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Blick auf den Finanzmarkt Dax verbucht deutliche Kursverluste

07.05.2010 ·  Der Dax tendiert am Donnerstag schwach. Nachwirken dürfte noch der massive Kurseinbruch an der New Yorker Börse am Donnerstag: Der Dow Jones hatte am Donnerstag im Handelsverlauf den heftigsten Kurrutsch seit 1987 erlebt und innerhalb einer halben Stunde 800 Punkte verloren.

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Nach den schweren Turbulenzen an den amerikanischen Börsen am Vortag hat der deutsche Aktienmarkt zum Handelsauftakt am Freitag deutliche Verluste hinnehmen müssen. Der Leitindex Dax fiel in den ersten Minuten um 2,06 Prozent auf 5.786,41 Punkte. Auch der MDax sank um 1,18 Prozent auf 7.890,85 Punkte, der TecDax gab sogar 2,96 Prozent auf 746,83 Punkte ab. Der Future auf den Dow Jones Industrial Average (DJIA) sank seit dem Xetra-Handelsschluss vom Vortag um 2,86 Prozent. Zudem war der Nikkei-225 in Tokio am Freitag um 3,10 Prozent eingebrochen.

„Es gibt immer noch keine definitive Begründung dafür, was in der vergangenen Nacht in den Vereinigten Staaten passiert ist“, kommentierte Ben Potter von IG Markets den Kurssturz an der Wall Street. Er erwartet, dass die europäischen Börsen die Verluste in den Vereinigten Staaten am Freitag nachvollziehen. Darüber hinaus halten Börsianern zufolge die Sorgen um die Schuldenkrise in der Eurozone an. Von großem Interesse für Anleger dürfte zum Wochenschluss außerdem der Arbeitsmarktbericht in den Vereinigten Staaten sein, der des öfteren für oft heftige Kursreaktionen an den internationalen Börsen sorgt.

Griechenlandkrise lässt Anleger zu „sicheren“ Anlagen tendieren

Nachdem die Bund-Futures am Donnerstag im Zuge des Kursrutschs an Wall Street ein neues Rekordhoch von 127,99 Prozent markiert haben, sind sie zunächst mit Kursverlusten in den Freitag gestartet, haben sie allerdings rasch ausgeglichen. Im frühen Handel liegt der Juni-Kontrakt 17 Ticks im Plus bei 127,18 Prozent. Am Vormittag könnte die Abstimmung im Bundestag über das Hilfspaket für das taumelnde Griechenland für neue Impulse am Anleihemarkt sorgen. Am Nachmittag steht mit dem amerikanische Arbeitsmarktbericht für April dann das zweite Highlight des Wochenausklangs auf der Tagesordnung. Ökonomen erwarten, dass die Zahl der außerhalb der Landwirtschaft Beschäftigten um 180.000 gegenüber dem Vormonat gestiegen sein wird. Damit hätte sich der Stellenaufbau nach einem Plus von 162.000 im März etwas beschleunigt. Allerdings gilt es, die Zahlen genau unter die Lupe zu nehmen. Denn noch stärker als im Vormonat dürften sie durch die befristeten Einstellungen für die Volkszählung in den Vereinigten Staaten verzerrt sein. „Wenn der amerikanische Arbeitsmarkt heute nicht mit einer unerwartet positiven Überraschung aufwartet, sehen wir keinen Anlass, die Bund-Stärke anzuzweifeln, wenngleich das panikartige Hoch des gestrigen Handels nicht überwunden werden sollte“, sagt Viola Stork von der Landesbank Hessen-Thüringen. Als Handelsspanne für den Freitag sieht sie 126,00 Prozent bis 127,99 Prozent.

