAZ.NET Vergrößern

Mit 68,75 Rupien je Dollar fiel sie auf ein Rekordtief. Im laufenden Jahr hat die indische Währung mehr als zwanzig Prozent ihres Werts verloren.

Dollar in indischen Rupien 1 Jahr 280813 © FAZ.NET Vergrößern

Auch andere Währungen asiatischer Schwellenländer mussten abermals starke Verluste hinnehmen. Neben der Rupie gaben der philippinische Pesos, der thailändische Bath und der malaysische Ringgit spürbar nach. All diese Währungen liegen gegenwärtig auf mehrjährigen Tiefständen zum Dollar. Im Nachbarland Syriens, der Türkei, fiel die Landeswährung Lira auf ein Rekordtief zu Dollar und Euro.

Mehr zum Thema

Börsen geben weiter nach

Weitere deutliche Verluste erlitten auch die asiatischen Börsen. Am stärksten traf es abermals die Philippinen. Bereits am Dienstag war der Börsenindex PSEi um knapp 4 Prozent eingebrochen, am Mittwoch gab es zusätzliche Verluste von 3 Prozent. Kräftige Einbußen gab es zudem an den Börsen Indiens, Thailands, Indonesiens und Malaysias. Die Börsen der beiden größten Volkswirtschaften Asiens, China und Japan, gaben ebenfalls nach.

Unter starkem Druck standen den zweiten Tag in Folge auch Staatsanleihen vieler aufstrebender Staaten. Insbesondere in Indien, Indonesien und Thailand erhöhte sich der Risikoaufschlag, den Investoren verlangen. Im Gegenzug bröckelten die Kurse. In der Türkei liegt die Rendite zehnjähriger Staatstitel in Landeswährung mittlerweile über der Marke von 10 Prozent. Entsprechende Schuldpapiere, die in Dollar begeben wurden, rentieren mit 5,6 Prozent.

Syrien und amerikanische Geldpolitik belasten

Ausschlaggebend für den Sinkflug an den Finanzmärkten insbesondere in Südostasien ist ein Gemisch aus politischen und wirtschaftlichen Faktoren: Bereits seit Monaten leiden die meisten Schwellenländer unter einem massiven Kapitalabzug. Grund ist der näherrückende Kurswechsel in der amerikanischen Geldpolitik. Die amerikanische Notenbank Fed will ihre hochexpansive Geldpolitik noch in diesem Jahr etwas zurücknehmen.

Deswegen sind die Marktzinsen in den Industrieländern gestiegen, was Anlagen in Schwellenländern weniger lukrativ erscheinen lässt. Die drohende militärische Intervention westlicher Länder in Syrien verschärft die Lage, weil sie die Unsicherheit der Investoren erhöht.

Quelle: FAZ.net mit dpa-AFX

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Handel mit Renminbi-Produkten Deutsche Börse wird chinesischer

Ein Gemeinschaftsunternehmen mit zwei chinesischen Börsen-Betreibern macht den Finanzplatz Frankfurt wichtiger. Die Deutsche Börse wird internationaler. Und China kommt einem wichtigen Währungsziel näher. Mehr

23.05.2015, 14:45 Uhr | Finanzen
Zehn Jahre nach dem Tsunami Gedenken an die Opfer

Zehn Jahre nach dem verheerenden Tsunami im Indischen Ozean ist in den betroffenen Ländern der mehr als 220.000 Todesopfer gedacht worden. In Indonesien und Thailand fanden zahlreiche Gedenkfeiern statt. Mehr

27.12.2014, 10:55 Uhr | Gesellschaft
Marktbericht Entscheidung aus Brüssel bringt Dax ins Plus

Die Stahlindustrie ist der große Gewinner des Feiertagshandels an der Börse. Weil der Konkurrenz aus China und Russland Strafzölle durch die EU drohen, steigt die Nachfrage. Und hilft dem Dax gegen frühe Verluste. Mehr

14.05.2015, 18:54 Uhr | Finanzen
Südostasien Malaysia und Indonesien wollen Bootsflüchtlinge zeitweise aufnehmen

Malaysia und Indonesien wollen zeitweise 7000 Bootsflüchtlinge aufnehmen. Das sagte der malaysische Außenminister Anifah Aman nach einem Treffen mit seinen Amtskollegen aus Thailand und Indonesien am Mittwoch in Kuala Lumpur. Mehr

21.05.2015, 10:15 Uhr | Politik
Marktbericht Aussicht auf EZB-Geldflut treibt den Dax

Der Dax ist am Dienstag mit einem dicken Plus aus dem Handel gegangen. Die Nachricht, dass die EZB ihr Anleihekaufprogramm beschleunigen will, kam gut an. Mehr

19.05.2015, 10:35 Uhr | Finanzen
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 28.08.2013, 11:47 Uhr


Wichtige Wechselkurse
Name Kurs Änderung
  Dollar --  --
  Franken --  --
  Yen --  --
  Pfund --  --
  Dollar in Yen --  --
  Dollar in Pfund --  --
Wertpapiersuche
EUR USD JPY
EUR 1 -- -- --
USD -- 1 -- --
JPY -- -- 1 --
-- -- -- --
=

Wichtige Rohstoffe
Name Kurs Änderung
  Gold --  --
  Silber --  --
  Rohöl Brent --  --
  Rohöl WTI --  --