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Blick auf den Finanzmarkt Dax flirtet mit der 6.000-Punkte-Marke

17.03.2010 ·  Der Dax hat am Mittwoch dank positiver Vorgaben Kurs auf die 6.000-Punkte-Marke genommen. In den ersten Handelsminuten ging es für den deutschen Leitindex um 0,41 Prozent auf 5.995,24 Zähler nach oben. Kurzzeitig sprang der Dax sogar bis auf 6.000,70 Punkte. Die Fortsetzung der Niedrigzinspolitik in den Vereinigten Staaten sowie die geldpolitischen Zügel durch die japanische Notenbank stehen für die Zeichen der Zeit.

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Etwas fester tendiert der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch in den Handel. Bis 9.58 Uhr steigt der Dax um 0,4 Prozent oder 25 Punkte auf 5.996 Punkte. Der Leitindex kratzt damit an der 6.000er Marke, die er im frühen Geschäft bereits mehrmals überschritten hatte. Sollte er diese Hürde nachhaltig überwinden, könnte das bisherige Jahreshoch bei 6.094 Punkte erreicht werden, sagen technische Analysten. Eine Unterstützung machen sie bei 5.900 Punkten aus. Gründe für die gute Stimmung sind Händlern zufolge in den Aussagen der amerikanischen Notenbank Fed und in den positiven Vorlagen aus den Vereinigten Staaten und Asien zu finden.

Gestützt werde die Stimmung zudem vom gestiegenen Verbrauchervertrauen in den Vereinigten Staaten. Das ABC-Verbrauchervertrauen sei in der vergangenen Woche so stark gestiegen wie nur elf Mal in den vergangenen 25 Jahren, so die Analysten von Wellenreiter-Invest. Allerdings beziehen sie sich dabei auf Veränderungsraten und scheinen zu übersehen, dass sich das Vertrauen absolut betrachtet noch auf einem sehr, sehr tiefen Niveau befindet.

Die Fed bekräftigte am Dienstagabend ihre Nullzinspolitik. Im Begleitkommentar kündigte sie überdies an, dass die Zinsen noch für einen ausgedehnten Zeitraum sehr niedrig bleiben würden. Damit beruhigten die Notenbanker Anleger, die eine Abkehr von der expansiven Geldpolitik befürchtet hatten. Auch die japanische Zentralbank hat wie erwartet ihre lockere Geldpolitik noch einmal ausgeweitet. Impulse könnten am Nachmittag von den amerikanische Erzeugerpreisen für Februar ausgehen. Volkswirte erwarten ein Minus von 0,3 Prozent gegenüber Januar, zuvor waren die Preise um 1,4 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Zudem finden Bilanzpressekonferenzen zahlreicher Dax- und MDax-Werte statt. Auf der Seite der Gewinner stehen Infineon mit einem Plus von 1,6 Prozent auf 4,53 Euro. Der Chiphersteller profitiert von günstigen Vorlagen von Intel, heißt es im Handel. Die Nachfrage nach Server-Chips habe wieder angezogen. Commerzbank legen um 3,5 Prozent auf 6,41 Euro zu.

Siemens sind im frühen Handel 1,5 Prozent fester und wechseln für 70,70 Euro den Besitzer. Nach einem Bericht des „Handelsblatt“ will Siemens die IT-Sparte SIS umstrukturieren. „Damit geht Siemens ein Problemkind an“, sagt ein Marktteilnehmer. Profitieren sollte Siemens auch von einer Steilvorlage von General Electric, die am Dienstag mit kräftigen Kursgewinnen aus dem Handel gegangen sind. Metro können ihre Gewinne vom Handelsstart nicht verteidigen. Die Aktie notiert mit 0,2 Prozent auf 42,99 Euro leicht im Minus. Das Unternehmen erhöht zwar das mittelfristige Ergebnisziel und geht beim Ebit nun mit einem jährlichen Anstieg von gut 10 Prozent statt von gut 8 Prozent aus. Heino Ruland von Ruland Research spricht jedoch von einem „Ablenkungsmanöver“. „Das gute Ebit ist seit Dienstag bekannt, mit der Prognoseerhöhung will Metro vom enttäuschenden Jahresüberschuss ablenken“, so der Analyst. Die weniger konjunkturabhängigen Titel zeigen sich gegen den Trend mit Abschlägen. Merck KGaA geben um 1 Prozent auf 60,20 Euro nach. Eon verlieren 0,5 Prozent auf 26,72 Euro und RWE 0,1 Prozent auf 64,19 Euro. Zeitungsberichte, nach denen RWE die Verwaltungsstrukturen straffen und in der Holding jede zweite Stelle abbauen wolle, wirken sich nicht positiv auf die Aktie aus.