Devisen: Euro etwas fester nach Kursrutsch der Vortage

Nach dem vierten Tag mit kräftigen Kursverlusten in Folge hat sich der Euro am Freitag etwas stabilisiert. Im frühen Handel kostete die Gemeinschaftswährung 1,2690 amerikanische Dollar. Ein Dollar war damit 0,7880 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,2727 (Mittwoch: 1,2924) Dollar festgesetzt. In der Spitze büßte der Euro allein in dieser Woche rund acht Cent an Wert ein. Am späten Donnerstagabend war der Euro nach einem historischen Kursrutsch an der New Yorker Börse auf gut 1,25 Dollar gesunken. So wenig war der Euro letztmalig vor 14 Monaten im März 2009 wert. Die genaue Ursache des zwischenzeitlichen Kursrutsches in den Vereinigten Staaten ist noch nicht geklärt. Vermutlich handelte es sich um einen technischen oder menschlichen Fehler. Verstärkend dürfte die ohnehin große Nervosität wegen der Griechenland-Krise gewirkt haben. Von diesen Entwicklungen dürfte selbst der sonst vielbeachtete amerikanische Arbeitsmarktbericht überlagert werden.

Aktien in Tokio schließen sehr schwach - Griechenland und Yen-Stärke belasten

Die Angst vor einem Übergreifen der griechischen Schuldenkrise auf andere Länder der Eurozone hat die Aktienkurse in Tokio am Freitag sehr schwach aus dem Handel gehen lassen. Die Aufwertung des Yen und schwache amerikanische Vorgaben verstärkten den Druck auf den Markt. Der Nikkei-225-Index fiel um 3,1 Prozent oder 331 Punkte auf 10.365. Der Topix verlor 2,6 Prozent oder 25 Punkte auf 932. Kurz nach Handelsbeginn büßte der Nikkei über 4 Prozent ein, nachdem die Kurse an Wall Street am Donnerstag heftige Verluste verzeichnet hatten. Der ohnehin von der Griechenlandkrise und schwachen Konjunkturdaten gedrückte Dow-Jones-Index brach zeitweise um fast 1.000 Punkte oder 9 Prozent ein und löste damit weltweit an den Märkten Schockwellen aus. Als Ursache für den Absturz wird ein Eingabefehler vermutet. Später verringerte der Index sein Minus auf 3,2 Prozent.

Auch in Tokio machten die Kurse einen Teil ihrer Verluste wett, nachdem der Yen zu Euro und Dollar nicht weiter aufgewertet hatte. Sony gingen um 3,2 Prozent niedriger bei 3.060 Yen aus dem Handel, hatten zeitweise aber über 5 Prozent verloren. Toyota Motor verloren 2,0 Prozent auf 3.480 Yen und Honda 2,6 Prozent auf 3.030. Beide Aktien hatten ebenfalls vorübergehend tiefer notiert. Nintendo brachen um 9,3 Prozent auf 27.800 Yen ein. Das Unternehmen hatte für das im März beendete Geschäftsjahr einen Gewinnrückgang gemeldet und sich für das laufende Jahr pessimistisch gezeigt. Fanuc büßten 6,8 Prozent auf 10.120 Yen ein. Hintergrund war die Nachricht, dass Fuji Electric 9,899 Millionen Fanuc-Aktien platzieren will. Das Paket entspricht 4 Prozent der ausstehenden Aktien. Die Fanuc-Aktie werde viel von ausländischen Händlern umgesetzt und trage normalerweise gemeinsam mit den Technologiewerten Advantest und Tokyo Electron sehr stark zu den Bewegungen des Nikkei bei, sagten Beobachter. Advantest fielen um 3,7 Prozent auf 2.252 Yen und Tokyo Electron um 3,4 Prozent auf 5.770 Yen.

Aktien in Seoul tendieren im Verlauf schwach

Sehr schwach, aber deutlich erholt von den Tagestiefs tendieren die Aktienkurse am Freitagnachmittag (Ortszeit) in Seoul. Gegen 6.45 Uhr MESZ fällt der Kospi-Index um 1,8 Prozent auf 1.655 Punkte. Im frühen Handel hatte der Index über 3 Prozent eingebüßt, nachdem die amerikanische Börsen heftige Verluste verzeichnet hatten. In Seoul hätten vor allem einheimische Fonds die anfänglichen Verluste zum Kauf genutzt, sagen Händler. Eine mutmaßliche Fehleingabe hatte den Dow-Jones-Index am Donnerstag zeitweise um fast 1.000 Punkte oder 9 Prozent nachgeben lassen. Bis zum Handelsschluss verringerte sich das Minus des Dow auf 3,2 Prozent. Händler verweisen auf die griechische Schuldenkrise. Die Richtung des Marktes hänge davon ab, wie schnell das Hilfspaket der EU-Länder für Griechenland zustande komme. In Seoul stehen vor allem Finanzwerte unter Druck, die die Verluste ihrer amerikanische Wettbewerber nachvollziehen.

