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Investitionen : Die Anlagelieblinge der Deutschen

Viele Deutsche halten Gold für besonders gewinnträchtig. Bild: Reuters

Deutsche trauen schwankungsanfälligen Aktien und Gold höchste Gewinne zu. Gleichzeitig investieren sie aber in Lebensversicherungen und Bausparverträge. Wie passt das zusammen?

          Viele Deutsche halten offenbar schwankungsanfällige Geldanlagen wie Aktien oder Gold für besonders gewinnträchtig – ihr Geld aber haben sie lieber in sicherheitsorientierte Anlageprodukte wie Lebensversicherungen und Bausparverträge investiert. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Goldhändlers Pro Aurum unter mehr als 1000 Privathaushalten hervor.

          Das Unternehmen lässt den Markt für physisches Gold regelmäßig untersuchen und stößt dabei durchaus auf stark wechselnde Einschätzungen der Privatanleger. Während 2012 rund 38 Prozent der Befragten meinten, Gold werde in den nächsten drei Jahren die höchsten Gewinne von allen Anlageprodukten abwerfen, waren es in diesem Jahr noch 27 Prozent. Mit der tatsächlichen Entwicklung des Goldpreises hatte diese Einschätzung in der Vergangenheit wenig zu tun. Im Gegenteil, fast könnte man von einem Kontra-Indikator sprechen: Nach der Rekordeinschätzung der Aussichten für Gold in der Umfrage 2012 ging es mit dem Goldpreis sogar besonders drastisch bergab.

          In diesem Jahr ist die Einschätzung der Befragten für Gold gegenüber dem Vorjahr etwa gleich geblieben. Die Einschätzung für Aktien und Fondsanteile hat sich leicht verbessert – die für Anleihen, Festgeld und Termingeld ist weiter gesunken und hat einen Tiefstand seit Beginn der Umfragen im Jahr 2011 erreicht.

          Unterschiede je nach Bildungsstand, Geschlecht und Einkommen

          Dabei gibt es Unterschiede je nach Bildungsstand, Geschlecht und Einkommen – der Eindruck des glänzenden Edelmetalls ist offenbar nicht auf alle Menschen gleich. So trauen mehr Frauen (29 Prozent) dem Gold eine gute Wertentwicklung zu als Männer (26 Prozent). Menschen mit einem hohen Haushaltseinkommen sind skeptischer gegenüber Gold als solche mit einem mittleren oder geringen Einkommen. Und weniger Menschen mit Abitur (20 Prozent) glauben an das Gold als solche mit mittlerer Reife (35 Prozent) oder Hauptschulabschluss (30 Prozent).

          Auf die Frage, welche Geldanlagen sie zurzeit besitzen, antworteten am meisten Menschen eine Lebensversicherung (30 Prozent), einen Bausparvertrag (28 Prozent), Immobilien (27 Prozent) und ein Tagesgeldkonto (22 Prozent). Die Favoriten aus der Umfrage über den erwarteten künftigen Gewinn hingegen landeten im Ranking der tatsächlichen Investments weiter hinten. Aktien besitzen demnach 13 Prozent der Befragten, Goldbarren oder -münzen nur 7 Prozent. Vor Anleihen (2 Prozent) landeten noch eher exotische Anlageobjekte wie Antiquitäten (4 Prozent) und Kunstgegenstände wie beispielsweise Gemälde (3 Prozent).

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