In der zweiten Reihe gehören Lanxess zu den Verlierern mit einem Minus von 3 Prozent auf 30,77 Euro. Der Chemiekonzern hat für 2009 einen herben Gewinneinbruch erlitten. Jedoch spricht Lanxess von einem „guten Start“ in das laufende Jahr. „Die Aufträge für Gummi und Kunststoffe sind enorm stark“, so ein Marktteilnehmer. Es sei jedoch ein Wermutstropfen, dass Lanxess immer noch keinen selbsttragenden Aufschwung sehe. Rational sinken um 1,9 Prozent auf 128,55 Euro. Goldman Sachs hat die Aktie auf „Neutral“ von „Kaufen“ gesenkt. Nach positiven Analystenkommentaren legen Wincor Nixdorf um 2,4 Prozent auf 51,30 Euro zu. Goldman Sachs hat das Kursziel für die Aktie auf 67 von zuvor 61 Euro hochgenommen. Leoni steigen um 3,1 Prozent auf 15,60 Euro.

Deutscher Rentenmarkt: Gut gehalten

Für den deutschen Rentenmarkt rechneten Experten am Mittwoch nach der Zinsentscheidung der amerikanischen Notenbank mit leichten Kursverlusten bei den Festverzinslichen. Der Bund-Future dürfte sich schwer tun, seine gestrigen Kursgewinne weiter auszubauen, hieß es im Morgenkommentar der HSH Nordbank. Die Aussicht auf weiter niedrige Leitzinsen dürfte die Aktienmärkte beflügeln. Die Festverzinslichen dürften daher im Handelsverlauf als sicherer Hafen vorerst weniger nachgefragt sein, erklärten sie weiter. Der Bund-Future jedoch liegt im frühen Handel mit einem Kursgewinn von 15 Stellen bei 123.01 Prozent.

Euro weiter auf Erholungskurs

Der Euro setzt seine Aufwärtsbewegung am Mittwochmorgen fort. Während des Übergangs aus dem asiatisch in den europäisch geprägten Handel steht die Gemeinschaftswährung bei 1,3788 nach 1,3763 Dollar im späten New Yorker Handel am Dienstag. Auch der Yen legt zum Dollar etwas zu. Die japanische Notenbank hat das „Quantitative Easing“ ausgeweitet, stellt dem Markt also zusätzliche Liquidität zur Verfügung. Das sei vom Markt erwartet worden, so ein Händler. „Deshalb haben Marktteilnehmer nach der Bekanntgabe Gewinne in Dollar-Positionen mitgenommen, die im Vorfeld spekulativ aufgebaut wurden“, so ein Händler. Gestützt wird der Euro auch von der amerikanischen Notenbank. Diese hat bekräftig, dass die amerikanische Leitzinsen für einen längeren Zeitraum außergewöhnlich niedrig blieben. Neue Impulse würden nun am Nachmittag von den amerikanische Erzeugerpreisen erwartet. Aus technischer Sicht habe der Euro mit dem Überschreiten der oberen Begrenzung einer seit Wochen etablierten Handelsspanne bei 1,3720 Dollar ein Kaufsignal gegeben, mit dem sich die Erholung in den Bereich um 1,38 Dollar fortsetzen könnte, heißt es. Hier schließe sich eine weitere Widerstandszone an. Die Feinunze Gold wird aktuell mit 1.128,45 Dollar gehandelt nach einem Nachmittag-Fixing von 1.124,75 Dollar am Dienstag.

Nikkei auf Zwei-Monats-Hoch

Kursgewinne bei Technologiewerten haben die Aktienmärkte in Fernost am Mittwoch angeschoben. Auslöser für das Anleger-Interesse waren vor allem Spekulationen über Pläne des amerikanischen Chipherstellers Intel, eine positivere Geschäftsprognose vorzulegen. Schwung gab aber auch das Bekenntnis der amerikanische Notenbank Fed zu ihrer Politik des billigen Geldes. In Japan stieg der Nikkei-Index auf seinen höchsten Schlussstand seit zwei Monaten. Zusätzlichen Auftrieb gab eine weitere Lockerung der Geldpolitik durch die japanische Zentralbank. In Tokio gewann der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,2 Prozent auf 10.846 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index schloss ein Prozent im Plus bei 947 Zählern. Die Bank of Japan verdoppelte ihre im Dezember eingerichtete Liquiditätshilfe für Banken auf 20 Billionen Yen. Die Laufzeit für festverzinsliche Darlehen ließ sie bei drei Monaten. Damit kann sich die Branche weiterhin kurzfristig Geld bei ihr beschaffen. Der Yen stieg daraufhin leicht an, gab aber im Handelsverlauf einen Teil seiner Gewinne wieder ab und rutschte zweitweise auf ein Tagestief gegenüber Dollar und Euro. Die Intel-Gerüchte schürten das Interesse an japanischen Werten aus der Branche. Der Ausrüster Tokyo Electron und der Intel-Lieferant Advantest gewannen jeweils 1,4 Prozent. Der Elpida-Kurs legte 1,6 Prozent zu. Das Unternehmen profitierte zusätzlich von einem „Nikkei“-Bericht, wonach es im März zu Ende gehenden Geschäftsjahr wieder schwarze Zahlen geschrieben hat. Nissan-Aktien verteuerten sich um 2,5 Prozent. Ihnen kamen Spekulationen zu Gute, wonach sich der Konzern den Beteiligungsgesprächen seines französischen Geschäftspartners Renault mit Daimler anschließen könnte.

