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Charttechnik-Training Point & Figure-Charts machen kein X für ein O vor

22.04.2002 ·  Point & Figure-Charts bestehen aus undurchsichtigen X-Zeichen und Kringeln. Doch wer durchblickt, bekommt Kursziele und Stop-Loss-Marken.

Von Thomas Bopp, CMT-Charttechniker
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Die Wahl der richtigen Chartform will gelernt sein. Das haben wir im Zuge des Charttechnik-Trainings bereits gelernt (siehe Charttechnik-Training, Teil I). Zu lernen gibt es auch einiges zu den Vorteilen und Einsatzmöglichkeiten der Point & Figure-Charts (P&F).

Eine der wesentlichen Vorzüge der Point & Figure-Charts ist die klare, übersichtliche Kursdarstellung. Das Chartbild ändert sich nur, wenn sich der Kurs deutlich in die eine oder andere Richtung bewegt. Ereignislose Zeiträume mit fast unveränderten Kursen werden nicht berücksichtigt. Dank dieser Komprimierung lassen sich mit Unterstützung des Computers klare Signale ableiten.

Berechnung von Kurszielen und Stopp-Marken

Weitere Vorteile sind die Möglichkeit zur Prognose von Kurszielen sowie zur Verlustbegrenzung durch das Setzen von Stop-Marken. Schließlich will jeder wissen, wieviel er verdienen und verlieren kann.

Wie bei Kerzencharts (siehe Mit Kerzencharts die Kurswende sehen) gibt es auch hier verschiedene Signalarten. Anhand von Formationen mit Namen wie „Einfaches Kauf/Verkaufssignal“, „Hoher/Niedriger Pol“ oder „Doppelter Boden“ erkennt der Fachmann, wohin die Kursreise geht.

Was bedeuten X und O?

Stellt sich die Frage, wie solche Signale entstehen und wie Mindestkursziele berechnet werden. Doch zuvor noch einige Erklärungen zum Aufbau dieser Chartart. Jeder P&F-Chart besteht aus mehreren Säulen. „X“-Spalten stehen dabei für steigende und „O“-Spalten für fallende Kurse.

Entscheidend ist dabei nun, wie die Parameter eingestellt werden, damit es zu einem Wechsel (auch Reversal genannt) zwischen „X“ und „O“ kommt. Das bedeutet, es muss erst eine größere Gegenbewegung erfolgen, damit eine neue Säule erstellt wird. Wurde eine Umkehr von drei Prozent eingegeben und das Wertpapier ist in den letzten Wochen stark gestiegen, sehen Sie eine „X“-Spalte. Kommt es eines Tages zu einem Kursrutsch von mindestens drei Prozent wird eine neue „O“-Spalte“ begonnen. Dies kann dann ewig so weitergehen, bis es eines Tages zu einem neuen Signal kommt.

Konkrete Beispiele

Im ersten unten stehenden Bild sehen Sie das Beispiel „Mehrfachspitze“. Sie wird so genannt, weil es mehrfach zu Schaukelbewegungen nach oben und unten kam. Erkennbar in den sieben Spalten. Ein Kaufsignal wird gegeben, wenn die aktuelle Spalte mit steigenden Kursen ein „X“ oberhalb der höchsten Punkte der letzten Spalten in das Chartbild einträgt.

Eine Kurszielberechnung kann nun ebenfalls vorgenommen werden. Im gleichen Bild wird die horizontale Abzähltechnik verwendet. Man nimmt die Anzahl der Spalten, die bis zum Kaufsignal dargestellt sind und multipliziert diese Zahl mit dem Umkehrparameter. Ab der tiefsten Spalte zählt man die errechnete Kästchenzahl nach oben und hat so das Kursziel. Im Beispiel sind es sieben Spalten, Umkehrparameter drei. Dies ergibt 21 Kästchen.

Im zweiten Bild unten kam es beim Beispielswert Hapag Lloyd zu einem langfristigen Kaufsignal nach einer merklich langen Seitwärtsphase von elf Spalten oder fünf Jahren. Ein Stop-Loss gegen ein Fehlsignal setzt man in Point & Figure-Charts übrigens immer unterhalb der vorhergehenden Spalte.

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25.05.2012 17:45 Uhr
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25.05.2012
Name Kurs Prozent
DAX 6.339,94 +0,38%
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TecDAX 752,47 +0,08%
MDAX 10.196,40 −0,34%
SDAX 4.817,28 +0,29%
REX 434,70 −0,15%
Eurostoxx 50 2.161,87 +0,25%
F.A.Z. EURO 69,61 +0,13%
Dow Jones 12.454,80 −0,60%
Nasdaq 100 2.527,05 −0,17%
S&P500 1.317,82 −0,22%
Nikkei225 8.580,39 +0,20%
EUR/USD 1,2515 −0,14%
Rohöl Brent Crude 106,90 $ +0,14%
Gold 1.569,50 $ +0,06%
Bund Future 144,35 € +0,25%