Aktien in China zeigen sich im Verlauf leichter - Zinsängste belasten Markt

Die Angst vor höheren Zinsen und staatlichen Eingriffen in die Wirtschaft belastet am Freitag die Aktienkurse an den chinesischen Börsen. Bis zur Mittagspause verliert der Shanghai-Composite-Index 0,7 Prozent auf 2.721 Punkte. Im Tagestief war der Index bis auf 2.666 Punkte gefallen. In Hongkong gibt der Hang-Seng-Index um 0,7 Prozent oder 140 Punkte auf 19.993 nach. Händler sind optimistisch, dass die Unterstützung bei 2.700 Punkten im Shanghai-Composite halten wird. Zu einem neuerlichen Ausverkauf dürfte es nicht kommen, sagt ein Marktteilnehmer. Bei Immobilienaktien seien erste Erholungsansätze zu beobachten. Unter anderem gewinnen China Vanke 0,7 Prozent. Dagegen fallen Baoshan Iron & Steel um 0,9 Prozent , während China Construction Bank unverändert notieren.

Ölpreise stabilisieren sich nach Kursrutsch am Vortag

Nach dem dritten Tag starker Kursverluste haben sich die Ölpreise am Freitag zunächst stabilisiert. Ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Juni kostete am Morgen 77,37 amerikanische Dollar. Das waren 26 Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg um 49 Cent auf 80,32 Dollar. Am Donnerstag hatten die Ölpreise ungewöhnlich kräftig um bis zu sechs Dollar nachgegeben. Auslöser war ein historischer Kursrutsch an der New Yorker Börse, der vermutlich auf technisches oder menschliches Versagen zurückzuführen ist. In der Folge brachen auch die Ölpreise ein - zumal die Stimmung an den Märkten wegen der Griechenland-Krise ohnehin angespannt ist.

Neuigkeiten und Kursbewegungen nach Börsenschluss an der Wall Street

Die Aktienkurse im nachbörslichen amerikanischen Handel tendierten am Donnerstag schwächer als im regulären Handel. Der Nasdaq After Hours Indicator fiel um 0,95 Prozent auf 1875,73 Zähler.

Nach den Turbulenzen an Wall Street im regulären Handel am Donnerstag haben im Nachbörsengeschäft Kraft Foods mit Bekanntgabe der Erstquartalszahlen im Fokus gestanden. Kraft verdiente demnach bereinigt um Einmalposten 0,49 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 11,3 Milliarden Dollar. Analysten hatten 0,43 Dollar erwartet und einen Umsatz von 10,98 Milliarden Dollar. Die Kraft-Aktie zeigte sich praktisch unverändert mit 29,20 Dollar, nachdem sie im regulären Handel 1,8 Prozent verloren hatte. Die Papiere von Activision Blizzard zeigten sich ebenfalls unverändert bei 10,48 Dollar. Der Videospielehersteller hatte einen bereinigten Gewinn von 0,09 Dollar und einen Umsatz von 714 Millionen Dollar gemeldet. Experten hatten lediglich mit 0,04 Dollar beim Gewinn gerechnet.

Wall Street erholt sich zum Handelsende von 1.000-Punkte-Crash

Die Wall Street hat am Donnerstag im späten Handel Schockwellen über den Globus ausgesendet, als der Dow-Jones-Index in knapp 30 Minuten um 997 Punkte abstürzte und damit einen der größten Punkteverluste aller Zeiten hinlegte. In der Spitze fiel der amerikanische Leitindex bis auf 9.873 Punkte. Anschließend erholte sich der amerikanische Leitindex aber ebenso deutlich bis auf das Niveau, das er zuvor innegehabt hatte. Der Dow-Jones-Index verlor 3,2 Prozent oder 348 Punkte auf 10.520. Für den S&P-500-Index ging es um 3,2 Prozent oder 38 Zähler auf 1.128 nach unten und der Nasdaq-Composite-Index verlor 3,4 Prozent oder 83 Punkte auf 2.320. Umgesetzt wurden 2,14 (Mittwoch: 1,50) Milliarden Aktien. Den 173 Kursgewinnern standen dabei 3.016 -verlierer gegenüber, unverändert schlossen 26 Titel.

