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Dienstag, 18. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Anlagestrategie Garantiezertifikat - selbst konstruiert macht flexibler

 ·  Fonds- und Zertifikate sind oft intransparent und nicht selten teuer. Manche Produkte kann sich der Anleger selbst zusammenstellen, zum Beispiel Garantiezertifikate.

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Wenn die Kurse steigen, ist der Reiz groß, weiter auf einen Anstieg zu setzen. Immerhin laufen solche Kursbewegungen erfahrungsgemäß weiter, als man zunächst vermutet. Auf der anderen Seite kann man sich auch absichern wollen, etwa durch Kauf von Garantiezertifikaten oder ähnlichen Konstruktionen. Das Problem ist jedoch, dass der Anleger nie genau weiß, wie das Produkt konstruiert ist, welche Kosten der Anbieter in der Struktur verbirgt und wie es auf Veränderungen an den Märkten reagiert.

Manche Produkte kann sich der Anleger jedoch selbst zusammenstellen. Zum Beispiel kann er einen Teil seines Kapitals als Festgeld anlegen und den Rest in Kaufoptionen auf den Dax investieren - und schon hat er ein Garantiezertifikat. Das Risiko lässt sich einfach einstellen, indem er die Beträge variiert, die er in den Festgeld- oder den Optionsteil investiert (siehe Tabelle + Grafik).

Zu schön, um wahr zu sein?

Die Simulation zeigt, dass der Kauf von knapp 66 Kaufoptionen mit einer Laufzeit von einem Jahr den Erhalt des Anfangskapitals von 10.000 Euro auf Sicht eines Jahres garantieren kann, wenn der Rest als Festgeld angelegt wird. Allerdings nimmt der Anleger in diesem Fall nicht voll an der Kursbewegung des Index nach oben teil.

Wollte er das erreichen, müsste er sich mehr Optionen ins Depot legen. Allerdings wären in diesem Falle mögliche Verluste in Kauf zu nehmen, falls der Dax nach unten und nicht nach oben laufen sollte. Je mehr Optionen er sich ins Depot legt, desto größer ist die Partizipation an eventuellen Kursgewinnen. Desto höher wird jedoch auch der Verlust, sollte der Dax nach einem Jahr unter dem Strike oder dem Wandlungspreis liegen.

Auf diese Weise kann der Anleger nicht nur individuell über seine Risikoneigung bestimmen, sondern kennt auch seine Kosten. Vor allem kann er auch den Kursverlauf der einzelnen Komponenten verfolgen. Im Falle eines Falles lässt sich der Optionsteil auch vorzeitig verkaufen oder gar von Kauf- auf Verkaufsoptionen umschwenken.

Die Grafik zeigt den Vergleich zwischen einer Aktienanlage, bei der das Depot dem Dax 30 entspricht, und einem Depot, das zu 90 Prozent aus Anleihen und zu zehn Prozent aus einem Kauf-Optionsschein besteht. Steuern und Transaktionskosten sind nicht berücksichtigt.

Quelle: @cri
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