15.03.2010 · Der deutsche Aktienmarkt ist am Montag nach verhaltenen Vorgaben kaum verändert in den Handel gestartet. Die neue Woche dürfte mit nur wenigen wichtigen Nachrichten von Unternehmens- oder Konjunkturseite so ruhig starten wie die alte aufgehört habe, heißt es. Die Berichtssaison laufe langsam aus.
Der deutsche Leitindex ist am Montag nach verhaltenen amerikanische Vorgaben mit leichten Verlusten gestartet. Der Dax verlor im frühen Handel 0,12 Prozent auf 5.938,27 Zähler. Für den MDax ging es um 0,20 Prozent auf 7.910,56 Punkte nach unten, der TecDax hielt sich mit 0,13 Prozent auf 834,96 Zähler im Plus.
Die neue Woche starte mit nur wenigen wichtigen Nachrichten von Unternehmens- oder Konjunkturseite so ruhig wie die alte aufgehört habe, sagte Analyst James Hughes von CMC Markets. Die Berichtssaison laufe langsam aus. Die Vorgabe ist leicht negativ: Der Future auf den amerikanische Leitindex Dow Jones Industrials gab seit Xetra-Schluss etwas nach.
Für die Titel der Deutschen Bank ging es um 1,02 Prozent auf 52,34 Euro nach unten. Der Finanzchef der Deutschen Bank, Stefan Krause, sagte der „Börsen-Zeitung“, dass in der Kapitalplanung der Deutschen Bank keine größere Akquisition wie zum Beispiel die der Postbank enthalten sei. Ein Händler sieht das nicht als wesentliche Überraschung, und erklärte damit den leichten Druck auf die Postbank-Aktie. Diese gab im MDax um 0,55 Prozent auf 23,70 Euro nach. Auch die anhaltende Diskussion über Regulierungen im Finanzsektor und eine mögliche Bankenabgabe drückten auf die Stimmung.
Deutsche-Telekom-Papiere waren mit minus 1,13 Prozent auf 9,773 Euro Dax-Schlusslicht. Einerseits belastete Händlern zufolge eine negative Studie von Merrill Lynch. Andererseits setzt der Telekomkonzern laut einem Bericht des „Spiegels“ massiv auf neue Dienstleistungen rund um das Internet, um Rückgänge in bisher angestammten Geschäftsfeldern auszugleichen. „Diese Pläne klingen recht ambitioniert und sollten nicht wirklich begeistern“, kommentierte ein Börsianer. Derweil setzten sich Aktien von Metro nach einem positiven Kommentar von JPMorgan mit plus 1,20 Prozent auf 42,135 Euro an die Indexspitze.
Mit Krones und Smartrac standen zwei Bilanzen im Blick. Die Aktien von Krones verloren 2,17 Prozent auf 38,74 Euro - Händler bezeichneten das Zahlenwerk als „gemischt“, der optimistische Ausblick sei bereits in den Schätzungen berücksichtigt. Beim niederländischen Funktechnik-Anbieter setzten nach wie erwarteten Zahlen Börsianern zufolge Gewinnmitnahmen ein, die die Aktien um 0,80 Prozent auf 17,31 Euro drückten.
Gefragt waren indes einige Vertreter der Solarbranche. Die von der schwarz-gelben Koalition geplanten Kürzungen der Förderung neuer Sonnenenergie-Anlagen auf sogenannten Freiflächen sollen jetzt erst von Oktober 2010 an wirksam werden. Auf diese drei Monate längere Frist verständigten sich die Koalitions- Experten in ihrem Gesetzesentwurf, den die Fraktionen von Union und FDP an diesem Montag beschließen wollen. Er lag der Deutschen Presse- Agentur dpa am Sonntag vor. Q-Cells stiegen an der Indexspitze um 4,06 Prozent auf 7,54 Euro, Phoenix Solar kletterten um 1,76 Prozent auf 31,29 Euro, auch Solarworld und Manz Automation legten zu.
