19.07.2010 · Nach den vorangegangenen herben Kursverlusten ist der deutsche Aktienmarkt kaum verändert in die neue Woche gestartet. Gestützt werden die Kurse von einer Erholung der hoch gewichteten Versorger. Auch andere als defensiv geltende Titel legen deutlicher zu.
Nach den vorangegangenen herben Kursverlusten ist der deutsche Aktienmarkt kaum verändert in die neue Woche gestartet. Gestützt werden die Kurse von einer Erholung der hoch gewichteten Versorger. Auch andere als defensiv geltende Titel legen deutlicher zu. Finanzwerte und Zykliker setzen hingegen ihre Talfahrt der vorangegangenen Handelstage fort. Bis 9.56 Uhr verliert der Dax 2 Punkte auf 6.038. Charttechnisch liegt die nächste Unterstützung für den Leitindex zunächst bei der „runden“ Marke von 6.000 Punkten, die folgende Anlaufmarke findet sich um 5.885 Punkte. Widerstand tut sich im Bereich von 6.094 Punkten und 6.140 Punkten auf. Für den MDax geht es um 0,4 Prozent auf 8.107 Punkte nach unten. Der TecDax gibt um 0,5 Prozent auf 771 Punkte nach.
„Der Markt ist angeschlagen. Die sich nach dem Auslaufen der Stimuliprogramme verdüsternden amerikanische Konjunkturdaten signalisieren eine neuerliche Schwäche der größten Volkswirtschaft der Welt“, sagt ein Händler. Noch dazu seien S&P-500, Euro-Stoxx-50 und Dax an die oberen Begrenzungen ihrer alten Handelsspannen herangelaufen, „über die uns dann auch die zunächst überraschend guten Unternehmensberichte nicht hinweg katapultiert haben“. Dies habe dazu geführt, dass nunmehr auch die Quartalsberichte kritischer unter die Lupe genommen würden. Konjunkturdaten aus ersten Reihe stehen im Tagesverlauf nicht auf der Agenda. Am Nachmittag wird aus den Vereinigten Staaten lediglich der vom Branchenverband NAHB ermittelte Stimmungsindex der Bauunternehmen im Juli erwartet. Ökonomen rechnen im Mittel ihrer Prognosen mit einem Rückgang auf 16 Punkte von 17 Punkten im Vormonat. Darüber hinaus wird Spanien das Volumen nennen, das die Iberer am Dienstag im Rahmen einer Auktion von Staatsanleihen mit Laufzeiten von 12 und 18 Monaten erzielen wollen. nach der Schlussglocke an Wall Street wird am Abend nach IBM seine Zahlen für das zweite Quartal vorlegen. Analysten erwarten, dass „Big Blue“ in diesem Zeitraum einen Gewinn von 2,58 Dollar je Aktie erwirtschaftet haben wird.
Eon steigen um 0,8 Prozent auf 21,93 Euro und RWE um 0,4 Prozent auf 52,55 Euro. Damit verhindern die beiden im Dax hoch gewichteten Versorger stärkere Kursverluste des Leitindex. Die als ebenfalls defensiv geltenden Henkel legen um 0,9 Prozent auf 38,90 Euro zu, Fresenius um 0,8 Prozent auf 54,22 Euro. Größter Verlierer sind dagegen MAN, für die es um 1,7 Prozent auf 71,31 Euro nach unten geht. BMW geben ebenfalls wegen Gewinnmitnahmen um 1,2 Prozent auf 41,64 Euro nach und Daimler um 1,5 Prozent auf 42,42 Euro. Nachrichten mit Kurspotential für einzelne Aktien sind zu Wochenbeginn rar. Allerdings rücken Heidelberger Druck nach Auftragszahlen für das erste Quartal um 4,7 Prozent auf 7,64 Euro vor. „Das Plus von 43 Prozent auf Jahressicht dürfte die Prognosen der meisten Analysten sicher übertreffen“, sagt ein Börsianer. Messen in Großbritannien und auf dem Wachstumsmarkt Brasilien hätten positive Wirkung gezeigt. Heidelberger Druck hätten sich auf Wochen- und Monatssicht deutlich schlechter entwickelt als der Gesamtmarkt und somit „Nachholpotential“. ThyssenKrupp steigen um 1,3 Prozent auf 21,82 Euro. Die Analysten von Cheuvreux haben die Aktien des Stahlkochers Händlern zufolge auf „Outperform“ von „Underperform“ heraufgestuft.
