Bei Diamanten sind die Bayern Weltmeister. 18,4 Millionen Euro kostete bei einer Versteigerung 2008 der „Blaue Wittelsbacher“, so viel wie kein anderer. Der 31,06 Karat (6,2 Gramm) leichte Stein wurde als Bestandteil der bayerischen Königskrone berühmt.
Solche blauen Diamanten sind immer teuer. Denn sie sind äußerst selten. Zusammen mit den pinken Steinen erzielen sie die höchsten Preise. Aber auch unter den weißen Diamanten gibt es lukrative Stücke. Je mehr Karat, je reiner der Stein und je besser der Schliff, desto kostspieliger. Experten machen diese Kriterien an den vier C fest. Carat für das Gewicht, Clarity (Reinheit des Steines), Colour (Farbe) und Cut (Schliff). Rund ist dabei immer teurer als oval oder eckig. Anleger sollten beim Schliff mindestens nach „very good“ oder der besten Klasse „excellent“ suchen.
Stein sollte immer zertifiziert sein
Hinzu kommt noch ein fünftes C für Certificate. Ein Stein sollte immer zertifiziert sein. Das Dokument beschreibt den Stein in seinen Details und nennt die Herkunft. Dadurch lässt sich der Preis genauer bestimmen. International angesehen sind Zertifikate des Gemological Institute of America (GIA), des International Gemological Institute (IGI) und des Hoge Raad Voor Diamant (HRD). Zudem sollten Steine noch ein Zertifikat des World Diamond Council besitzen. Es bescheinigt, dass die Diamanten keine „Blutdiamanten“ sind, also die Erlöse zum Beispiel nicht Waffenkäufe in der Dritten Welt finanzieren, wie es oft geschehen ist.
Da jeder Stein anders zertifiziert ist, sind sie kaum miteinander zu vergleichen. Es ist daher schwer, den Marktpreis für Diamanten zu bestimmen. Gold hingegen ist überall gleich, der Goldpreis ist aussagekräftig. Für den intransparenten Diamantenmarkt errechnet Rapaport, der wichtigste Preisermittler für die Steine, einen Index, der die Preise verschiedener erstklassiger geschliffener Diamanten auf Basis von Markttrends misst. Er stieg seit 2009 kräftig auf mehr als 11.000 Euro je Karat an, liegt jedoch 2012 im Minus. Experten erwarten aber einen Anstieg in diesem und den nächsten Jahren. BMO Capital Markets etwa rechnet mit einem Plus von neun Prozent für 2012.
In der Euro-Krise sind Diamanten gefragt
Der Anstieg liegt zum einen an der wachsenden Nachfrage. Wegen der Euro-Krise suchen Anleger verstärkt Sachwerte, die vor Inflation schützen. Dazu zählen Diamanten genauso wie etwa Gold. Und der wachsende Wohlstand in den Schwellenländern sorgt für mehr Interessenten vor allem aus China und Indien. Zum anderen wächst das Angebot nicht entsprechend, weil die Minen an der Kapazitätsgrenze arbeiten und neue Förderungen oft zu teuer sind.
Der Preis für Diamanten dürfte stärker steigen als der für Gold, mit dem die Diamanten als Fluchthafen für verunsicherte Anleger konkurrieren. In diesem Konkurrenzkampf haben die Diamanten den Vorteil, dass sie enorme Werte in kleinen Mengen vereinen. Daher entstehen keine Lagerkosten. Zu kaufen sind Diamanten bei Händlern und in Schmuckform bei Juwelieren - allerdings mit großem Preisaufschlag. Außerdem plant die amerikanische Fondsgesellschaft Index IQ gerade den ersten Indexfonds auf den Diamantenpreis. Auch über Minenaktien können Anleger profitieren. Dazu gehören Anglo American und reine Diamantförderer wie die kanadische Harry Winston, Petra Diamonds von der britischen Kanalinsel Jersey sowie die russische Alrosa.
Diamanten gibt es leider wie Kiesel am Strand - in SA. De Beers hat
deshalb ...
Karl Mohr (MoriaeEncomium)
- 24.08.2012, 16:39 Uhr
Anlageform?
Sabine Mersmann (Sabine2772)
- 22.08.2012, 10:55 Uhr
Haben sie jemals versucht einen Diamanten zu verkaufen?
Frank Wunderlich-Pfeiffer (zoelpf)
- 21.08.2012, 20:47 Uhr
Diamantenfieber
Moses Steinhausen (mostein)
- 21.08.2012, 16:45 Uhr
Diamanten
Andrea Hessler (andreahessler)
- 21.08.2012, 16:24 Uhr