„Hier ging es nicht mit rechten Dingen zu, man fühlte sich an die Lehman-Insolvenz erinnert“, sagte ein Händler mit Blick auf den temporären 1.000-Punktecrash. Am Markt machte ein Gerücht die Runde, dass der Auslöser ein Fehl-Trade gewesen sei. Über das elektronische System soll ein Auftrag über 16 Millionen Dollar fälschlicherweise mit 16 Milliarden Dollar eingegeben worden sein. Dabei fiel der Name der Citigroup, die dies jedoch nicht bestätigen wollte. Die betroffenen Aktien sollen laut „Fox“ Procter & Gamble oder 3M gewesen sein. Die Börsenaufsicht SEC wollte dies zunächst nicht kommentieren. Schwache Einzelhandelsdaten und Sorgen über die geplante Finanzmarktreform gehörten laut Händlern neben der europäischen Schuldenkrise bereits vor dem Absturz zu den Hauptbelastungsfaktoren. „Auch wenn die Situation in Europa nur geringen Einfluss auf die amerikanische Konjunkturerholung haben dürfte, so stellt die Region einen wichtigen Export- und Importmarkt dar. Mit der Dollaraufwertung dürften amerikanische Unternehmen mit hohem Europa-Engagement zunehmend Probleme bekommen“, erläuterte Marktstratege Fred Dickson von Davidson Cos den Bangen Blick vieler Anleger nach Europa.

Wenig zur Erheiterung zumindest optimistischer Börsianer trugen auch die amerikanischen Konjunkturdaten bei. Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung sank binnen Wochenfrist um 7.000, Volkswirte hatten im Mittel ihrer Prognosen einen Rückgang um 8.000 erwartet. Wesentlich negativer wurde die Entwicklung der Produktivität außerhalb der Landwirtschaft im ersten Quartal bewertet. „Eine stark steigende Produktivität bedeutet Personalabbau, das führt zu sinkenden Privaten Konsumausgaben und ist kein gutes Vorzeichen für den am Freitag erwarteten amerikanische Arbeitsmarktbericht für April“, sagte der Händler. Überdurchschnittlich hoch war der Abgabedruck bei den Werten aus dem Finanzsektor sowie den konjunktursensitiven Titeln. So brachen Bank of America um 7,2 Prozent auf 16,27 Dollar und J.P. Morgan um 4,4 Prozent auf 40,81 Dollar ein. Im Handel wurde auf eine Rede von SEC-Vertreterin Mary Schapiro verwiesen, die auf eine Ausweitung der geplanten Regelungen zur Finanzmarktreform dringt. Unter den konjunktursensitiven Aktien traf es General Electric mit einem Abschlag von 4,4 Prozent auf 17,31 Dollar besonders hart. Kraft Foods, das Unternehmen legte nach der Schlussglocke Quartalszahlen vor, sanken um 1,8 Prozent auf 29,21 Dollar.

Nachdem bei vielen Einzelhandelskonzernen die Aprilumsätze gegenüber März gefallen waren, gehörten auch die entsprechenden Sektorwerte zu den Tagesverlierern. Gap fielen um 7,2 Prozent auf 22,91 Dollar und Abercrombie & Fitch um 8,5 Prozent auf 40,45 Dollar. Ebenfalls in der zweiten Reihe brachen JDS Uniphase um 20,1 Prozent auf 10,94 Dollar ein. Der Netzwerkausrüster hat das Ergebnis für sein drittes Quartal vorgelegt und dabei mit der Umsatzentwicklung enttäuscht. Symantec legten hingegen um 1,8 Prozent auf 16,53 Dollar zu. Der Hersteller von Sicherheitssoftware hat sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz für das vierte Geschäftsquartal über den Prognosen liegende Zahlen gemeldet.