Börsen in Seoul schließen fest

Verstärkte Käufe ausländischer Investoren und positiv aufgenommene Aussagen der amerikanische Notenbank haben zur Wochenmitte an der Börse in Seoul für Kursgewinne gesorgt. Der Kospi verbesserte sich um 2,1 Prozent oder 35 auf 1.683 Punkte, wobei der Index im späten Handel noch einmal deutlich zulegte. Die Umsätze seien allerdings recht niedrig gewesen, so ein Teilnehmer. Der Leitzins in den Vereinigten Staaten werde „für einen ausgedehnten Zeitraum“ auf einem „außergewöhnlich niedrigen Niveau“ bleiben, hatte der Offenmarktausschuss (FOMC) der amerikanische Notenbank am Vorabend bekräftigt und damit Markterwartungen für eine erste Zinserhöhung im Herbst diesen Jahres abgeschwächt. Der Aufwärtstrend des Kospi dürfte auch weiterhin intakt bleiben, ergänzte ein Analyst. Allerdings dürfte es für den Index schwierig werden, den Widerstand bei 1.700 Punkten zu überspringen. Hintergrund sei die weiter herrschende Unsicherheit in Bezug auf eine globale konjunkturelle Erholung. Bei den Sektoren zeigten sich vor allem die Technologiewerte mit Aufschlägen. Hier wurde unter anderem auf die guten amerikanische Vorgaben verwiesen. Nach der jüngsten Schwäche der Technologiewerte habe es wieder vermehrt Käufe gegeben, hieß es. Samsung Electronics gewannen 4,3 Prozent auf 798.000 Won und LG Display, die vor allem von Käufen aus dem Ausland profitierten, legten um gut 4 Prozent auf 38,400 zu. Woori Finance verzeichneten ein Plus von 5,9 Prozent auf 15.350 Won und waren damit einer der stärksten Werte im Finanzsektor. Hier rechnen die Anleger mit einem hohen Gewinn im Zuge des für Mai geplanten Börsengangs von Samsung Life Insurance. Zuletzt war das Börsendebüt von Korea Life, die 1,7 Prozent auf 8.850 Won gewannen, positiv verlaufen. Zudem wird ein hoher Erlös durch den Verkauf der Hynix-Beteiligung erwartet.

Aktien in China schließen fest - Gewinne bei Metalltiteln

Nach positiven amerikanischen Vorgaben haben die chinesischen Aktien am Mittwoch sehr fest geschlossen. Der Shanghai-Composite-Index stieg um 1,9 Prozent oder 58 Punkte auf 3.050 und der Shenzhen-Composite um 2,4 Prozent oder 27 auf 1.170 Punkte. In Hongkong ging es für den Hang-Seng-Index um 1,7 Prozent oder 362 Punkte aufwärts auf 21.384. Aktien im Bereich der Nichteisen-Metalle legten zu nachdem die Preise unedler Metalle an der London Metal Exchange deutlich gestiegen waren. Für Jiangxi Copper ging es um 2,7 Prozent aufwärts auf 34,96 Yuan und für Yunnan Aluminium um 2,4 Prozent auf 12,16 Yuan. Analyst Zhang Jixiu von Bohai Securities sagte, nachlassende Sorgen bezüglich des Bedarfs der Banken an Kapitalerhöhungen über den Aktienmarkt und die bald anstehende versuchsweise Einführung von Leerverkäufen und „Margin Trading“ hätten das Interesse an Banken- und Brokeraktien genährt. Shanghai Pudong Development Bank stiegen um 2,3 Prozent auf 21,67 Yuan und Industrial & Commercial Bank of China um 1,2 Prozent auf 4,88 Yuan. Versichererwerte profitierten Analysten zufolge von der Erwartung, dass ihre Ergebnisse für das vergangene Jahr wegen neuen Bilanzierungsregeln besser ausfallen werden als bislang geschätzt. China Life verteuerten sich um 2,8 Prozent auf 28,41 Yuan und Ping An Insurance um 5,8 Prozent auf 48,32 Yuan. In Hongkong profitierten Immobilienwerte von der Entscheidung der amerikanische Notenbank, die Leitzinsen für eine längere Zeit niedrig zu halten. Da der Hongkong-Dollar an den amerikanische Dollar gekoppelt ist erwarteten Marktteilnehmer nun auch für den Stadtstaat weiter niedrige Zinsen. Steven Leung von UOB KayHian sagte, für den Hongkonger Immobiliensektor würden anhaltend positive Aussichten gesehen. Sun Hung Kai Properties legten um 4 Prozent auf 118,90 Hongkong-Dollar zu und New World Development um 1,7 Prozent auf 15,54 Hongkong-Dollar.

