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Blick auf den Finanzmarkt Dax tendiert etwas fester

16.03.2010 ·  Gestützt auf positive amerikanische Vorgaben ist der deutsche Aktienmarkt am Dienstag mit Kursgewinnen in den Handel gestartet. Mit der Zinsentscheidung der amerikanischen Notenbank Fed am Abend stünden nun wieder wichtige Impulse an, heißt es. Ein Signal für eine Zinswende wird aber nicht erwartet. Zuvor kommen bereits wichtige Daten aus der Eurozone, vor allem der ZEW-Index in Deutschland um 11 Uhr.

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Gestützt auf positive amerikanische Vorgaben ist der deutsche Aktienmarkt am Dienstag mit Gewinnen gestartet. Der Dax stieg im frühen Handel um 0,53 Prozent auf 5934 Punkte. Für den MDax ging es um 0,58 Prozent auf 7896 Punkte hoch und der TecDax legte um 0,32 Prozent auf 829 Punkte zu. Der Markt wartet auf die Zinsentscheidung der amerikanische Notenbank Fed am Abend.

Für Infineon Technologies ging es an der Indexspitze um 2,39 Prozent auf 4,413 Euro hoch. Der Chiphersteller investiert wegen der anhaltend hohen Nachfrage weiter in sein Werk in Dresden. Auch Daimler waren mit plus 1,11 Prozent auf 33,70 Euro gefragt. Neben Neuzulassungen im Februar rückte für den Autobauer insbesondere ein Zeitungsbericht über eine mögliche Überkreuzbeteiligung mit Renault in den Fokus.

Mit der Zinsentscheidung der amerikanischen Notenbank Fed am Abend stünden nun wieder wichtige Impulse an, sagte Marktanalyst James Hughes von CMC Markets. Ein Signal für eine Zinswende wird aber nicht erwartet. Zuvor kommen bereits wichtige Daten aus der Eurozone, vor allem der ZEW-Index in Deutschland um 11 Uhr. Auf der Unternehmensseite bleibt es unterdessen eher ruhig.

Deutsche Anleihen: Minimale Kursverluste zum Start

Der deutsche Rentenmarkt ist am Dienstag mit minimalen Kursverlusten in den Handel gestartet. Der für den Anleihemarkt richtungweisende Euro-Bund-Future büßte im frühen Handel 0,02 Prozent auf 122,68 Punkte ein. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 3,152 Prozent. „Am europäischen Staatsanleihemarkt gibt es zwar mit den Preisdaten und dem ZEW-Index erstmals in dieser Woche ein paar neue heimische Wirtschaftsdaten zu verarbeiten, die Musik spielt jedoch woanders“, heißt es im Morgenkommentar der HSH Nordbank. Tonangebend sei die Zinsentscheidung der amerikanische Notenbank. Da keine Zinsänderung erwartet werde, richte sich das Interesse auf mögliche neue Hinweise zum Ausstieg aus der exzessiv hohen Liquiditätsbereitstellung des amerikanische Bankensystems. Auch aus Sicht des Bankhauses HSBC Trinkaus bestimmt am Dienstag das Warten auf die amerikanische Notenbank das Geschehen. Vor der Fed-Sitzung dürfte der Bund-Future unterhalb von 123 Zählern pendeln.

Devisen: Euro steigt wieder in Richtung 1,37 Dollar

Der Euro ist am Dienstag wieder Richtung 1,37 amerikanische Dollar gestiegen. Im asiatischen Handel kostete die Gemeinschaftswährung 1,3689 Dollar. Der Dollar war damit 0,7304 Euro wert. Am Montag war der Euro zeitweise bis auf 1,3776 Dollar geklettert im Verlauf aber deutlich unter Druck geraten. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagmittag auf 1,3705 (Freitag: 1,3765) Dollar festgesetzt. In der Eurozone steht aus Sicht der Landesbank Hessen-Thüringen zwar mit der ZEW-Umfrage eine wichtige Datenveröffentlichung an. Die Zinsentscheidung der amerikanische Notenbank werfe aber ihre Schatten voraus. Deshalb dürfte die Marktreaktionen auf die deutschen Daten eher gering ausfallen. Eine Leitzinsänderung wird in den Vereinigten Staaten unterdessen nicht erwartet.

