Etwas fester und damit von dem herben Rücksetzer des Vortags erholt ist der deutsche Aktienmarkt in den Dienstag gestartet. Bis 9.58 Uhr gewinnt der Dax 0,4 Prozent oder 26 auf 7.054 Punkte. Charttechnisch trifft der deutsche Leitindex im Bereich von 7.080 Punkten auf Widerstand, Unterstützung findet sich auf dem Niveau von 6.985 Punkten. Für neue Impulse könnten am Vormittag Einkaufsmanagerindizes aus dem Gemeinsamen Währungsgebiet für April sorgen. Aus den Vereinigten Staaten werden am Nachmittag Daten zum Immobilienmarkt im März erwartet. Im Fokus dürfte allerdings die Aufnahme griechischer Staatsanleihen im Volumen von 1,25 Milliarden Euro mit 13 Wochen Laufzeit am Vormittag stehen. Am Montag sorgte unter anderem die neuerliche Diskussion um einen Schuldenschnitt für die Hellenen für kräftige Kursverluste an den europäischen Börsen. Im frühen Geschäft sind vor allem die Automobilwerte gesucht. BMW steigen um 2,3 Prozent auf 58,50 Euro, VW um 1,9 Prozent auf 113,40 Euro und Daimler um 1,8 Prozent auf 49,51 Euro. Am Morgen hat Faurecia als erster europäischer Automobilzulieferer gute Umsatzzahlen für das Auftaktvierteljahr 2011 veröffentlicht. Der starke Anstieg von 27 Prozent im Geschäft mit Technologie zur Emissionskontrolle belege die starke Nachfrage im Bereich Umwelttechnik, die sich immer mehr als Wachstumstreiber im Automobilgeschäft erweise, sagt ein Händler.
Nach wie vor von den unerwartet am Vortag veröffentlichten guten Rumpfzahlen für das zweite Quartal getragen geht es für Infineon um 1,2 Prozent auf 7,20 Euro nach oben. Dass der Halbleiterhersteller in einem von Unsicherheiten geprägten Umfeld nicht nur gute Zahlen vorlege, sondern auch einen vielversprechenden Ausblick auf das kommende Vierteljahr wage, sei eine positive Überraschung gewesen, erklärt UniCredit-Analyst Günther Hollfelder. ThyssenKrupp erholen sich von den herben Vortagsverlusten und verteuern sich um 1,3 Prozent auf 28,92 Euro. Gleiches gilt für Salzgittger aus dem MDax, die Aktien ziehen um 1,7 Prozent auf 51,63 Euro an. Beide Stahlkocher litten am Vortag nicht nur unter der Risikoscheu der Anleger, sondern auch unter einem negativen Kommentar von Goldman Sachs. Kaum integriert und zu wenig Geschäft in Schwellenländern warfen die Analysten beiden Unternehmen vor. Noch dazu werden die Kurse von Berichten gestützt, denen zufolge die südkoreanische Posco erstmals seit Juli 2010 die Preise für ihre wichtigsten Produkte anheben will. SAP legen um 1,2 Prozent auf 44,33 Euro zu. Die Analysten von Morgan Stanley haben die Anlageempfehlung für die Aktien der Softwareschmiede auf „Overweight“ von „Equalweight“ angehoben. Am anderen Ende des Kurszettels leiden die Versorgertitel unter gesenkten Kurszielen durch Goldman Sachs. Eon geben um 0,4 Prozent auf 21,67 Euro nach, RWE um 0,7 Prozent auf 45,16 Euro.