Deutsche Anleihen: Minimale Kursgewinne
Der deutsche Rentenmarkt ist am Montag mit minimalen Kursgewinnen in den Handel gestartet. Der für den Anleihemarkt richtungweisende Euro-Bund-Future legte im frühen Handel um 0,01 Prozent auf 122,57 Punkte zu. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 3,165 Prozent. Aus Sicht des Bankhauses HSBC Trinkaus sollte der Bund-Future auch die neue Woche ohne größere Kursverluste überstehen. Die Commerzbank hält die Rentenmärkte unterdessen aktuell für recht teuer. Nicht nur seien die Leitzinserwartungen mehr als moderat eingepreist, auch die Real-Renditen am längeren Ende der Kurve seien massiv gefallen. Auch wenn von dem in dieser Woche anstehenden Treffen der amerikanische Notenbank keine direkten Gefahren ausgehen sollten, bleibt das Bankhaus für den Rentenmarkt vorsichtig.
Devisen: Euro pendelt sich über 1,37 Dollar ein
Der Euro hat sich am Montag über der Marke von 1,37 amerikanischen Dollar eingependelt. Die Gemeinschaftswährung kostete am Morgen 1,3738 Dollar. Der Dollar war damit 0,7279 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagmittag auf 1,3765 (Donnerstag: 1,3657) Dollar festgesetzt. „Die Woche dürfte nicht mit steigenden, den Dollar stützenden Zinserwartungen bezüglich der amerikanische Notenbank Fed verbunden sein“, erwartet die Landesbank Hessen-Thüringen. Die amerikanische Notenbank entscheidet am Dienstag über den Leitzins. Zudem habe sich das technische Umfeld für den Euro deutlich aufgehellt. Der Test der Marke von 1,38 Dollar sei zwar am Freitag zunächst gescheitert, andere Hürden seien aber mühelos überwunden worden.
Aktien in Tokio schließen behauptet
Der Tokioer Aktienmarkt hat sich am Montag wenig bewegt. Investrust-CEO Hiroyuki Fukunaga sagte, die Anleger hätten vor der Sitzung der japanischen Notenbank am Dienstag und Mittwoch keine Positionen aufbauen wollen. Der Nikkei-225-Index schloss 1 Punkt höher bei 10.752. Für den Topix ging es um 0,3 Prozent oder 3 aufwärts auf 939 Punkte. Der Markt habe zuletzt deutlich zugelegt, daher seien die Anleger nun vorsichtig gewesen, meinte Fukunaga. Zudem habe die Schwäche an anderen asiatischen Börsen die Stimmung getrübt. Reedereiaktien wurden von dem gestiegenen Baltic Dry Index für Frachtraten beflügelt. Mitsui OSK gewannen 2,1 Prozent auf 630 Yen und Nippon Yusen 2,6 Prozent auf 354 Yen. Auch für Brokeraktien ging es aufwärts: Nomura legten um 2,5 Prozent zu auf 685 Yen. Die Aktien von Exporteuren litten dagegen unter Gewinnmitnahmen. Toshiba sanken um 1,8 Prozent auf 432 Yen, Advantest um 0,9 Prozent auf 2.195 Yen und Kyocera um 1 Prozent auf 1.192 Yen. JVC Kenwood Holdings brachen bei hohem Volumen um 14 Prozent auf 37 Yen ein. Ein Manager eines Brokers erklärt die Verluste damit, dass der Elektronik-Anbieter am Freitag nachbörslich mitgeteilt hatte, nach Untersuchungen wegen unzulässigen Buchhaltungsmethoden einige seiner vergangenen Ergebnisse geändert zu haben und nun für das laufende Geschäftsjahr einen schwereren Verlust zu erwarten.
