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BIZ-Quartalsbericht : Finanzmärkte an der Grenze des Undenkbaren

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel Bild: Reuters

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich macht sich Sorgen um die Finanzmärkte. Die Turbulenzen am Jahresbeginn seien nur ein Auftakt gewesen.

          Sehr hohe Schuldenstände in der Welt in Kombination mit historisch niedrigen Zinssätzen bringen die Finanzmärkte und ihre Teilnehmer an „Grenzen des Undenkbaren“. Angesichts eines langfristigen, durch die Krise verstärkten Rückgangs des Produktivitätswachstums seien die globalen Schuldenstände weiter gewachsen, während der politische Handlungsspielraum immer kleiner geworden sei, sagt der Leiter der Wirtschafts- und Währungsabteilung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), Claudio Borio. Dies lasse sich als ein verhängnisvolles Trio bezeichnen.

          Gerald Braunberger

          Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.

          Der turbulente Jahresauftakt an den Finanzmärkten, „eine der größten Verkaufswellen, die je verzeichnet wurden“, sei aber nur der Auftakt gewesen: „In der zweiten Phase Anfang Februar, die kürzer, aber vielleicht besorgniserregender war, stand die Solidität global tätiger Banken im Mittelpunkt“, konstatiert Borio anlässlich der Vorstellung des neuen Quartalsberichts der BIZ: „Der Hauptgrund für die pessimistische Stimmung war die Vorstellung einer Zukunft mit noch niedrigeren Zinssätzen, jenseits aller Vorstellungskraft, die die Margen, Rentabilität und Widerstandsfähigkeit der Banken stark beeinträchtigen könnten.“

          In dem Bericht werden als weitere Gründe für die Unruhe am Markt für Bankenwertpapiere auch ein unkalkulierbarer Umgang mit Bankanleihen und Sorgen um die Zahlung von Zinszahlungen für Wandelanleihen genannt. Die BIZ hält sich traditionell mit der Nennung von Namen betroffener Finanzhäuser zurück. Im konkreten Fall dürfte sie die unerwartete faktische Entwertung von Anleihen der notleidenden Banco Espririto Santo durch die Bank von Portugal zur Jahreswende sowie die vorübergehenden Zweifel an der Bedienung von Wandelanleihen der Deutschen Bank einige Wochen später meinen.

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