Renten-Futures starten nach Vortags-Rally knapp behauptet
Nach dem kräftigen Schluck aus der Pulle am Vortag sind die deutschen Renten-Futures knapp behauptet in den Dienstag gestartet. Zu Wochenbeginn sorgten der Wahlerfolg der „Wahren Finnen“, die Diskussion um einen Schuldenschnitt für Griechenland und der gesenkte Ausblick der Rating-Agentur S&P für die Bonität der Vereinigten Staaten für eine Flucht der Anleger in Europas Benchmark-Staatsanleihen. Bis 8.42 Uhr verliert der Bund-Future mit Fälligkeit im Juni 11 Ticks auf 122,33 Prozent. Das Tageshoch liegt zu diesem Zeitpunkt bei 122,65 Prozent, das -tief bei 122,27 Prozent. Umgesetzt wurden bislang 63.244 Kontrakte. Für den BOBL-Future mit Fälligkeit im Juni geht es um 9 Ticks auf 115,08 Prozent nach unten. Für neue Impulse könnten am Vormittag Einkaufsmanagerindizes aus dem Gemeinsamen Währungsgebiet für April sorgen. Aus den Vereinigten Staaten werden am Nachmittag Daten zum Immobilienmarkt im März erwartet. Im Fokus dürfte allerdings die Aufnahme griechischer Staatsanleihen im Volumen von 1,25 Milliarden Euro mit 13 Wochen Laufzeit am Vormittag stehen. Auf Widerstand treffen die Bund-Futures im Tageshandel bei 122,60 Prozent, dort verläuft der seit Ende August 2010 bestehende Abwärtstrend. Unterstützung findet sich um 121,70 Prozent.
Nach dem Absturz zeigt der Euro Erholungsansätze
Nachdem der Wahlerfolg der „Wahren Finnen“ und die Diskussion um einen Schuldenschnitt für Griechenland den Euro am Vortag rund 2 amerikanische Cent gekostet haben, zeigt er am Dienstagmorgen erste Erholungsansätze. Zum Start des europäisch geprägten Devisenhandels wechselt die Gemeinschaftswährung für 1,4230 Dollar den Besitzer. Im asiatisch dominierten Devisengeschäft notierte sie im Tagestief noch bei 1,4206 Dollar. Währungsanalysten verweisen zur Begründung der mittlerweile offenbar gestoppten Talfahrt auf die Senkung des Ausblicks für die Bonität der Vereinigten Staaten durch die Rating-Agentur S&P. Diese bilde ein gewisses Gegengewicht. Gleichzeitig deute die Diskussion in der amerikanischen Notenbank darauf hin, dass die Federal Reserve nicht abrupt aus ihrer Politik der quantitativen Lockerung aussteigen werde. „Jetzt wird bereits wieder über die Reinvestition von fällig gewordenen Mitteln gesprochen. Das war auch im vergangenen Jahr die Vorstufe für die zweite Runde der Geldmengenausweitung“, sagt ein Devisenhändler. Quantitative Lockerungen bringen Inflationsgefahren mit sich, die Währungen aus diesen Räumen werden daher von den Anlegern gemieden. Für neue Impulse könnten am Vormittag Einkaufsmanagerindizes aus dem Gemeinsamen Währungsgebiet für April sorgen. Aus den Vereinigten Staaten werden am Nachmittag Daten zum Immobilienmarkt im März erwartet. Im Fokus dürfte allerdings die Aufnahme griechischer Bonds im Volumen von 1,25 Milliarden Euro mit 13 Wochen Laufzeit am Vormittag stehen. ie Feinunze Gold kostet am Dienstagmorgen 1.490,50 Dollar nach 1.493,00 Dollar zum Londoner Nachmittag-Fixing am Vortag.
Börsen in Tokio schließen schwach - amerikanischer Bonitätsausblick belastet
Der negative Bonitätsausblick der Ratingagentur Standard & Poor's für die Vereinigten Staaten und der festere Yen haben am Dienstag an der Börse in Tokio für deutlich nachgebende Kurse gesorgt. Der Nikkei-225 verlor 1,1 Prozent oder 116 auf 9.441 Punkte. Für den Topix ging es um 1 Prozent oder 9 Zähler nach unten auf 828. Die Stimmung am Markt sei zusätzlich getrübt worden von den mit Enttäuschung aufgenommenen Erstquartalszahlen und Ausblick von Texas Instruments nach amerikanische Börsenschluss am Montag, hieß es. Der Markt befürchte negative Rückschlüsse für die japanischen Chiphersteller und warte nun gespannt auf die Zahlen von Intel im späteren Tagesverlauf und von Apple am Mittwoch. Nachdem Texas Instruments auch das Beben in Japan für das Ergebnis mit verantwortlich gemacht habe, preise der Markt nun noch einmal verstärkt die Katastrophe in die Kurse ein, hieß es im Handel. Advantest verloren 3,2 Prozent auf 1.405 Yen und Elpida Memory 4,8 Prozent auf 1.117 Yen. TDK verloren 7,5 Prozent auf 3.980 Yen, nachdem Goldman Sachs das Kursziel auf 4.800 von 5.300 Yen gesenkt hatte. Toshiba (unv. 401 Yen) hielten sich besser als der breite Markt, gestützt von einem Bericht, wonach das Unternehmen erstmals seit drei Jahren wieder einen Nettogewinn ausweisen dürfte.