Aktien in Seoul schließen leichter
Ängste vor geldpolitischen Straffungsmaßnahmen in China haben den südkoreanischen Aktienmarkt am Montag leichter schließen lassen. Der Kospi sank um 0,8 Prozent oder 13 auf 1.650 Punkte. Analyst Kwak Joong-bo von Hana Daetoo Securities sagte, nach dem Ende des Nationalen Volkskongresses in China seien wieder Ängste aufgekommen, dass dort die Mindestreserveanforderungen oder die Kreditzinsen für Banken angehoben werden könnten. Nach den jüngsten Kursgewinnen sei es zudem Zeit gewesen für eine Atempause, ergänzte er. Analyst Kim Seong-bong von Samsung Securities sagte, die Anleger hätten sich auf kurzfristige Gewinnmitnahmen konzentriert, da es wegen der verlangsamten Konjunktur- und Gewinndynamik in Südkorea an Zuversicht bezüglich der künftigen Indexentwicklung mangele. Für Finanzwerte ging es nach den deutlichen Zuwächsen der vergangenen Woche abwärts. KB Financial sanken um 1,7 Prozent auf 51.100 Won, Korea Exchange Bank um 2,8 Prozent auf 13.900 Won und Daewoo Securities um 1,7 Prozent auf 19.800 Won. Auch Technologiewerte tendierten schwächer, was Analysten mit der nachlassenden Gewinndynamik des ersten Quartals im Vergleich zum vorangegangenen Quartal erklärten. Samsung Electronics fielen um 1,3 Prozent auf 768.000 Won und LG Display um 0,3 Prozent auf 35.900 Won. Asiana Airlines erholten sich dagegen um 3,2 Prozent auf 3.820 Won nachdem die Korea Development Bank einen Medienbericht von Freitag dementiert hatte, wonach sie im Gegenzug für eine Kapitalspritze über 120 Milliarden Won eine Kapitalherabsetzung bei Asiana verlange. Automobiltitel legten dank des Anstiegs des Dollars zum Won zu. Kia Motors gewannen 1,2 Prozent auf 21.350 Won.
Aktien in China schließen mit Angst vor Geldpolitik schwächer
Ängste vor einer weiteren geldpolitischen Straffung haben den chinesischen Aktienmarkt am Montag schwächer schließen lassen. Der Shanghai-Composite-Index sank bei dünnem Volumen um 1,2 Prozent oder 36 Punkte auf 2.977, den niedrigsten Schlussstand seit dem 9. Februar. Der Shenzhen Composite verlor 1,1 Prozent oder 12 Punkte auf 1.135. In Hongkong ging es für den Hang-Seng-Index um 0,6 Prozent oder 131 auf 21.079 Punkte abwärts. Das Handelsvolumen für den Shanghai Composite verkleinerte sich auf 76,6 Milliarden Yuan, den geringsten Umfang seit dem 12. Februar. Analyst Ci Weixiang von Guotai Junan Securities sagte, es habe in der vergangenen Wochen zwar keine Straffung gegeben, das bedeute jedoch nicht, dass sie vom Tisch sei. Stahltitel führten die Verlierer an nachdem der „21st Century Business Herald“ am Samstag berichtet hatte, dass mehrere Stahlwerke sich an die Staatsführung gewandt hätten, damit sie bei den Auseinandersetzungen mit den weltweiten Erzminen um die Preise interveniert. Analyst Zhang Gang von Southwest Securities sagte, dass auch Ängste vor weiteren Maßnahmen zur Abkühlung des Immobilienmarktes und der Stahlnachfrage den Sektor belastet hätten. Baoshan Iron & Steel fielen um 2,6 Prozent auf 8,13 Yuan und Hebei Iron & Steel um 3 Prozent auf 5,45 Yuan. Nach rückläufigen Kohlepreisen ging es für die Aktien von Kohleminenbetreibern abwärts. China Shenhua Energy sanken um 2,2 Prozent auf 28,14 Yuan und Datong Coal Industry um 2,8 Prozent auf 33,50 Yuan. China Merchants Bank verbilligten sich um 2,6 Prozent auf 14,89 Yuan. Die Aktie war im Zusammenhang mit einer Kapitalerhöhung für sechs Sitzungen vom Handel ausgesetzt gewesen.
Neuigkeiten und Kursbewegungen nach Börsenschluss an der Wall Street
Die Aktienkurse im nachbörslichen amerikanischen Handel tendierten am Freitag nahezu unverändert. Der Nasdaq After Hours Indicator fiel um 0,04 Punkte auf 1931,37 Zähler.
Die Aktien der Citigroup haben am Freitagabend im nachbörslichen amerikanischen Handel die deutlichen Verlusten des regulären Geschäfts noch ausgedehnt. Die Aktie sank um 0,3 Prozent auf 3,69 Dollar. Im regulären Handel hatten die Titel 5 Prozent verloren und damit einen sieben Sitzungen andauernden Aufwärtstrend unterbrochen. Im nachbörslichen Geschäft erholten sie sich zeitweise bis auf 4,08 Dollar, konnten das Plus aber nicht halten. Die Papiere von Orexigen stiegen um 2,8 Prozent auf 6,74 Dollar. Das Biotechnologieunternehmen hat eine langfristige Vereinbarung mit Pantheon zur Herstellung des Medikaments „Contrave“ abgeschlossen.
