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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Blick auf den Finanzmarkt Dax auf Drei-Jahreshoch

 ·  Überaus positiv interpretierte Vorgaben haben den Dax am Donnerstag auf ein neues Jahreshoch getrieben. Zum Handelsstart legte der Leitindex um 0,62 Prozent auf 7451 Punkte zu. Der MDax der mittelgroßen Werte rückte um 0,44 Prozent auf 10 731 Punkte vor. Für den TecDax ging es um 0,30 Prozent auf 924 Punkte hoch. Das Bild an den Märkten wird bestimmt von einer Flut an Unternehmenszahlen, allein aus dem Dax legten am Morgen vier Konzerne ihre Zahlen vor.

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Der Dax ist am Donnerstag im frühen Handel auf ein neues Hoch gesprungen. Bei 7.465 Punkten erreichte der Leitindex den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren. Beflügelt werden die Kurse von einer bis auf Weiteres expansiven Geldpolitik in den Vereinigten Staaten . Diese hat der Chairman der amerikanische Notenbank, Ben Bernanke, am Mittwochabend in Aussicht gestellt. Gegen 9.35 Uhr steigt der Dax um 0,8 Prozent oder 57 Punkte auf 7.462. Den nächsten konjunkturellen Impuls erwarten Händler von der ersten Schätzung des Bruttoinlandprodukts in den Vereinigten Staaten im ersten Quartal. Händler weisen derweil darauf hin, dass an der aktuellen Aufwärtsbewegung wegen der Feiertage und der Osterferien nur wenige Akteure beteiligt seien. „Sprich, wenn nächste Woche die meisten Investoren wieder am Start sind, ergibt sich ein nicht zu unterschätzender Investitionsbedarf“, meint ein Händler. Deutsche Bank ziehen nach Veröffentlichung von Quartalszahlen um 4,3 Prozent auf 43,61 Euro an. Analysten loben vor allem ein gutes Privatkundengeschäft und auch das Investment Banking. SAP büßen dagegen 5 Prozent auf 43,39 Euro ein. In der Summe als „etwas enttäuschend“ bezeichnet Jan Christian Göhmann von der Norddeutschen Landesbank die Quartalsergebnisse von SAP.

Bayer verteuern sich um 1,6 Prozent auf 58,45 Euro. Der Konzern hat bei Vorlage des Geschäftsberichts zum ersten Quartal das Gewinnziel für das Gesamtjahr erhöht. „Alles in allem sehr solide Zahlen und ein schöner höherer Ausblick“, resümiert Martin Possienke von equinet und rät Anlegern zum Zukauf der Aktie. VW ziehen um 2,3 Prozent auf 129,40 Euro an, nachdem Credit Suisse und UBS die Kursziele für die Aktie erhöht haben. Deutsche Börse profitieren von der starken Aufwärtsbewegung am Aktienmarkt und legen um 1,4 Prozent auf 56,06 Euro zu. Merck KGaA handeln nach laut einem Analysten unspektakulären Quartalszahlen 1 Prozent fester bei 69,80 Euro. Der MDax als Index von 50 Unternehmen mittlerer Marktkapitalisierung ist im Hoch von 10.759 Zählern auf den höchsten Stand seit dem 12. Oktober 2007 geklettert. Continental geben nach Quartalszahlen um 1,4 Prozent auf 66,75 Euro nach. Hugo Boss ziehen dagegen um 2,5 Prozent auf 66 Euro an. Der operative Gewinn des Modekonzerns liegt im ersten Quartal rund 10 Prozent über der Konsensschätzung von Analysten. Im TecDax steigen Aixtron um 1,7 Prozent auf 29,50 Euro. Der Ausrüster von LED-Produzenten hat die Ziele für das Gesamtjahr bestätigt und einen guten Auftragseingang gemeldet. Qiagen tendieren nach Erstquartalszahlen etwas fester.

Deutsche Anleihen verbuchen deutliche Kursgewinne zur Eröffnung

Die deutschen Staatsanleihen sind am Donnerstag mit deutlichen Kursgewinnen in den Handel gegangen. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future stieg am Morgen um 0,25 Prozent auf 122,29 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 3,294 Prozent. Händler begründeten die Kursgewinne mit einer starken Gegenbewegung auf die schwache Tendenz am Vortag. Im Tagesverlauf rechnen Experten indes mit einer nur knapp behaupteten Tendenz. Fundamental sollten neue Wachstumszahlen aus den Vereinigten Staaten für das erste Quartal im Blickpunkt stehen, heißt es in einer Tagesvorschau der HSH Nordbank. Darüber hinaus dürften sich die Anleger mit der Aufarbeitung der jüngsten Äußerungen des amerikanischen Notenbankchefs Ben Bernanke beschäftigen. Den Bund-Future sieht die Landesbank zwischen 121,67 und 122,65 Punkten.