Deutsche Anleihen: Etwas fester zu Handelsbeginn
Der deutsche Anleihenmarkt ist am Montag etwas fester in den Handel gegangen. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future stieg um 0,11 Prozent auf 129,30 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 2,597 Prozent. „Der Bund-Future sollte angesichts schwacher asiatischer Aktiennotierungen und eines robusten Eurokurses mit weiteren Kursgewinnen in die neue Woche starten“, schreibt die HSH Nordbank in einer Tagesvorschau. Insgesamt dürften die enttäuschenden amerikanischen Konjunkturdaten vom Freitag noch nachwirken. Wichtigere Daten vom amerikanischen Wohnungsmarkt stehen erst am Nachmittag an. Händler verwiesen zudem auf die Herabstufung der Kreditwürdigkeit Irlands durch die Ratingagentur Moody's. Die Anleiheexperten der Commerzbank gehen jedoch davon aus, dass Bundesanleihen im weiteren Wochenverlauf schwächer tendieren werden. Die Chancen seien gut, dass sich die jüngst zu beobachtende „Krisenmüdigkeit“ weiter verbreitet./
Risikoabneigung der Anleger stützt Yen, Franken und Dollar
Befürchtungen um eine schwächere wirtschaftliche Entwicklung haben am Montag für Kursgewinne bei den als besonders sicher geltenden Währungen gesorgt. Yen, Schweizer Franken und amerikanische Dollar waren dabei gefragt. Der Euro gab nach. In Großbritannien waren die bei Hausverkäufen geforderten Preise erstmals in diesem Jahr gesunken, zudem wird bei den Daten zum Bausektor in den Vereinigten Staaten die niedrigste Entwicklung in der Branche seit vier Monaten erwartet: „Es gibt genug Futter für die Bären, so dass derzeit sie die Oberhand behalten können“, kommentierte Sean Callow, leitender Devisenstratege bei Westpac Banking Corp. in Sydney. „Ein gewisses Element der Risikoabneigung stützt den Yen und in geringerem Ausmaß den Dollar.“ Sinkende Aktienkurse in Asien dämpften die Risikoneigung der Anleger weiter. Der MSCI Asia Pacific excluding Japan Index gab rund ein Prozent ab und verzeichnete damit den größten Verlust seit zwei Wochen. Der Yen legte zum Euro 0,3 Prozent zu auf 111,59 Yen je Euro. Für den Schweizer Franken ging es 0,5 Prozent aufwärts auf 1,3517 Franken je Euro. Der Dollar verteuerte sich 0,4 Prozent auf 1.2883 Dollar je Euro. Beim Euro erwartet die UBS weiterhin Schwäche. Die Stresstests bei den Banken der Europäischen Union werden die Befürchtungen der Investoren wohl kaum zerstreuen. Die Bank erwartet dass der Euro innerhalb von drei Monaten auf 1,15 Dollar absackt - das wäre der niedrigste Stand seit über sechs Jahren. Deutliche Abschläge gab es beim ungarischen Forint. Zum Euro sackte die Währung 2,8 Prozent ab auf 289,98 Forint je Euro. Der Internationale Währungsfonds und die Europäische Union haben ihre Verhandlungen mit der ungarischen Regierung beendet, ohne die Pläne von Ministerpräsident Viktor Orban zur Haushaltssanierung zu unterstützen.
Aktienbörsen in Tokio haben am Montag geschlossen
Die Aktienbörsen in Tokio haben am Montag wegen eines Feiertags geschlossen.