Wall Street schließt am Freitag kaum verändert
Dank eines Schlussspurts haben an Wall Street zumindest die Standardwerte am Freitag den Sprung in positives Terrain zum Handelsende geschafft. Im Spannungsfeld positiver Einzelhandelsdaten und eines schwachen Verbrauchervertrauens pendelten die Indizes über weite Strecken um die Vortagesschlussstände. Der Dow-Jones-Index gewann 0,1 Prozent oder 13 Punkte auf 10.625. Der S&P-500-Index scheiterte mit einem nachhaltigen Ausbruch über das alte Jahreshoch von 1.150 Zählern und schloss nahezu unverändert auf diesem Stand. In der Spitze markierte er bei 1.153 Punkten einen neuen Jahreshöchststand. Im S&P-500-Index waren es vor allem die zuletzt so gefragten Finanzwerte, die den Ausbruchsversuch zunichte machten und im Schnitt 0,4 Prozent abgaben. Der technologielastige Nasdaq-Composite-Index sank um 1 Punkt auf 2.368. Umgesetzt wurden 1,05 (Donnerstag: 0,97) Milliarden Aktien. Dabei standen 1.683 Kursgewinnern 1.356 -verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 126 Titel. Marktteilnehmer nannten als Bremsklotz den schwächer als erwartet ausgefallenen Index der Universität Michigan zum amerikanische Verbrauchervertrauen im März. Der Indikator war auf 72,5 Punkte nach 73,6 im Vormonat zurückgegangen, während Prognosen von einer leichten Verbesserung auf 73,8 Zähler ausgegangen waren. „Das amerikanische Verbrauchervertrauen bleibt damit weiter schwach. Zwar erholte sich der Index trendmäßig in den letzten Monaten, allerdings wenig dynamisch. Immer wieder prägen Rückschläge das Bild, was für eine große Verunsicherung unter den amerikanische Konsumenten spricht“, meinte ein Volkswirt der Postbank. Angesichts der überkauften Marktlage sei es vor dem Wochenende auch zu moderaten Gewinnmitnahmen gekommen, fügte ein Marktteilnehmer an. Das positive Signal der amerikanische Einzelhandelsumsätze habe sich daher nicht durchsetzen können. Diese waren im Februar um 0,3 Prozent gegenüber Januar gestiegen, obwohl hier ein Rückgang prognostiziert wurde. Etwas getrübt wurde die gute Entwicklung im Februar durch eine Abwärtsrevision des Januar-Ergebnisses auf plus 0,1 Prozent von plus 0,5 Prozent.
Konjunktursensitive Werte gehörten unter den Standardwerten zu den klaren Gewinnern. So klettern GE um 3,4 Prozent auf 17,04 Dollar, Caterpillar um 2,5 Prozent auf 60,38 Dollar, American Express um 1,6 Prozent auf 40,76 Dollar und Home Depot um 1 Prozent auf 32,45 Dollar. Auf der Verliererseite fanden sich Pfizer wider, die um 1,2 Prozent auf 17,08 Dollar fielen. Der Pharmakonzern hat in zwei klinischen Studien nicht die erhofften Erfolge zweier Krebsmittel nachweisen können. Im breiteren Markt gerieten Finanzwerte mit Staatsbeteiligung unter Druck, die in der laufenden Woche bislang sehr gut gelaufen waren. Citigroup büßten 5 Prozent, Fannie Mae 1,8 Prozent, Freddie Mac 0,8 Prozent und American International Group 2,5 Prozent ein. National Semiconductor gewannen 0,3 Prozent auf 14,38 Dollar, der Halbleiterkonzern hat für das vierte Quartal einen Umsatz über Markterwartung in Aussicht gestellt. United Technologies hat den Ausblick für die Aufzugtochter Otis gesenkt, Anleger schickten die Aktie 0,7 Prozent auf 71,53 Dollar talwärts. Pacific Sunwear brachen um 15,5 Prozent auf 4,86 Dollar ein. Der Einzelhändler hat für das erste Quartal einen Verlust von 0,32 bis 0,38 Dollar je Aktie in Aussicht gestellt, während Analysten bislang einen Fehlbetrag von 0,14 Dollar erwartet haben. Charles Schwab ermäßigten sich um 3,5 Prozent auf 18,43 Dollar. Der Wertpapierhändler hat gewarnt, dass die Ergebnisse des ersten Quartals unter denen des vierten liegen dürften.