Amerikanische Geldpolitik treibt Euro in Richtung 1,49 Dollar

Der Euro hat am Donnerstag weiter zugelegt und ist in Richtung 1,49 amerikanische Dollar gestiegen. Im frühen Handel kostete die Gemeinschaftswährung bis zu 1,4881 Dollar und damit soviel wie seit Dezember 2009 nicht mehr. Ein Dollar war zuletzt 0,6720 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochmittag noch auf 1,4668 (Dienstag: 1,4617) Dollar festgesetzt. Allein in der laufenden Woche hat der Euro fast vier Cent zugelegt, seit Jahresbeginn fast zwanzig Cent. Ausschlaggebend ist in erster Linie die amerikanische Geldpolitik, die trotz konjunktureller Erholung sehr expansiv bleibt. Auch am Mittwochabend sendete Fed-Chef Ben Bernanke keine Signale für eine Straffung der geldpolitischen Zügel. Niedrige Zinsen lassen Währungen in den Augen von Anlegern unattraktiver erscheinen und lasten damit auf dem Wechselkurs.

Tokioter Aktienmarkt schließt vor Feiertag fester

Nach dem Festhalten der amerikanischen Notenbank an rekordniedrigen Zinsen hat der Dollar am Donnerstag in Fernost auf breiter Front verloren. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index trotzdem 1,6 Prozent fester bei 9849 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index legte bis Handelsschluss 1,4 Prozent zu auf 851 Zähler. Nach Börsenschluss in Tokio wurden zahlreiche Quartalsberichte erwartet, etwa von Honda oder Nomura. Gute Ergebnisse von anderen Firmen sowie die Vorgaben von der Wall Street stützten die Kurse, sagten Händler. „Investoren waren erleichtert zu sehen, dass Firmen trotz der Schäden nach dem März-Beben gute Zahlen vorlegen können“, sagte Makoto Kikuchi von Myojo Asset Management. Die Aktien von Panasonic legten mehr als zwei Prozent zu. Zuvor hatte die Wirtschaftszeitung „Nikkei“ berichtet, der Elektronikkonzern werde 40.000 Stellen streichen. Auch Panasonic wollte seine Quartalbilanz noch am Donnerstag vorlegen. Die Aktien des japanischen Elektronikriesen Sony verloren bis Handelsschluss 4,5 Prozent nach Bekanntwerden des Daten-Klaus in großem Stil durch unbekannte Hacker. Sony muss sich darauf einstellen, nun auch juristisch belangt zu werden. Am Mittwoch war bekannt geworden, dass persönliche Daten von rund 77 Millionen Sony-Kunden gestohlen wurden. An den Aktienmärkten in Südkorea, Taiwan und Singapur, Hongkong und Shanghai zeichnete sich keine einheitliche Tendenz ab. Die Äußerungen von Fed-Chef Ben Bernanke zur weiteren Entwicklung der Geldpolitik und überzeugende Unternehmensbilanzen hatten am Mittwoch für gute Stimmung bei Investoren an der Wall Street gesorgt. Die Notenbank beließ den Leitzins bei nahezu null Prozent. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,8 Prozent höher bei 12.690 Punkten.

Börse in Seoul zeigt sich im Verlauf etwas fester

Die Börse in Seoul setzt am Donnerstag im späten Verlauf ihren zuletzt unterbrochenen Aufwärtstrend fort. Das Festhalten der amerikanische Notenbank an ihrer expansiven Geldpolitik beflügele die Stimmung, heißt es. Der Kospi gewinnt gegen 6.27 Uhr MESZ 0,4 Prozent auf 2.197 Yen, laut Händlern vor allem gestützt von Gewinnen bei Aktien aus dem Automobil-, Schiffbau- und Chemiesektor. Getrieben von Hoffnungen auf gut ausfallende Halbjahreszahlen gewinnen beispielsweise Hyundai Motor gut 2 Prozent und S-Oil Corp 4,4 Prozent. Spekulationen über weitere gute Neuaufträge bescheren Samsung Heavy ein Plus von 2 Prozent und Hyundai Heavy Industries von 4,4 Prozent. Samsung hatte am Mittwoch einen Großauftrag über 659,8 Milliarden Won mitgeteilt. Ungeachtet schwach ausgefallener Erstquartalsergebnisse seien auch Technologietitel überwiegend gesucht.