Gewinnmitnahmen belasten in Tokio Exporttitel

Vor den Sitzungen der Notenbanken in den Vereinigten Staaten und Japan haben sich die asiatischen Börsen uneinheitlich präsentiert. Die amerikanische Zentralbank Fed berät am Dienstag ausnahmsweise nur eintägig über ihre Zinspolitik, die Bank of Japan am Mittwoch. Die meisten Beobachter gehen davon aus, dass die Fed bei ihrer Sprachregelung bleibt, die Zinsen für längere Zeit niedrig zu halten. Allerdings schüren optimistisch interpretierte amerikanische Konjunkturdaten bereits Spekulationen über eine Zinserhöhung zu einem früheren Zeitpunkt als bislang erwartet. In Tokio verlor der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,3 Prozent auf 10.721 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index schloss 0,1 Prozent im Minus bei 938 Zählern. Wegen Gewinnmitnahmen gaben vor allem Exportwerte ihre Aufschläge der vergangenen Tage wieder ab: So notierte der Kurs des Autoherstellers Honda 1,5 Prozent im Minus, der Kamera-Hersteller Canon verlor 1,3 Prozent. Der Wert des weltgrößten Autokonzerns Toyota verbesserte sich um 1,3 Prozent. Die Händler griffen zu, da das Unternehmen Zweifel an seiner Rückrufaktion entkräftete. Es lägen keine Belege dafür vor, dass sich der jüngste aufsehenerregende Vorfall mit einem Prius in den Vereinigten Staaten so abgespielt habe, wie von dem Fahrer dargestellt, erklärte der Konzern. Der Vorfall hatte den Verdacht geschürt, die Probleme mit der Beschleunigung seien noch nicht gelöst. Die Aktien des Finanzkonzerns Sony Financial sprangen um fast 14 Prozent nach oben, nachdem die Versicherungs- und Bankentochter des Elektronikriesen Sony bekanntgegeben hatte, mehr in Anleihen statt in Aktien zu investieren. So solle das Risiko verringert und eine Kernzahl des Marktwerts verbessert werden.

Aktien in Seoul schließen knapp behauptet

Das Geschehen an der Börse in Seoul war am Dienstag von Zurückhaltung vieler Akteure vor der Zinssitzung der amerikanische Notenbank im späteren Tagesverlauf geprägt. Der Kospi verlor bei als dünn bezeichneten Umsätzen 0,1 Prozent auf 1.648 Punkte, wobei er sich den ganzen Tag über nur in einer engen Bandbreite bewegt hatte. Der koreanische Markt bewege sich im Einklang mit den internationalen Märkten und korrigiere leicht aus Sorge vor einer Verlangsamung der wirtschaftlichen Erholung in der Region und einer Schwäche des chinesischen Aktienmarktes, sagte ein Händler. Für eine leichte Stimmungsaufhellung habe im Verlauf des Handels die nachlassende Unsicherheit bezüglich der in den Vereinigten Staaten geplanten Finanzmarktreform gesorgt, nachdem die amerikanischen Demokraten einen Entwurf vorgestellt hatten, der eine neue Behörde zum Schutz von Kunden, eine Beschränkung riskanter Investmentprodukte und eine effektivere Kontrolle von Finanzunternehmen vorsieht. Damit schienen zunächst befürchtete restriktivere Maßnahmen vom Tisch, so Marktteilnehmer in Seoul. Finanzwerte gehörten vor diesem Hintergrund zu den Tagesfavoriten. KB Financial gewannen 3,9 Prozent auf 51.300 Won. LG Display (plus 2,4 Prozent auf 36.750 Won) und Kia Motors (plus 4,5 Prozent auf 22.300 Won) gehörten ebenfalls zu den Gewinnern. Hier hätten Hoffnungen auf gute Erstquartalsergebnisse für Käufe gesorgt, hieß es. Gewinnmitnahmen habe es bei Aktien aus den Bereichen Reederei und Technologie gegeben. Hynix legten dagegen um 0,4 Prozent zu auf 23.600 Won, nachdem ein Gläubiger des Unternehmens ein Anteilspaket erfolgreich verkaufen konnte.

Aktien in China tendieren am Mittag uneinheitlich

Der Schanghaier Aktienmarkt zeigt sich am Dienstagmittag (Ortszeit) gut behauptet. Nach den Verlusten der vorangegangenen beiden Sitzungen gebe es einige Gelegenheitskäufe, sagt Wang Junqing von Guosen Securities. Der Shanghai-Composite-Index steigt um 0,2 Prozent auf 2.981 Punkte und der Shenzhen Composite um 0,2 Prozent auf 1.138. In Hongkong gibt der Hang-Seng-Index dagegen um 0,4 Prozent nach auf 20.987 Punkte. Die Ängste vor weiteren geldpolitischen Straffungsmaßnahmen seien aber noch nicht ganz verschwunden, ergänzt Wang Junqing. In Hongkong ist das Volumen moderat, Taifook zufolge halten sich die Anleger vor der im weiteren Tagesverlauf anstehenden Sitzung des Offenmarktausschusses der amerikanische Notenbank Fed zurück. Der Immobilien-Subindex des Hang Seng verliert 1,2 Prozent nachdem die Hongkonger Regierung plant, 374 subventionierte Wohnungen zu verkaufen.