Aktien in Seoul zeigen sich etwas leichter
Die Börse in Seoul zeigt sich am Montag im späten Geschäft etwas leichter. Der Kospi verliert gegen 6.58 Uhr MESZ 0,3 Prozent auf 1.734 Punkte und erholt sich damit von etwas deutlicheren Verlusten im Tagesverlauf. Gegenheitskäufer hätten die Verluste eingegrenzt, heißt es am Markt. „Schnäppchenjäger haben die schlechten Vorgaben der amerikanische Börsen weitgehend wett gemacht“, sagt ein Analyst. Marktteilnehmer blickten aber auch gen Schanghai, wo der Leitindex ins Plus gedreht sei, heißt es weiter. Ausländische Investoren gehören bislang zu den Nettoverkäufern. Hynix steigen um 1,3 Prozent auf 23.800 Won, nachdem die Aktie am vergangenen Freitag heftig gelitten hatte. Beflügelt von der Aussicht auf positive Quartalsausweise gehören Automobilaktien zu den Gewinnern. Kia Motors legen um 1,6 Prozent auf 30.950 Won auf Hyundai Motor um 0,4 Prozent auf 134.000 Won zu.
Börsen Chinas drehen bis zum Mittag ins Plus - HSI im Minus
Die Börse in Schanghai hat im Verlauf des Vormittagshandels ins Plus gedreht und baut bis zum Montagmittag (Ortszeit) ihre Aufschläge aus. Im Handel ist vom Einstieg von Gelegenheitskäufern die Rede. Nach Ende der ersten Handelsphase steigt der Schanghai-Composite um 0,9 Prozent auf 2.445 Punkte, nachdem der chinesische Leitindex im Verlaufstief bereits bis auf 2.392 Zähler gefallen war. Bei der psychologisch wichtigen Marke von 2.500 Punkten machen Börsianer den nächsten Widerstand aus. Der Shenzhen-Composite steigt um 1 Prozent auf 979 Zähler. In Hongkong verliert der HSI allerdings 1 Prozent auf 20.052 Punkte. „Nach der schwachen Kursentwicklung im ersten Halbjahr sind die chinesischen Aktien attraktiv bewertet“, sagt die Credit Suisse. Die jüngsten Rückschläge der chinesischen Konjunktur dürften jedoch nicht zu einer Änderung der Geldpolitik führen, heißt es im Handel. Premierminister Wen Jiabao sagte mit Blick auf die verhaltene Wirtschaftsentwicklung in China, die Konjunktur verlaufe letztlich wie geplant. Beobachter werten dies als Absage an weitere Stimuli. Allerdings dürften auch Maßnahmen zur Abkühlung bestimmter Märkte ebenfalls unwahrscheinlicher werden, heißt es. Gefragt sind Aktien aus den Sektoren Kohle und Banken. Shanxi Xishan Coal & Electricity Power ziehen um 5 Prozent auf 20,90 Yuan und China Merchants Bank um 1 Prozent auf 13,79 Yuan an.
Neuigkeiten und Kursbewegungen nach Börsenschluss an der Wall Street
Gehalten entwickelten sich die Aktienkurse im nachbörslichen amerikanischen Handel am Freitag im Vergleich mit dem regulären Geschäft. Der Nasdaq After Hours Indicator stieg um minimale um 0,2 Punkte auf 1.803,68 Zähler.
Die Aktien von American International Group (AIG) haben am Freitag im nachbörslichen Handel ihren Verlust aus der regulären Sitzung ausgebaut, nachdem das Unternehmen in einem Rechtsstreit einem Vergleich zugestimmt hat. AIG wird den Klägern, darunter drei Pensionsfonds, 725 Millionen Dollar zahlen. Das Unternehmen muss zunächst binnen zehn Tagen 175 Millionen Dollar zahlen. Die Zahlung der restlichen Summe hängt zum Teil davon ab, ob AIG die nötigen Mittel über eine Kapitalerhöhung beschaffen kann. Die Sammelklage hatte dem Versicherer Betrug vorgeworfen und gründete auf dem Bilanzskandal aus dem Jahr 2004. Der Kurs der AIG-Aktie fiel um 0,4 Prozent auf 35,49 Dollar. Während der regulären Sitzung hatten AIG 4,7 Prozent eingebüßt.