Börsen Chinas tendieren mittags uneinheitlich - B-Aktien weiter schwach

Die Börse in Schanghai hat am Donnerstag anfängliche kleine Gewinne im Sog guter amerikanische Vorgaben bis zum Mittag wieder abgegeben und ins Minus gedreht. Neuerliche starke Verluste der in Fremdwährung denominierten, so genannten B-Aktien von rund 4 Prozent zögen auch den Index der A-Aktien nach unten, heißt es. Der Shanghai Composite Index verliert 0,1 Prozent auf 2.923 Punkte, während der HSI in Hongkong um 0,5 Prozent zulegt auf 24.013 Punkte. Dass die amerikanische Notenbank offenbar weiter für reichlich Liquidität sorgen wolle, stütze die Stimmung, heißt es. B-Aktien stünden jedoch weiter unter Druck vor dem Hintergrund der möglichen Implementierung einer internationalen Handelsplattform, die den Abzug von Investoren aus B-Aktien nach sich ziehen könnte, heißt es im Handel. Zudem seien die Bewertungen der B-Aktien deutlich niedriger als jene der A-Aktien, was auch an der geringen Liquidität des B-Aktien-Marktes liege. Unter den A-Aktien verlieren Wuhan Iron & Steel 0,6 Prozent und Poly Real Estate Group 0,5 Prozent.

Ölpreise steigen auf sehr hohem Niveau

Die Ölpreise sind am Donnerstag weiter gestiegen. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Juni 125,60 amerikanische Dollar. Das waren 47 Cent mehr als am Mittwoch. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 65 Cent auf 113,41 Dollar. Derzeit kostet Rohöl soviel wie seit rund zweieinhalb Jahren nicht mehr. Händler begründeten die abermaligen Preissteigerungen am Ölmarkt überwiegend mit dem immer schwächeren Dollar. Seit Wochen gibt der Dollar zu vielen wichtigen Währungen nach. Hauptgrund ist die extrem expansive amerikanische Geldpolitik. Auch am Mittwochabend sendete Fed-Chef Ben Bernanke nach dem jüngsten Zinsentscheid keine Signale für eine baldige Zinswende. Niedrige Zinsen lassen Währungen in den Augen von Anlegern unattraktiver erscheinen. Ein schwacher Dollar wiederum stützt die Rohölnachfrage aus vielen Ländern außerhalb des Dollar-Raums.

Goldpreis markiert neues Allzeithoch bei 1.533,62 Dollar

Der Goldpreis hat am Donnerstag im asiatischen Handel das Rekordhoch vom Vortag bereits wieder übertroffen. In der Spitze lief der Spot-Preis für eine Feinunze des Edelmetalls bis auf 1.533,62 Dollar. Der neuerliche kräftige Anstieg hatte während der Aussagen des amerikanischen Notenbank-Chairman Ben Bernanke am Mittwochabend eingesetzt. Bernanke hatte mitgeteilt, dass die Federal Reserve für einen längeren Zeitraum die Zinsen niedrig halten werde. Dies habe Käufe in Gold und Silber ausgelöst, sagten Händler.

Neuigkeiten und Kursbewegungen nach Börsenschluss an der Wall Street

Knapp gehalten präsentierten sich die Aktienkurse im nachbörslichen amerikanischen Handel am Ostermittwoch im Vergleich zum regulären Geschäft. Der Nasdaq After Hours Indicator fiel um 2,41 Punkte auf 2411,18 Zähler.

Im nachbörslichen amerikanischen Handel haben am Mittwochabend Quartalszahlen und Ausblicke die Aktien der betroffenen Unternehmen bewegt. Für Novelluspapiere ging es um 4,3 Prozent abwärts auf 33,20 Dollar. Der Zulieferer der Halbleiterindustrie sieht sein Geschäft im zweiten Quartal von Lieferkettenunterbrechungen wegen der Naturkatastrophen in Japan belastet. Novellus erwartet einen Rückgang der Aufträge und prognostiziert 0,65 bis 0,80 Dollar Gewinn je Aktie bei 330 Millionen bis 372 Millionen Dollar Umsatz. Analysten hatten bislang einen Dollar oder 403 Millionen Dollar erwartet. Der Erstquartalsgewinn war höher als vom Unternehmen prognostiziert. Die Aktienkurse von eBay gewannen 0,2 Prozent auf 34,09 Dollar. Das bereinigte Erstquartalsergebnis des Internetkonzerns war etwas besser als von eBay in Aussicht gestellt und das Unternehmen hob seine Gesamtjahresprognosen an. Die Kurse der Papiere von Allstate legten um 3,8 Prozent zu auf 33,15 Dollar. Der Quartalsgewinn des Versicherers war höher ausgefallen als von Analysten erwartet. Die Kosten von Katastrophenschäden hatten sich verringert und die Erlöse waren gestiegen. Starbucksaktien verloren 1,7 Prozent auf 36,56 Dollar. Die Coffeeshop-Kette hat ihren Gewinnausblick für das Gesamtjahr angehoben, aber vor hohen Rohstoffkosten gewarnt.