Ölpreise knapp unter 80 Dollar

Die Ölpreise sind am Dienstag im asiatischen Handel weiter gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der amerikanischen Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im April kostete am Morgen 79,70 amerikanische Dollar. Das sind zehn Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent sank um 27 Cent auf 77,62 Dollar. Vor der Zinsentscheidung der amerikanischen Notenbank am Abend und dem Treffen der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) am Mittwoch hielten sich viele Marktteilnehmer etwas zurück, hieß es bei Händlern. Weder bei der Zins- noch bei der Förderquoten-Entscheidung werden allerdings große Überraschungen erwartet. Die amerikanische Notenbank dürfte ihr rekordniedriges Leitzinsniveau beibehalten und auch die Opec dürfte die Quoten nicht antasten.

Neuigkeiten und Kursbewegungen nach Börsenschluss an der Wall Street

Die Aktienkurse im nachbörslichen amerikanischen Handel tendierten am Montag nahezu unverändert. Der Nasdaq After Hours Indicator fiel um 1,4 Punkte auf 1918,69 Zähler.

Die Aktien von Limited Brands haben am Montagabend im nachbörslichen amerikanischen Handel mit einem Kurssprung auf die Ankündigung einer Sonderdividende von 1 Dollar reagiert. Die Aktie des Unternehmens, dem Marken wie Victoria's Secret und Abercrombie & Fitch gehören, stieg um 3,7 Prozent auf 23,71 Dollar. Die Kurse der Papiere von Athenahealth gewannen um 5,7 Prozent auf 39,45 Dollar nachdem der Medizindienstleister Quartalsergebnisse berichtet hatte, die generell den Erwartungen entsprachen.

Wall Street schließt am Montag uneinheitlich

Konjunkturpessimismus hat die amerikanischen Aktienmärkte am Montag belastet. Neben zyklischen Werten waren besonders Aktien des Energiesektors von Verlusten betroffen, nachdem der Ölpreis unter Druck geraten war. Kursgewinne der Wal-Mart-Aktie stützten jedoch die Standardwerte. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte machte anfängliche Verluste wett und stieg um 0,2 Prozent oder 17 Punkte auf 10.642. Der S&P-500 gewann einen Punkt auf 1.151. Der Nasdaq-Composite büßte 0,2 Prozent oder 5 Punkte auf 2.362 ein. Die Umsätze waren mit 926 Millionen Aktien niedriger als am Freitag, als 1,05 Milliarden Aktien umgesetzt wurden. Den 1.270 Kursgewinnern standen 1.741 -verlierer gegenüber; unverändert schlossen 145 Titel. Die am Montag veröffentlichten Konjunkturdaten wiesen in unterschiedliche Richtungen. Während die Daten zur Industrieproduktion die Erwartungen erfüllten, blieben der Empire State Manufacturing Index und der NAHB-Index für die amerikanischen Bauunternehmen unter den Konsensprognosen. Belastend wirkten ferner Aussagen aus China: Zwar sei hier nicht die befürchtete Erhöhung der Mindestreserve für Banken erfolgt, jedoch habe das Land Forderungen nach einer Währungsaufwertung eine Absage erteilt, sagten Händler. Auch wies der chinesische Premierminister Wen Jiabao auf die Gefahr einer „Double-Dip-Rezession“ hin, unter anderem aufgrund der Mischung aus Verschuldung und Arbeitslosigkeit in den Industrieländern. Die Rezessionsängste setzten die Rohstoffpreise unter Druck, die zusätzlich unter der Aufwertung des Dollar litten. Die Aktien der Ölkonzerne Chevron und Exxon Mobil fielen um 0,2 Prozent auf 73,57 Dollar und um 0,7 Prozent auf 66,30 Dollar. Alcoa gaben um 0,7 Prozent auf 13,51 Dollar nach. Konjunkturzykliker wie Caterpillar gingen ebenfalls mit Verlusten aus dem Handel. Die Aktien des Herstellers von Baumaschinen büßten 1,5 Prozent auf 59,47 Dollar ein. Boeing ermäßigten sich um 0,6 Prozent auf 69,40 Dollar.