Amerikanische Anleihen schlossen am Freitag freundlich
In Reaktion auf das deutlich eingetrübte Verbrauchervertrauen haben die Notierungen der amerikanische Staatsanleihen am Freitag im Verlauf ins Plus gedreht und sich im späten New Yorker Geschäft freundlich gezeigt. Die Kurse zehnjähriger Titel mit einem Kupon von 3,625 Prozent stiegen um 8/32 auf 99-13/32. Die Papiere rentierten mit 3,7e02 Prozent. Die Notierung der mit 4,625 Prozent verzinsten 30-jährigen Staatsanleihe zog um 21/32 auf 99 31/32 an, ihre Rendite fiel von 4,668 auf 4,626 Prozent. Der an der Universität Michigan berechnete Index für die Verbraucherstimmung in den Vereinigten Staaten war im März auf 72,5 nach 73,6 im Vormonat gesunken, Ökonomen hatten den Indexstand bei 73,8 erwartet. Da rund 70 Prozent des amerikanische BIP vom Privatkonsum abhingen, habe der Markt die Daten sehr ernst genommen, hieß es im Handel. Allerdings lieferte der Privatkonsum auch ermutigende Signale, die den Rentenmarkt zunächst belastet hatten. Die amerikanische Einzelhändler haben im Februar trotz der Schneestürme und entgegen den Erwartungen steigende Umsätze verbucht. „Mit den Daten zum Verbrauchervertrauen ist eine Menge Geld in das lange Ende des Marktes geflossen“, sagte ein Rentenhändler. Mit dem vorangegangenen Fall der amerikanische Anleihen im Zuge der positiven Einzelhandelserlöse seien die Renditen auf ein Niveau bewegt worden, das dann insbesondere Vermögensverwalter angelockt habe. „Lebensversicherer und Pensionsfonds schätzen die 30-jährigen Papiere auf diesem Niveau weiterhin sehr“, ergänzte Rentenhändler Richard Volpe von RBS Securities. Marktteilnehmer hätten den Blick aber auch bereits auf die Sitzung des Offenmarktausschusses der amerikanische Notenbank gerichtet, so Stimmen aus dem Handel. Zwar besteht am Markt kaum ein Zweifel, dass die Federal Reserve ihre extrem niedrigen Leitzinsen bestätigen wird. Allerdings werde die Wortwahl genau auf mögliche Hinweise über den Zeitpunkt der Zinswende geprüft, sagten Händler. Dazu passte die Nachricht, wonach Präsident Barack Obama Janet Yellen, die Präsidentin der Federal Reserve in San Francisco, zur Vizepräsidentin der amerikanischen Notenbank küren will. Sie gilt als klare Verfechterin der Niedrigzinspolitik zur Überwindung der Krise. Am Markt hat diese Personalie die Erwartung geschürt, dass eine Zinswende noch in weiter Ferne liegt.
Aktienmärkte Lateinamerikas schließen am Freitag uneinheitlich
Die größeren lateinamerikanischen Börsen haben sich am Freitag den fünften Tag in Folge uneinheitlich entwickelt. An der größten Börse des Subkontinents im brasilianischen Sao Paulo fiel der Bovespa um 0,78 Prozent auf 69.341,38 Punkte. Der IPC in Mexiko-Stadt ging nach einem Minus von 0,08 Prozent nahezu unverändert aus dem Handel. Ein Plus von 1,19 Prozent gab es hingegen beim Merval in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.339,94 | +0,38% |
| FAZ-INDEX | 1.377,69 | −0,11% |
| TecDAX | 752,47 | +0,08% |
| MDAX | 10.196,40 | −0,34% |
| SDAX | 4.817,28 | +0,29% |
| REX | 434,70 | −0,15% |
| Eurostoxx 50 | 2.161,87 | +0,25% |
| F.A.Z. EURO | 69,61 | +0,13% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| Nasdaq 100 | 2.527,05 | −0,17% |
| S&P500 | 1.317,82 | −0,22% |
| Nikkei225 | 8.580,39 | +0,20% |
| EUR/USD | 1,2515 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |
| Bund Future | 144,35 € | +0,25% |