Wall Street schließt nach Bernanke-Aussagen fester

Die amerikanischen Aktienmärkte sind am Mittwoch fester aus dem Handel gegangen, nachdem die amerikanische Notenbank an ihrem historisch niedrigen Leitzinsniveau festgehalten hatte. Der Zinsbeschluss und die anschließende Pressekonferenz mit Federal-Reserve-Chairman Ben Bernanke waren mit Erleichterung aufgenommen worden, wie Händler sagten. Unterstützung erhielt der Markt überdies von überzeugenden Unternehmensbilanzen und positiven Konjunkturdaten. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) stieg um 0,8 Prozent oder 96 Punkte auf 12.691. Der S&P-500 gewann 0,6 Prozent oder 8 Punkte auf 1.356. Der Nasdaq-Composite rückte um 0,8 Prozent oder 22 Punkte auf 2.870 vor und erreichte damit den höchsten Stand seit mehr als zehn Jahren. Umgesetzt wurden 0,96 (Dienstag: 0,91) Milliarden Aktien. Dabei wurden 1.932 Kursgewinner und 1.041 -verlierer gesehen, während 128 Titel unverändert schlossen. Die amerikanische Notenbank hatte nicht nur ihren Leitzins unverändert gelassen, sondern erwartet darüber hinaus, dass die Zinsen noch längere Zeit auf niedrigem Niveau verharren werden. Bernanke bekräftigte diese Einschätzung während seiner Pressekonferenz.

Das Anleihekaufprogramm im Umfang von 600 Milliarden Dollar, mit dem die Fed die amerikanische Wirtschaft stützen wollte, wird wie geplant Ende Juni auslaufen. Allerdings sollen die Erträge aus fällig werdenden hypothekenbesicherten Papieren, die die amerikanische Notenbank während der Finanzkrise kaufte, auch künftig am Anleihemarkt reinvestiert werden. Damit habe Bernanke klar gemacht, dass die geldpolitischen Stimuli mit dem Auslaufen des Anleihekaufprogramms nicht beendet seien, sagte ein Beobachter. Daneben erhöhten die Notenbanker ihre Inflationsprognosen, während sie ihre Erwartungen an das Wirtschaftswachstum in diesem und im kommenden Jahr zurücknahmen. Als einziges wichtiges Konjunkturdatum wurden die Auftragseingänge für langlebige Güter veröffentlicht. Diese waren im März etwas stärker als erwartet gestiegen. Quartalszahlen hatte unter anderem Boeing vorgelegt. Der Flugzeughersteller hatte besser abgeschnitten als erwartet und trotz sinkender Gewinnmargen die Ziele für das Gesamtjahr bekräftigt. Die Aktie stieg um 0,8 Prozent auf 76,12 Dollar. Amazon.com hatte dagegen im ersten Quartal einen deutlicheren Gewinnrückgang verbucht als befürchtet. Kosten für den Aufbau weiterer Vertriebszentren und für die technische Infrastruktur hatten den Gewinn geschmälert. Die Aktie zog dennoch um 7,9 Prozent auf 196,63 Dollar an. Analysten werteten die Investitionen als positiv. Sie seien die Grundlage künftigen Wachstums.