Ölpreise vor Opec-Treffen kräftig gestiegen

Die Ölpreise haben am Mittwoch vor dem Treffen der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ihren Höhenflug vom Vortag weiter fortgesetzt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der amerikanische Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) sprang im asiatischen Handel über die Marke von 82 amerikanische Dollar und stand zuletzt bei 82,17 Dollar. Das sind 47 Cent mehr als im späten Dienstaghandel. Damit stieg der amerikanische Ölpreis in den vergangenen 24 Stunden insgesamt deutlich mehr als zwei Dollar. Rohöl der Nordseesorte Brent verteuerte sich am Morgen um 41 Cent auf 80,94 Dollar. Experten erklärten den Preissprung mit einem schwächeren Dollar und mit der Aussicht auf weiter vergleichsweise niedrige Fördermengen der Opec. Das Ölkartell dürfte bei der Sitzung der Ölminister im weiteren Tagesverlauf in Wien die Förderquote unverändert belassen. In den vergangenen Tagen hatten mehrmals hochrangige Vertreter von Opec-Staaten eine konstante Förderung signalisiert.

Neuigkeiten und Kursbewegungen nach Börsenschluss an der Wall Street

Die Aktienkurse im nachbörslichen amerikanischen Handel tendierten am Dienstag nahezu unverändert. Der Nasdaq After Hours Indicator fiel um 0,31 Punkte auf 1931,93 Zähler.

Die Aktien von Hartford Financial haben am Dienstagabend im nachbörslichen amerikanischen Handel mit Abgaben auf den Plan des Unternehmens reagiert, sich über die Ausgabe von Aktien und mit Krediten Kapital zu besorgen, um einen Regierungskredit zurückzuzahlen. Der Kurs der Aktie sank um 1,6 Prozent auf 26,82 Dollar. Die Papiere von Discover Financial verbilligten sich um 1,6 Prozent auf 15,06 Dollar nachdem das Unternehmen einen Quartalsverlust von 104 Millionen Dollar veröffentlicht hatte.

Wall Street schließt am Dienstag nach Fed-Zinsentscheid etwas fester

Etwas fester sind die Aktienkurse an Wall Street am Dienstag nach dem Zinsentscheid der amerikanische Notenbank aus dem Handel gegangen. Die Federal Reserve will trotz der besseren Wirtschaftslage an ihrer Nullzinspolitik festhalten. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) stieg um 0,4 Prozent oder 44 Punkte auf 10.686. Der S&P-500 legte um 0,8 Prozent oder 9 Punkte auf 1.159 zu. Der Nasdaq-Composite gewann 0,7 Prozent oder 16 Punkte auf 2.378. Umgesetzt wurden 1,02 Milliarden (Montag: 926 Millionen) Aktien. Dabei wurden 2.215 Kursgewinner und 813 -verlierer gesehen; unverändert schlossen 137 Titel. Die Federal Reserve äußerte sich etwas zuversichtlicher zur Konjunkturentwicklung und zur Lage am Arbeitsmarkt in den Vereinigten Staaten . Das Tempo der Wirtschaftserholung werde jedoch „für einige Zeit moderat“ bleiben, hieß es im Kommuniqué der Notenbank. Die Inflation bleibe gedämpft. Vor diesem Hintergrund will die Fed an ihrem ultraexpansiven Kurs festhalten. Der Leitzins werde „für einen ausgedehnten Zeitraum“ auf einem „außergewöhnlich niedrigen Niveau“ bleiben.