Wall Street am Freitag : Kurse brechen ein
Die Aktienkurse an Wall Street sind am Freitag kräftig eingebrochen. Ein überraschend schwach ausgefallener Michigan-Index zum Verbrauchervertrauen sowie nun auch einige eher enttäuschende Unternehmensausweise sorgten für einen Realitätsabgleich an den Märkten und brachte die Bären in die Offensive. Vor allem Bankenwerte brachen kräftig ein. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) verlor 2,5 Prozent oder 261 Punkte auf 10.098, für den S&P-500 ging es um 2,9 Prozent oder 32 Punkte auf 1.065 nach unten. Der Nasdaq-Composite gab um 3,1 Prozent oder 70 Punkte auf 2.179 nach. An der New York Stock Exchange wurden 1,49 (Donnerstag: 1,08) Milliarden Aktien umgesetzt. Dabei kamen auf 611 Kursgewinner 2.417 Kursverlierer, 80 Aktien schlossen unverändert. Der Index für die Verbraucherstimmung der Uni Michigan in den Vereinigten Staaten ist im Juli nach den Ergebnissen der ersten Umfrage auf 66,5 gesunken. Ökonomen hatten den Indexstand bei 75,0 erwartet. Die zuletzt enttäuschenden Konjunkturdaten nähren laut der Helaba die Sorgen um einen Rückfall der Vereinigten Staaten in eine Rezession und belasten entsprechend das Sentiment der Verbraucher. Auch der amerikanische Arbeitsmarkt konnte noch keine nachhaltige Verbesserung aufweisen, was sich ebenfalls in der Stimmung niederschlage.
Zudem entsprachen in dieser Berichtssaison erstmals auch Unternehmenszahlen nicht den Erwartungen der Wall Street. Nachdem die ersten Berichte von Alcoa und Intel noch gefeiert wurden, kehrte nun Ernüchterung ein. Zwar werden die Gewinnschätzungen der Analysten in vielen Fällen spielend übertroffen, allerdings haben einige Unternehmen Probleme auf der Umsatzseite, unter anderem konnte am Berichtstag das Schwergewicht General Electric (GE) die Erwartungen nicht erfüllen. Das wird auch im Bankensektor deutlich, hier waren die verabschiedete Finanzmarktreform sowie die Geschäftszahlen der Bank of America und der Citigroup zu verarbeiten. Beide Institute haben zwar besser als erwartet ausgefallene Zahlen vorgelegt, konnten die Anleger allerdings nicht begeistern. Damit ergab sich ein ähnliches Bild wie am Vortag bei J.P. Morgan. Die Investoren zeigten sich von der Qualität der Zahlen nicht überzeugt, und waren vor allem von der Umsatzentwicklung wenig angetan.
Im Dow ging es für Citigroup um 6,3 Prozent auf 3,90 Dollar nach unten, Bank of America brachen sogar um 9,2 Prozent auf 13,98 Dollar nach. Gegen den Trend zogen dagegen Goldman Sachs um 0,7 Prozent auf 146,17 Dollar an - nachdem sie allerdings zuvor noch deutlicher im Plus notiert hatten. Die Bank hatte sich mit der SEC auf eine Zahlung von 550 Millionen Dollar zur Beilegung der laufenden Klagen geeinigt. Das entspricht zwar der höchsten jemals gezahlten Strafe einer amerikanische Bank, dennoch waren die Investoren erleichtert. Nach schwächeren Umsatzzahlen verloren GE 4,6 Prozent auf 14,55 Dollar. Beflügelt von einem wieder besseren Wirtschaftsumfeld kletterte zwar das Nettoergebnis auf 3,1 Milliarden Dollar nach 2,7 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Je Aktie verdiente GE 0,28 Dollar, Analysten hatten mit einem Gewinn je Anteil von 0,27 Dollar gerechnet. Die Erlöse sanken jedoch um 4 Prozent auf 37,44 Milliarden Dollar. Hier hatten die Branchenbeobachter 38,43 Milliarden Dollar erwartet. Auch im Technologiesektor ging es für die Notierungen kräftig nach unten. Nach enttäuschenden Zahlen brachen Google um 7 Prozent auf 459,60 Dollar ein. Der Suchmaschinenbetreiber hatte nach der Schlussglocke Geschäftszahlen unter Markterwartung vorgelegt. Der Internetkonzern hatte im zweiten Quartal 2010 dank der Erholung der Werbemärkte seinen Gewinn zwar gesteigert, die Gewinnerwartungen der Analysten jedoch verfehlt. AMD sind nach volatilem Verlauf trotz guter Geschäftszahlen im Minus aus dem Handel gegangen und sanken um 0,5 Prozent auf 7,37 Dollar. Das Unternehmen hatte im zweiten Quartal von der anziehenden Nachfrage nach Computerchips profitiert und die Markterwartungen übertroffen.