Tepco verloren 4,3 Prozent auf 447 Yen nach Berichten der Atomaufsichtsbehörde des Landes, wonach Brennstäbe im schwer beschädigten Atomkraftwerkskomplex Fukushima geschmolzen sein sollen. Kaufempfehlungen von Deutsche Securities sorgten dagegen für Kursgewinne bei Isuzu Motors (+1,9 Prozent auf 324 Yen) und Hino Motors (+1,1 Prozent auf 381 Yen). Beide Lkw-Hersteller seien stark in wachstumsträchtigen Schwellenländern positioniert, begründeten die Analysten ihre positive Einschätzung. Andere exportsensitivere Automobilwerte litten dagegen neben den Schuldenkrisen in Europa und nun möglicherweise auch den Vereinigten Staaten unter dem starken Yen, wie es hieß. Hinzu kämen die Produktionsprobleme angesichts der Folgeschäden nach dem verheerenden Erdbeben vom 11. März. Toyota Motor büßten 3,1 Prozent ein auf 3.125 Yen und Honda Motor 1,1 Prozent auf 2.948 Yen. Zu den Tagesverlierern gehörten auch Banken aus der am stärksten betroffenen Erdbebenregion, nachdem die 77 Bank ihren Gewinnausblick gesenkt hatte. Zudem kündigte die Bank an, möglicherweise eine Liquiditätsspritze öffentlicher Fonds zu beantragen. 77 Bank gaben um 1,9 Prozent nach auf 367 Yen, Toho Bank um 6,1 Prozent auf 184 Yen und Bank of Iwate um 7,1 Prozent auf 2.968 Yen. Besser als der breite Markt zeigten sich zum Teil die Papiere der Lebensversicherer, nachdem sich die Anleihemärkte angesichts der Senkung des amerikanische Bonitätsausblick widerstandsfähig gezeigt hatten. Dai-ichi Life Insurance gaben um 1,4 Prozent nach auf 123.400 Yen, während MS&AD Insurance Group Holdings 1,3 Prozent auf 1.880 Yen gewannen.
Börse in Seoul schließt leichter
Der negative Bonitätsausblick der Ratingagentur Standard & Poor's für die Vereinigten Staaten und eine weltweit eingetrübte Stimmungslage haben am Dienstag für leichtere Kurse an der Börse in Seoul gesorgt. Der Kospi ging mit einem Minus von 0,7 Prozent oder 15 Punkten auf 2.123 Zählern aus dem Handel. Ausländische Investoren hätten nun am sechsten Handelstag in Folge mehr Aktien ver- als gekauft, hieß es weiter. Analysten erwarten auch in den kommenden Tagen moderate Korrekturen und sehen den Kospi für den Rest der Woche in einem Bereich von 2.100 bis 2.155 Punkten. Im Automobil- und Chemiesektor realisierten Investoren Gewinne aus den jüngsten Kursanstiegen. Hyundai Motor verloren 0,2 Prozent auf 225.500 Won, SK Innovation gaben 2,4 Prozent auf 219.500 Won nach. Der Finanzsektor litt unter anhaltenden Sorgen, heimische Banken hätten zu viele Kredite an finanziell angeschlagene kleinere bis mittelgroße Baufirmen vergeben. Woori Finance Holdings büßten 0,7 Prozent auf 13.600 Won ein, Hana Financial Group fielen um 1,4 Prozent auf 44.850 Won. LG Chem gewannen 1,4 Prozent auf 520.000 Won, da Anleger auf gute Gewinnkennzahlen des Unternehmens zum ersten Quartal gewettet hätten, hieß es.