Vor allem der neuerliche Gebrauch der Formulierung „für einen ausgedehnten Zeitraum“ habe die Anleger beruhigt, sagten Beobachter. Vor der Veröffentlichung des Zinsentscheids hatten einige Teilnehmer befürchtet, dass die Fed diese in den jüngsten Berichten stets gebrauchte Formulierung streichen und damit den Markt auf eine geldpolitische Straffung vorbereiten könnte. An Konjunkturdaten wurden am Dienstag die Baugenehmigungen und -beginne sowie die Importpreise veröffentlicht. Die Zahl der Baubeginne sank im Februar aufgrund des ungewöhnlich kalten Winters stärker als erwartet. Dafür ging die Zahl der Baugenehmigungen weniger stark zurück als befürchtet. Die Genehmigungen gelten als Indikator für künftige Baubeginne. Die Importpreise sanken etwas stärker als erwartet. Unterm Strich sei der Einfluss der Daten auf den Markt gering, sagen Händler. Unter den Standardwerten im DJIA legten Intel um 3,9 Prozent auf 22,00 Dollar zu. Das Unternehmen hat am Dienstag eine neue Version seines „Xeon“-Prozessors auf den Markt gebracht, der nicht nur sicherer, sondern auch energieeffizienter sein soll. Die Papiere des Wettbewerbers AMD, der demnächst ebenfalls einen neuen Prozessor anbieten wird, gewannen 5,3 Prozent auf 9,39 Dollar.

General Electric profitierten von der Aussicht auf eine höhere Dividende im kommenden Jahr und gewannen 4,5 Prozent auf 18,07 Dollar. Gesucht waren ferner Alcoa, die sich von den Vortagesverlusten erholten und um 2,1 Prozent auf 13,80 Dollar stiegen. Der höhere Ölpreis verhalt Chevron zu einem Anstieg um 0,6 Prozent auf 73,98 Dollar. Auf der Verliererseite standen Home Depot, die unter den Daten zu den Baubeginnen litten und 0,4 Prozent auf 32,55 Dollar verloren. Boeing ermäßigten sich um 1,0 Prozent auf 68,72 Dollar, nachdem Air Berlin den Umfang einer Flugzeugorder reduziert hatte.

Amerikanische Anleihen am Dienstag nach Fed-Zinsentscheid fester

Die amerikanischen Anleihen haben am Dienstag mit Kursgewinnen auf den Zinsentscheid der amerikanische Notenbank reagiert. Die Federal Reserve hat nicht nur ihr aktuell niedriges Zinsniveau bestätigt, sondern auch für die nahe Zukunft ein Festhalten an ihrer lockeren Geldpolitik in Aussicht gestellt. Im späten New Yorker Handel stiegen die Kurse zehnjähriger Anleihen mit einem Kupon von 3,625 Prozent um 12/32 auf 99-25/32. Die Papiere rentierten mit 3,651 Prozent. Die mit 4,625 Prozent verzinste 30-jährige Staatsanleihe verbuchte einen Kursgewinn von 20/32 auf 100-19/32. Ihre Rendite sank von 4,628 auf 4,588 Prozent. Im Begleitkommentar zum Zinsentscheid der Fed hieß es, dass die Wirtschaftsaktivität zugenommen habe und sich die Lage am Arbeitsmarkt stabilisiere. Das Tempo der Wirtschaftserholung bleibe einige Zeit moderat, doch dürfte auch die Inflation einige Zeit gedämpft bleiben. Die übrigen am Berichtstag veröffentlichten Konjunkturdaten hatten kaum Einfluss auf den Markt, wie es heißt. Zwar war die Zahl der Baubeginne aufgrund des ungewöhnlich strengen Winters im Februar deutlicher als erwartet gesunken, dafür hatte die Zahl der Baugenehmigungen weniger stark abgenommen als von Volkswirten prognostiziert. Die Daten zu den Genehmigungen gelten als Indikator für künftige Baubeginne. Die Importpreise waren im Februar etwas stärker als erwartet gesunken.

Kursgewinne an Lateinamerikas Börsen

Die wichtigeren lateinamerikanischen Börsen haben am Dienstag Gewinne verzeichnet. An der größten Börse des Subkontinents im brasilianischen São Paulo stieg der Aktien-Index Bovespa um 918,46 Zähler oder 1,33 Prozent auf 69 943,21 Punkte. Der IPC-Index in Mexiko-Stadt ging nach einem Plus von 145,85 Zählern (0,45 Prozent) beim Stand von 32 723,90 Punkten aus dem Handel. Der Merval-Index in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires legte ebenfalls um 27,67 Zähler oder 1,17 Prozent auf 2379,02 Punkte zu.

Quellen: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Dow Jones, Bloomberg, F.A.Z.

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