Wal-Mart stiegen gegen den Trend um 2,8 Prozent auf 55,42 Dollar, nachdem die Citigroup die Aktien des Einzelhandelskonzerns auf „Buy“ von „Hold“ hochgestuft hatte. Die Analysten glauben, dass Wal-Mart mit einer aggressiven Preispolitik versuchen wird, die Kunden zu halten, die der Konzern während der Rezession gewonnen hat. Technologiewerte litten unter Spekulationen, dass Google seine chinesischsprachige Suchmaschine einstellen wird. Die Google-Aktie verlor 2,8 Prozent auf 563,18 Dollar. Dagegen stiegen die Papiere des chinesischen Wettbewerbers Baidu um 4,8 Prozent auf 576,84 Dollar. Baidu würde vom Rückzug Googles aus China profitieren. Halbleiterwerte gaben in Reaktion auf einen kritischen Analystenkommentar nach. Eine Asien-Reise hatte Oppenheimer-Analyst Gary Hsueh zu dem Schluss kommen lassen, dass die Aussichten der Branche alles andere als rosig sind. KLA-Tencor fielen um 4,6 Prozent auf 28,09 Dollar und Novellus um 2,4 Prozent auf 22,87 Dollar. Im Fokus der Anleger standen ferner Phillips-Van Heusen, die um 9,8 Prozent auf 52,40 Dollar zulegten. Das Unternehmen wird das bislang in Privatbesitz befindliche Modehaus Tommy Hilfiger kaufen. Boston Scientific brachen um 12,6 Prozent auf 6,80 Dollar ein. Hintergrund war ein Bericht, laut dem das Unternehmen den Verkauf implantierbarer Defibrillatoren einstellt. Hintergrund sei ein Fehler in der Dokumentation, die das Unternehmen bei der amerikanische Gesundheitsbehörde FDA wegen einer Änderung des Herstellungsprozesses eingereicht hat.

Amerikanische Anleihen vor Fed-Zinsentscheid kaum verändert

Zurückhaltung hat den amerikanischen Anleihehandel am Montag bestimmt. Die Anleger warteten den Zinsentscheid der amerikanische Notenbank am Dienstag ab, sagten Händler. Zweifel an einer tragfähigen Erholung der Weltwirtschaft stützten die Festverzinslichen, wenngleich die Konjunkturdaten des Tages keine einheitliche Tendenz aufwiesen. Im späten Handel notierten zehnjährige Titel mit einem Kupon von 3,625 Prozent kaum verändert bei 99-12/32 und rentierten mit 3,697 Prozent. Die Kurse der mit 4,625 Prozent verzinsten 30-jährigen Staatsanleihe verloren 3/32 auf 99-28/32. Ihre Rendite stand bei 4,628 Prozent. Die Federal Reserve dürfte bei ihrer Sitzung am Dienstag den Leitzins unverändert lassen. Beobachter interessieren sich hauptsächlich für etwaige Hinweise auf eine Abkehr von der bisher lockeren Zinspolitik der Fed. Unter den am Montag veröffentlichten Konjunkturdaten deckte sich der Anstieg der Industrieproduktion im Februar mit den Erwartungen, während der Empire State Manufacturing Index im März stärker als erwartet zurückgegangen war. Der NAHB-Index der amerikanische Bauunternehmen blieb im März ebenfalls unter den Erwartungen. Der Konjunkturpessimismus der Anleger gründete allerdings weniger auf den amerikanische Konjunkturdaten als vielmehr auf Aussagen des chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao. Dieser hatte während der Pressekonferenz zum Abschluss des diesjährigen Volkskongresses vor einem weiteren schwierigen Jahr für die Wirtschaft seines Landes gewarnt und sich abermals gegen die Aufwertung des Yuan ausgesprochen. China verweigert sich bislang trotz internationalen Drucks einer Aufwertung seiner Währung.

Aktien Lateinamerika Schluss: Bovespa legt leicht zu

In Lateinamerika wurde am Montag nur an wenigen Börsen gehandelt. Im brasilianischen Sao Paulo fiel der Aktien-Index Bovespa leicht um 317,63 Zähler (0,46 Prozent) auf 68.575,47 Punkte. Die Börsen in Mexiko und Buenos Aires blieben wegen Feiertagen geschlossen.

Quellen: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Dow Jones, Bloomberg, F.A.Z.

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