Börsen Chinas zeigen sich mittags schwach - Rohstoffwerte Tagesverlierer
Die Börsen in China schließen sich am Dienstag den international gesehenen Verlusten nach der Ausblicksenkung für die Bonitätsbewertung der Vereinigten Staaten durch Standard & Poor's an. Der Shanghai Composite Index verliert zum Mittag (Ortszeit) 1,9 Prozent auf 3.000 Punkte, während es für den HSI in Hongkong um 1,3 Prozent auf 23.525 Zähler nach unten geht. Der Index in Schanghai befinde sich damit auf einem psychologischen Unterstützungsniveau, heißt es im Handel. Die nächste technische Haltemarke liege dann bei 2.950 Punkten. Huatai United Securities zeigt sich angesichts der guten fundamentalen Lage des Landes und der moderaten Bewertung zuversichtlich, dass das Potential des Marktes nach unten begrenzt ist. Unter Gewinnmitnahmen litten der Finanz- und der Immobiliensektor, verkauft würden aber auch Papiere von Rohstoffunternehmen vor dem Hintergrund gesunkener Rohstoffpreise, so Teilnehmer. Unter den Einzelwerten verlieren Chalco 4 Prozent und Jiangxi Copper fast 3 Prozent. China Shenhua Energy büßen fast 4 Prozent ein und China Coal Energy knapp 3 Prozent.
Ölpreise - weitere Konsolidierung auf sehr hohem Niveau
Die Ölpreise sind am Dienstag weiter gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Juni kostete im frühen Handel 121,34 amerikanische Dollar. Das waren 27 Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Mai-Lieferung sank um 49 Cent auf 106,63 Dollar. Bereits zu Wochenbeginn waren die Ölpreise deutlich zurückgegangen. Händler verwiesen vor allem auf die drohende Herabstufung der Kreditwürdigkeit der Vereinigten Staaten seitens der größten Ratingagentur Standard & Poor's als Belastungsfaktor. Zudem herrscht am Markt die Sorge vor, die hohen Ölpreise könnten die Rohölnachfrage bremsen. Unterstützend wirken auf der anderen Seite die anhaltenden Unruhen in der arabischen Welt, allen voran in Libyen.
Neuigkeiten und Kursbewegungen nach Börsenschluss an der Wall Street
Gut gehalten präsentierten sich die Aktienkurse im nachbörslichen amerikanischen Handel am Freitag im Vergleich zum regulären Geschäft. Der Nasdaq After Hours Indicator stieg um 3,35 Punkte auf 2310,93 Zähler.
Die Aktien von Texas Instruments (TI) haben am Montag im nachbörslichen Handel Kursverluste verzeichnet, nachdem die Quartalszahlen des Unternehmens mit Enttäuschung aufgenommen worden waren. Die Titel fielen um 1,5 Prozent auf 34,26 Dollar. Im ersten Quartal dieses Jahres verdiente TI 666 Millionen Dollar oder 0,55 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 3,4 Milliarden Dollar. Analysten hatten das Ergebnis je Aktie auf 0,58 Dollar und den Umsatz auf 3,4 Milliarden Dollar geschätzt. Für das zweite Quartal stellte das Unternehmen einen Umsatz von 3,41 Milliarden bis 3,69 Milliarden Dollar und ein Ergebnis je Aktie von 0,52 bis 0,60 Dollar in Aussicht. Analysten hatten bislang mit einem Zweitquartalsumsatz von 3,53 Milliarden Dollar und einem Ergebnis je Aktie von 0,63 Dollar gerechnet.