Amerikanische Anleihen verzeichnen Rally im späten Geschäft

Die Rally bei den Notierungen der amerikanischen Staatsanleihen hat am Donnerstag mit steigender Dynamik den dritten Tag in Folge angehalten. Im späten New Yorker Handel stiegen die Kurse amerikanischer Anleihen nach einem Dreh ins Plus deutlich an, was Händler auch auf den Absturz der amerikanischen Aktienbörsen zurückführten. Dort war der Dow-Jones-Index temporär um 1.000 Punkte eingebrochen. Zehnjährige Anleihen mit einem Kupon von 3,625 Prozent kletterten um 1-6/32 auf 101-29/32 und rentierten mit 3,396 Prozent, nach 3,541 Prozent am Mittwoch. Der mit 4,625 Prozent verzinste 30-jährige Staatsanleihe schnellte um 3-6/32 auf 107-6/32 empor, seine Rendite fiel von 4,386 auf 4,201 Prozent und damit auf das tiefste Niveau seit Oktober 2009 ab.

Die europäische Schuldenproblematik mit den hochverschuldeten Staaten Griechenland, Portugal und Spanien an der Spitze hatte die Renditen der amerikanische Anleihen aber schon vor dem Wall-Street-Absturz auf das niedrigste Niveau seit Dezember 2009 fallen lassen. „Es war ein Ausbruch von Gewalt, wie es die Finanzmärkte bislang nicht kannten“, sagte ein Rentenhändler mit Blick auf die Unruhen in Griechenland als Antwort auf die Sparbeschlüsse der Regierung. Anleger schätzten die amerikanische Schuldentitel als sicheren Hafen, hieß es im Handel. Die Entwicklung in Europa habe jedoch viele Marktteilnehmer, die auf steigende Renditen gesetzt hatten, auf dem falschen Fuß erwischt. Das hohe Ausmaß der Neuemissionen und die sich erholende Konjunktur seien fälschlicherweise als Vorboten steigender Renditen gedeutet worden. „Die Erwartungen gingen eindeutig in Richtung fallender Notierungen und steigender Renditen. Aber mit den Verwerfungen in der Euro-Zone erleben wir ein sich drehendes Sentiment“, sagte Rentenhändler Brian Edmonds von Cantor Fitzgerald & Co in New York. Diese Sicht wurde durch Aussagen von Vertretern der amerikanische Notenbank gestützt. Der Fed-Präsident von St. Louis, James Bullard, sieht in der aktuellen Schuldenkrise im europäischen Währungsraum ein Risiko für die Wirtschaft der Vereinigten Staaten . amerikanische Notenbankpräsident Ben Bernanke sagte bei einer Rede, die Kreditnachfrage sei schwach und die Konjunktur sei weiter Belastungen ausgesetzt.

Die Aussagen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet lieferten laut Marktbeobachtern wenig Erhellendes zur Schuldenkrise. Auch von den Konjunkturdaten kamen am Berichtstag kaum Impulse für den Rentenmarkt. Die wöchentlichen Daten vom amerikanische Arbeitsmarkt entsprachen im Großen und Ganzen den Erwartungen. Die Produktivität außerhalb der amerikanische Landwirtschaft war dagegen im ersten Quartal deutlich stärker als prognostiziert gewachsen.

Aktien in Lateinamerika schließen schwach - Merval verliert mehr als 5 Prozent

Die größeren lateinamerikanischen Börsen haben im Sog der Griechenlandkrise auch am Donnerstag ihre Talfahrt fortgesetzt. In der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires schloss der Aktien-Index Merval nach einem kräftigen Minus von 123,76 Zählern (5,42 Prozent) bei 2161,73 Punkten. Der Bovespa-Index im brasilianischen Sao Paulo sackte um 1499,95 Zähler oder 2,31 Prozent auf 63 414,22 Punkte. In Mexiko-Stadt gab der IPC-Index 596,31 Zähler (1,86 Prozent) ab und schloss bei 31 398,97 Punkten.

Quellen: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Dow Jones, Bloomberg, F.A.Z.

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