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Charttechnik-Training Auf Kursreise mit dem Time Series Forecast

09.07.2002 ·  Jeder Anleger wüsste gerne die künftige Kursrichtung. Der im Charttechnik-Training vorgestellte Time Series Forecast hilft weiter.

Von Thomas Bopp, CMT-Charttechniker
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Die Charttechnik ist mit allen ihren Ausprägungen an komplizierten Berechnungen zu einer Wissenschaft geworden. Ein gutes Beispiel dafür ist der Time-Series-Forecast (TSF).

In seinem Aufbau ähnelt der Indikator einem gleitenden Durchschnitt. Das war dann aber auch schon alles, was an ihm einfach zu verstehen ist. Der Trend, um den es dabei geht, wird mit einer Regressionsgleichung nach der Methode der kleinsten Quadrate ermittelt. Nach den Erkenntnissen der Pisa-Studie dürfte sich diese Berechnung den Kenntnissen der meisten Deutschen entziehen.

Einfach übersetzt, könnte man das, was dabei passiert, aber wie folgt übersetzen: Die Formel versucht, den Kurs anhand des bestehenden Trends in die Zukunft zu extrapolieren, sozusagen die Richtung von Morgen vorab zu prognostizieren.

TSF reagiert schneller als gleitende Durchschnitte

Jetzt könnte man natürlich sagen, dass dafür auch die gleitenden Durchschnittslinien zu verwenden sind. Gegenüber diesen hat der Time-Series-Forecast-Indikator aber einen entscheidenden Vorteil: Gleitende Linien bilden immer mit Zeitverzögerung den vorherrschenden Trend ab. Die TSF-Formel lässt den Abstand zum aktuellen Kurs aber nie zu groß werden. Dadurch gelingt es dem Indikator in vielen Fällen, schneller auf Trendwenden zu reagieren.

Das macht sich bei der Prognosequalität bemerkbar: Bei beginnenden Aufwärtstrends steigt man früher ein und stellt im Falle eines Fehlsignals seine Position zudem schneller glatt. In der Chartdarstellung ist der TSF wie eine gleitende Linie im Kurschart zu finden - nicht wie andere Indikatoren unterhalb der Preisgrafik.

Modifikation der Lehrbuchmeinung erfolgreicher

In der einschlägigen Literatur wird als Signal das Schneiden der beiden Linien genannt. Ein Einstieg erfolgt dann, wenn der Kurs die TSF-Linie von unten nach oben durchbricht. Zum Ausstieg kommt es im umgedrehten Fall. Allerdings zeigt der erste unten angehängte historische Dax-Chart, dass diese Vorgehensweise nicht immer empfehlenswert ist. Denn in einer Seitwärtsbewegung des Marktes gibt es zu viele Fehlsignale. Die daraus resultierenden kleineren Kursverluste zusammen mit den Bankgebühren machen die Taktik in dieser Phase unattraktiv.

Eine alternative Taktik, welche die Anzahl von Signalen verringert, verspricht da mehr Erfolg. Bei dieser Methode steigt der Anleger nicht dann ein, wenn sich Kurs und Indikator schneiden. Sondern nur, wenn der Indikator seine Richtung wechselt. Steigt der Indikator, nachdem er zuvor gefallen war, ist Kaufen angesagt. Beim Richtungswechsel von steigend auf fallend dagegen wird verkauft. Zur besseren Verdeutlichung der Taktik sind die Signale in einem zweiten Dax-Chart eingezeichnet.

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25.05.2012 17:45 Uhr
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25.05.2012
Name Kurs Prozent
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SDAX 4.817,28 +0,29%
REX 434,70 −0,15%
Eurostoxx 50 2.161,87 +0,25%
F.A.Z. EURO 69,61 +0,13%
Dow Jones 12.454,80 −0,60%
Nasdaq 100 2.527,05 −0,17%
S&P500 1.317,82 −0,22%
Nikkei225 8.580,39 +0,20%
EUR/USD 1,2515 −0,14%
Rohöl Brent Crude 106,90 $ +0,14%
Gold 1.569,50 $ +0,06%
Bund Future 144,35 € +0,25%