Wall Street schließt am Montag schwächer
Der gesenkte Kreditausblick für die Vereinigten Staaten durch die Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P) hat zu Wochenbeginn an Wall Street für deutlich nachgebende Kurse gesorgt. S&P bestätigte zwar das bisherige Rating mit 'AAA' für die amerikanische Staatsschulden, senkte allerdings den Ausblick auf „negativ“. Belastet wurde das Sentiment zudem von einer erneuten Straffung der chinesischen Geldpolitik. Die Notenbank hat die Mindestreserve um einen halben Prozentpunkt erhöht und damit deutlicher als erwartet. Nachrichten aus dem Unternehmenssektor traten dagegen fast vollständig in den Hintergrund. Immerhin schafften es die Kurse, sich in den letzten beiden Handelsstunden von ihren Tagestiefs wieder ein gutes Stück zu entfernen. Der Dow Jones Index für 30 Industriewerte (DJIA) verlor 1,1 Prozent oder 140 auf 12.202 Punkte, nachdem er kurz nach der Eröffnung schon bis auf das Tagestief bei 12.094 Punkten gefallen war. Der S&P-500 verlor 1,1 Prozent oder 15 auf 1.305 Punkte und schaffte damit wieder den Sprung über die wichtige Marke von 1.300 Punkten. Der Nasdaq-Composite verzeichnete ein Minus von 1,1 Prozent oder 29 auf 2.735 Punkte. Umgesetzt wurden an der NYSE 1,03 (Freitag: 1,04) Milliarden Aktien. Dabei standen den 576 Kursgewinnern und 2.445 -verlierer gegenüber. 82 Aktien schlossen unverändert.
Die Ratingagentur begründete die Prüfung des Ratings mit den vergleichsweise sehr hohen Budgetdefiziten und der zunehmenden Staatsverschuldung. Nach Ansicht von Analysten könnte der „Schuss vor den Bug“ aber möglicherweise helfen, die schwierige Haushaltslage schneller zu überwinden. S&P scheine nämlich vor allem beim politischen Willen zum nachhaltigen Sparen Probleme zu sehen - so werde explizit auf das Risiko hingewiesen, dass sich die amerikanische Politiker nicht auf einen mittel- und längerfristigen Plan zu einer Haushaltskonsolidierung einigen könnten, hieß es von einem weiteren Analysten. Die aktuelle Anpassung des Ausblicks der Kreditwürdigkeit durch S&P sollte helfen, allen Beteiligten die Brisanz der anstehenden Aufgaben klar werden zu lassen. Die Konjunkturdaten des Tages konnten keinen Impuls setzen. Der Stimmungsindex für das Bau-Gewerbe des Branchenverbands NAHB für April war auf dem Vormonatswert von 17 Punkten erwartet worden, kam dann aber leicht schwächer mit 16 Punkten herein. Die amerikanische Berichtssaison trat etwas in den Hintergrund. Trotzdem berichten allein in dieser Woche rund 100 Unternehmen aus dem SP-500-Index. Nach Börsenschluss veröffentlichte unter anderem der Halbleiterkonzern Texas Instruments seine Ergebnisse. Am Dienstag folgen dann Intel, Johnson & Johnson, Goldman Sachs, Yahoo! und IBM. Die Berichtssaison sei bislang aber ohne größere Überraschungen verlaufen und konnte den Markt in keine Richtung nachhaltig bewegen, so ein Analyst.
