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Veröffentlicht: 25.02.2013, 15:35 Uhr

Börsenspiel Marktüberblick Wochenprognose durch unsicheren Wahlausgang in Italien schwierig

Wie gewonnen, so zerronnen, Teil 2: Auch die vergangene Börsenwoche begann zunächst positiv, doch am Donnerstag brach der DAX erneut stark ein. Die Börsenentwicklung der kommenden Woche hängt vor allem vom Ausgang der Wahlen in Italien ab.

© FAZ.NET

Die Börsenwoche begann wie schon in der Vorwoche positiv. An den ersten zwei Wochentagen konnte der DAX fast 200 Punkte zulegen und näherte sich am Mittwochmorgen der Marke von 7.800 Punkten. Dann aber drehte die Stimmung. Im weiteren Verlauf des Tages sackte der DAX ins Minus, am Donnerstag brach er regelrecht ein. Nach zwei Prozent Minus beendete der DAX den Tag auf dem zweitniedrigsten Stand des Jahres. Am Freitag ging es wieder etwas nach oben, was dann auch für das Wochenplus von etwa 0,8 Prozent sorgte.

Die in der letzten Depotmail angekündigte Winterprognose der EU-Kommission bewegte die Börsen nur wenig. Die Wachstumserwartung für 2013 für die Eurozone wurde leicht gesenkt, die Prognose für 2014 war mit plus 1,4 Prozent ziemlich positiv. Allerdings ist dieses Muster (aktuell noch schlecht, aber bald wieder richtig gut) auch schon länger bekannt und der positive Teil dieser Prognose ging in den letzten zwei Jahren nie auf...

Die Börsenentwicklung der kommenden Woche wird zu Beginn wohl vor allem von der Wahl in Italien abhängen. Zwar gab es am Freitagabend noch einen „Knaller“, nämlich der Verlust des Topratings für Großbritannien bei der Ratingagentur Moody’s, aber die deutsche Börse wird das wohl nur wenig beeinflussen. Der Wahlausgang in Italien ist da schon wichtiger. Auf der einen Seite zählt Italien zu den Wackelkandidaten im Süden der Eurozone, auf der anderen garantiert Italien aber für fast ein Fünftel der EU-Rettungsschirme.

In den letzten Wahlumfragen, die aber schon etwas älter sind, lag eine Euro-freundliche Koalition von Sozialisten (Bersani) und dem neuen Wahlbündnis des aktuellen Regierungschefs Monti vorne. Das Schreckgespenst der Finanzmärkte (und der anderen Eurozonenpolitiker) lautet Silvio Berlusconi. Dem Stehaufmännchen der italienischen Politik wird jede Aufholjagd zugetraut, egal wie unmöglich sie auch erscheinen mag.

Die Prognosen für den Wahlausgang werden allgemein für schwierig gehalten, weil mit dem Spaßpolitiker Beppe Grillo eine unbekannte neue Kraft antritt, der teilweise bis zu 20 Prozent der Wählerstimmen zugetraut werden. Dadurch könnte ein Patt entstehen, was aus Sicht der Finanzmärkte das zweitschlechteste Szenario nach einem glatten Sieg für Berlusconi wäre.

Die Wahllokale in Italien schließen am Montagnachmittag um 15:00 Uhr.

Mehr zur Wahl in Italien unter http://www.faz.net/-gqg-7763q und natürlich ab Montag fortlaufend aktualisiert unter http://www.faz.net/

Die Redaktion von boersenmagazin.de.

Quelle: boersenmagazin.de

 

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