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Anlegermeinung Nur Minderheit glaubt an dauerhafte Dollar-Erholung

 ·  Seit Jahresbeginn hat der Dollar gegenüber dem Euro 4,6 Prozent gewonnen. Doch es waren im April schon sechs Prozent gewesen. Und an eine dauerhafte Dollar-Erholung glaubt nur eine Minderheit, wie ein „FAZ.NET fragt“ ergeben hat.

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Die Vorzeichen haben sich im Vergleich zum vergangenen Jahr umgekehrt: Während der Dollar 2004 gegenüber dem Euro deutlich an Boden verlor, so sieht seine Bilanz in diesem Jahr bisher günstig aus: Seit Anfang Januar hat die Weltleitwährung rund 4,6 Prozent gewonnen. Sie hat sich auf steigende Zinsen und einen anhaltenden Zustrom von Anlagekapital stützen können. Zudem wächst die amerikanische Wirtschaft weiter stärker als die europäische.

Doch in den vergangenen Tagen hat das Bild einige Kratzer bekommen. Enttäuschende Zahlen und Aussagen des Branchenriesen IBM und wenig erbauliche Konjunkturdaten haben dem Dollar einen Dämpfer versetzt. Notierte er vor nicht einmal zwei Wochen noch bei 1,278 Dollar je Euro, so tendiert er aktuell um 1,30 Dollar. Die amerikanische Notenbank Fed hat einen gewissen Inflationsdruck eingestanden, was Zinsängste genährt hat. Zwar würde der Dollar durch steigende Zinsen als Anlagewährung grundsätzlich attraktiver, doch könnten das Wachstum leiden. Außerdem blicken Marktteilnehmer wieder vermehrt auf das Haushalts- und das Leistungsbilanzdefizit und die damit verbundene Notwendigkeit eines anhaltenden Kapitalzuflusses.

Vor diesem Hintergrund trauen viele Anleger dem Dollar keinen dauerhaften Aufwärtstrend gegenüber der Gemeinschaftswährung zu. Dies hat das jüngste „FAZ.NET fragt“ zu Finanzmarktthemen ergeben. „Wird der Dollar zum Euro auf Dauer weiter aufwerten?“, lautete die Frage. 1.958 Antworten gingen ein. 1.111 davon entfielen auf die Musterantwort „Nein, das Defizit in der Leistungsbilanz kann nur über eine Abwertung kleiner werden“. Das waren 56,74 Prozent. „Ja, die Zinsdifferenz zu Europa und die starke Wirtschaft sprechen dafür“, meinten dagegen 43,26 Prozent, die 847 Stimmen entsprachen.

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