Amerikanische Anleihen tendierten am Freitag fester
Die amerikanischen Anleihen präsentieren sich am Freitag im späten Geschäft in New York fester. Grund für die Bewegung waren enttäuschende Daten zum amerikanische Verbrauchervertrauen und die daraus folgenden Sorgen um die amerikanische Konjunktur. Dies stützte weniger riskante Anlagen wie die Treasuries. Die Kurse zehnjähriger Titel mit einem Kupon von 3,500 Prozent stiegen um 20/32 auf 104-28/32. Die Papiere rentierten mit 2,923 Prozent, nach 2,996 Prozent am Freitag. Der Kurs der mit 4,375 Prozent verzinsten 30-jährigen Staatsanleihe gewann 28/32 auf 107-19/32. Ihre Rendite sank von 3,987 auf 3,939 Prozent. Der an der Universität Michigan berechnete Index für die Verbraucherstimmung in den Vereinigten Staaten ist im Juli nach den Ergebnissen der ersten Umfrage auf 66,5 gesunken. Ökonomen hatten den Indexstand bei 75,0 erwartet. Nach der zweiten Befragung im Vormonat hatte sich ein Stand von 76,0 ergeben. „Die Nachfrage nach Treasuries signalisiert kräftigen Gegenwind und weiteres Abwärtspotential für das globale Wachstum“, kommentierte Christian Cooper, Händler bei Jefferies & Co. Die Daten passten in die Reihe der Konjunkturdaten in dieser Woche, einschließlich gesunkener Einzelhandelsumsätze. Dies hatte schon die Sorge verstärkt, dass die Konsumenten, das Rückgrat der amerikanische Wirtschaft, in der zweiten Jahreshälfte weniger kaufgeneigt sein könnten, während gleichzeitig die Stimulusmaßnahmen des staatlichen Konjunkturprogramms auslaufen. Im frühen Handel standen die Bondpreise noch unter Druck, belastet von der mit 0,2 Prozent doppelt so stark wie erwartet gestiegenen Kernrate der Verbraucherpreisdaten - diese berücksichtigt nicht die volatilen Preisentwicklung von Energie und Lebensmitteln. Inflation belastet in der Regel die Anleihekurse, weil sie die feste Rendite der Rentenpapiere aufzehren und ihr damit die Attraktivität nehmen könnte. Die unbereinigten Verbraucherpreise fielen dagegen überraschend um 0,1 Prozent, während Volkswirte keine Veränderung erwartet hatten.
Lateinamerikas Börsen schließen am Freitag im Minus
Die bedeutenderen lateinamerikanischen Börsen haben sich am Freitag mit Verlusten ins Wochenende verabschiedet. In der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires gab der Aktien-Index Merval 23,88 Zähler (1,04 Prozent) auf 2283,07 Punkte nach. Der IPC- Index in Mexiko-Stadt sank um 597,67 Zähler (1,85 Prozent) auf 31 783,67 Punkte. Im brasilianischen São Paulo schloss der Aktien- Index Bovespa 1150,10 Zähler (1,81 Prozent) tiefer bei 62 339,27 Punkten.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.339,94 | +0,38% |
| FAZ-INDEX | 1.377,69 | −0,11% |
| TecDAX | 752,47 | +0,08% |
| MDAX | 10.196,40 | −0,34% |
| SDAX | 4.817,28 | +0,29% |
| REX | 434,70 | −0,15% |
| Eurostoxx 50 | 2.161,87 | +0,25% |
| F.A.Z. EURO | 69,61 | +0,13% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| Nasdaq 100 | 2.527,05 | −0,17% |
| S&P500 | 1.317,82 | −0,22% |
| Nikkei225 | 8.580,39 | +0,20% |
| EUR/USD | 1,2515 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |
| Bund Future | 144,35 € | +0,25% |