Als enttäuschend wurden die Geschäftszahlen des Ölkonzerns ConocoPhilips beurteilt. Der Kurs fiel um 1,4 Prozent auf 79,83 Dollar. Exxon Mobil stiegen um 0,4 Prozent auf 87,78 Dollar. Das Unternehmen wird seine Zahlen zum ersten Quartal am Donnerstag vorlegen. Merck & Co profitierten davon, dass der Pharmahersteller eigene Aktien für bis zu 5 Milliarden Dollar am Markt kaufen will. Damit summiert sich das laufende Rückkaufprogramm auf 6,4 Milliarden Dollar. Eine Frist, bis zu der die Käufe beendet sein sollen, nannte Merck & Co nicht. Die Merck-Aktien stiegen um 1,6 Prozent auf 35,63 Dollar. Johnson & Johnson standen mit Übernahmeplänen im Blick. Das Unternehmen will die schweizerische Synthes für 21,3 Milliarden Dollar kaufen. Der Aktienkurs von Johnson & Johnson gewann 1 Prozent auf 65,57 Dollar. Den höchsten Kursgewinn im DJIA verzeichneten General Electric, die um 2,7 Prozent auf 20,65 Dollar zulegten. CEO Immelt hatte sich während der Hauptversammlung zuversichtlich geäußert.

Amerikanische Anleihen im Späthandel nach Fed-Entscheid leichter

Die amerikanischen Anleihen haben am Mittwoch mit Kursverlusten auf den Zinsentscheid der amerikanische Notenbank reagiert. Ihren Leitzins ließ die Federal Reserve erwartungsgemäß auf dem historischen Tiefstand. Allerdings erhöhten die Notenbanker ihre Inflationsprognosen, während sie ihre Schätzungen für das Wirtschaftswachstum senkten. Zudem teilte die Fed mit, dass sie ihr Anleihekaufprogramm wie geplant Ende Juni einstellen werde. Im späten New Yorker Handel fielen zehnjährige Anleihen mit einem Kupon von 3,625 Prozent um 11/32 auf 102-9/32 und rentierten mit 3,35 Prozent. Der mit 4,750 Prozent verzinste 30-jährige Staatsanleihe gab um 31/32 auf 104-31/32 nach. Seine Rendite stieg auf 4,45 Prozent. Die Federal Reserve veröffentlichte ihren Zinsbeschluss entgegen bisheriger Gepflogenheiten schon um 18.30 Uhr MESZ. Für 20.15 Uhr MESZ wurde erstmals in der Geschichte der Fed eine Pressekonferenz mit Chairman Ben Bernanke angesetzt. Im Begleitkommentar zum Zinsentscheid kündigte die Notenbank an, ihr 600 Milliarden Dollar schweres Programm zum Kauf von amerikanische Staatsanleihen wie geplant zum Ende des zweiten Quartals zu beenden. Allerdings sollten auch künftig die Erträge aus fällig gewordenen hypothekenbesicherten Papiere am Anleihemarkt reinvestiert werden.

Die wirtschaftliche Erholung komme „in moderatem Tempo weiter“ voran und der Arbeitsmarkt erhole sich allmählich, hieß es in der Mitteilung weiter. Während die Konsumausgaben der Verbraucher und die Geschäftsinvestitionen weiter anzögen, bleibe der Häusermarkt allerdings „flau“. Mit Blick auf die Preisentwicklung gestanden die amerikanische Geldpolitiker ein, dass höhere Preise von Öl, Getreide und anderen Rohstoffen für Aufwärtsdruck bei Inflation sorgten, die längerfristigen Inflationserwartungen seien aber unverändert stabil. Bei der Auktion fünfjähriger Notes, die wegen des Fed-Zinsentscheids eigens auf 17.30 Uhr MESZ vorgezogen worden war, wurde eine lebhafte Nachfrage sogenannter indirekter Bieter verzeichnet, zu denen ausländische Notenbanken gehören. Insgesamt bewegte sich die Nachfrage aber im Durchschnitt der vorigen vier Auktionen, weshalb sie von Beobachtern als unspektakulär bezeichnet wurde. Als einziges marktrelevantes Konjunkturdatum wurden die Auftragseingänge für langlebige Güter veröffentlicht. Im März wurde eine Zunahme um 2,5 Prozent verzeichnet, während Volkswirte mit plus 2,4 Prozent gerechnet hatten.

Lateinamerikas Börsen schlossen am Mittwoch überwiegend schwach

Die wichtigeren lateinamerikanischen Börsen haben am Mittwoch überwiegend Verluste ausgewiesen. Im brasilianischen São Paulo fiel der Aktien-Index Bovespa um 879,79 Zähler (1,31 Prozent) auf 66 264,50 Punkte. Der IPC-Index in Mexiko-Stadt ging um 65,31 Zähler (0,17 Prozent) auf 36 826,93 Punkte zurück. Nur in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires gab es beim Merval ein kleines Plus von 3,1 Zählern (0,09 Prozent) auf 3377,29 Punkte.

Quellen: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Dow Jones, Bloomberg, F.A.Z.

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