Die Zahlen der Citigroup für das erste Quartal lagen knapp über der Erwartung. Mit 0,10 Dollar wurde die Prognose von 0,09 Dollar leicht übertroffen. Allerdings wartete das Institut mit zahlreichen Kreditausfällen auf. Analysten wiesen auf die recht schwierige Interpretation der Zahlen solcher Finanzkonglomerate hin. Die Aktie ging nach zwischenzeitlichen Gewinnen unverändert bei 4,42 Dollar aus dem Handel. Im DJIA führten vor allem Konjunkturwerte die Verliererliste an. So fielen Caterpillar um 3,1 Prozent auf 103,90 Dollar, Dupont reduzierten sich um 2 Prozent auf 53,80 Dollar und Bank of America gaben um 3,1 Prozent auf 12,42 Dollar nach. Als einziger Wert schafften es Boeing in positives Terrain und schlossen mit einem Aufschlag von 0,3 Prozent bei 72,79 Dollar. Die Aktien von Texas Instruments reagierten nachbörslich mit deutlichen Abschlägen auf die Bekanntgabe der Ergebnisse für das erste Quartal. So fiel der Gewinn je Aktie noch unter der Prognose des Unternehmens aus. Zur Begründung wurde auf das Erdbeben in Japan verwiesen, was einige Fabriken beschädigt und zu einer sinkenden Nachfrage geführt habe. Allerdings sei die Auftragslage stark und die operative Erholung verlaufe positiv. Texas Instruments hatten den regulären Handel mit einem Minus von 0,6 Prozent bei 34,79 Dollar beendet. Die Quartalsergebnisse von Halliburton wurden mit einem Aufschlag von 0,7 Prozent auf 47,14 Dollar honoriert. Der Öl-Ausrüster konnte seine Gewinne zwar mehr als verdoppeln, lag jedoch leicht unter Analystenkonsens. Laut dem CEO des Unternehmens gebe es für das laufende Jahr aber noch „deutlichen Spielraum“ für Verbesserungen.
Amerikanischer Rentenmarkt trotzt der Warnung von S&P
Nachdem der gesenkte Kreditausblick für die Vereinigten Staaten durch die Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P) zu Handelsbeginn in New York noch für Abgaben, vor allem am langen Ende des Marktes, gesorgt hatte, kam es im weiteren Verlauf zu einer Erholung. Im späten Geschäft lagen die Notierungen dann wieder durchweg im positiven Terrain. Händler sprachen von „Konfusion“ im Markt, da die Investoren auf solch eine Abstufung gar nicht vorbereitet waren. Die Umsätze hätten sich allerdings im normalen Rahmen bewegt. Die Kurse zehnjähriger Anleihen mit einem Kupon von 3,625 Prozent erhöhten sich um 8/32 auf 102-1/32. Die Papiere rentierten mit 3,376 Prozent, nach 3,41 Prozent am Freitag. Der Kurs der mit 4,750 Prozent verzinsten 30-jährigen Staatsanleihe kletterte um 6/32 auf 104-25/32 nach oben. Ihre Rendite fiel von 4,469 auf 4,457 Prozent. S&P bestätigte zwar das bisherige Rating mit 'AAA' für die amerikanische Staatsschulden, senkte allerdings den Ausblick auf „negativ“. Die Ratingagentur begründete die Prüfung des Ratings mit den vergleichsweise sehr hohen Budgetdefiziten und der zunehmenden Staatsverschuldung. Die Abstufung sei jetzt „die Spitze der Eskalation im Zuge der Debatte um einen Abbau der Schulden in den Vereinigten Staaten “, hieß es. „Wir sehen ein ernstes Risiko, dass sich der Kongress nicht bis 2013 darüber einigen kann, wie die mittel- und langfristigen Haushaltsprobleme angegangen werden sollen“, hieß es in der Mitteilung der Ratingagentur. Zuletzt waren die Vereinigten Staaten nur knapp um einen sogenannten „Shutdown“ herumgekommen. Das kurze Ende des Marktes sei zudem weiterhin von den anhaltenden Sorgen bezüglich der Schuldenkrise in der Eurozone gestützt worden. Die amerikanischen Konjunkturdaten des Tages spielten vor diesem Hintergrund keine Rolle am Markt.
Börsen Lateinamerikas schließen am Montag uneinheitlich
Die größeren lateinamerikanischen Börsen haben am Dienstag uneinheitlich geschlossen. In der brasilianischen Stadt São Paulo stieg der Aktien-Index der Bovespa-Börse um 405,32 Punkte oder 0,61 Prozent auf 66.684,21 Zähler. Der IPC-Index in Mexiko-Stadt gab um 656,28 Punkte oder 1,77 Prozent auf 36.332,10 Punkte nach. Auch in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires endete der Wertpapierhandel im Minus: Dort sank der Merval-Index um 80,27 Punkte oder 2,27 Prozent auf einen Endstand von 3300,98 Zählern.
