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Sonntag, 12. Februar 2012
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Asien Der schwache philippinische Peso macht Sorgen

20.08.2002 ·  Krisensymptome auf den Philippinen: Die wachsenden Staatsschulden drücken den Peso und nähren die Sorge vor brasilianischen Verhältnissen.

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Den Philippinen droht Ungemach. Die oft als Frühwarnsystem funktionierenden Seismographen der Börse mahnen jedenfalls zur Wachsamkeit. Nachdenklich stimmt insbesondere der jüngste Wertverlust beim Peso. Mit einem Stand von 51,96 bewegt sich die Landeswährung zum Dollar auf dem niedrigsten Stand seit neun Monaten. Und auch gegenüber dem Euro befindet sich der Peso mit einem Minus von über zwölf Prozent in diesem Jahr auf dem absteigenden Ast.

Experten begründen diese Entwicklung mit der wachsenden Sorge, dass den Philippinen bald ein ähnliches Schicksal drohen könnte wie zuletzt Brasilien. „Das Land ist anfällig für eine Ansteckung. Angesichts der Rückschläge in Lateinamerika hätten die philippinischen Fiskalprobleme zu keinem schlechteren Zeitpunkt kommen können“, klagt Fitch Ratings.

Hohe Schuldenlast drückt

Die hohen Staatsschulden der Philippinen verursachen vielen Beobachter Sorgenfalten auf der Stirn. So beläuft sich die Schuldenlast derzeit auf 2,5 Billionen Peso oder umgerechnet 48 Milliarden Dollar, wobei die Hälfte davon auf Dollar und Yen lauten. Aufgrund der hohen Schulden hat Fitch Ratings dem Land am Dienstag bis auf weiteres eine Höherstufung des aktuell auf Junk-Bond-Status lautenden Kreditratings verweigert. Erst am Tag zuvor war der Chef des philippinischen Steuerbüros zurückgetreten. Fitch fordert eine Senkung des Haushaltdefizits und eine Beschränkung der Staatsausgaben.

Doch das ursprünglich auf 130 Milliarden Peso veranschlagte Defizit droht wegen geringer als erwartet ausfallender Steuereinnahmen, die für 70 Prozent der Staatseinnahmen verantwortlich zeichnen, verfehlt zu werden. Schon zum Juni war das veranschlagte Defizit zu 90 Prozent ausgeschöpft gewesen. Dabei war erst im vergangenen Jahr beim Defizit mit 147 Milliarden Peso ein neuer Negativrekord zu verzeichnen gewesen. Und laut Fitch, wo das diesjährige Defizit auf 155 Milliarden Peso geschätzt wird, ist für 2002 mit einer nochmaligen Verschlechterung zu rechnen.

Peso vor anhaltender Schwäche

Trotz dieser schwachen Zahlen denkt man bei Fitch aktuell nicht über eine Herabstufung des auf BB+ lautenden Ratings nach. Zumal sich als kleiner Pluspunkt die Tatsache verbuchen lässt, dass der Anteil der Staatsschulden gemessen am Bruttoinlandsprodukt abnimmt. Aber eine echte absolute Entspannung ist nicht in Sicht. Vielmehr hat die Regierung schon zwei Mal in diesem Jahr ihre Vorhersage für das Defizit im kommenden Jahr auf inzwischen 142 Milliarden Peso von ursprünglich 98 Milliarden Peso anheben müssen. „Vor 2004 ist deswegen keine Hochstufung beim Rating drin“, konstatiert John Stürmer, Anleihenexperte bei Bear Stearns.

Mit Blick auf den Peso bedeutet die Ausgangslage nur wenig Aussichten auf eine baldige Kurserholung. „Für den Peso bin ich wegen der riesigen Budgetprobleme derzeit nicht sehr positiv gestimmt“, bringt Magnus Prim, Devisenanalyst bei der Skandinaviska Enskilda Banken, die derzeit vorherrschende Meinung am Devisenmarkt auf den Punkt.

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