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Aprilscherz : Was in der Zeitung steht, stimmt „immer“!

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Schmutzfleck auf dem Boden statt uralte Versteinerung Bild: dpa

Normalerweise heißt eine Medien-Falschmeldung Ente. Am Sonntag hieß sie Aprilscherz.

          Woher der Brauch des Aprilscherzes kommt, ist ungewiss. Genauso ungewiss ist es, ob jeder Gefoppte auch über die Scherze lachen kann. Denn von beißend gemein bis zu langweilig flach ist bei den Scherzen alles dabei. Auch bei den Medien gab es in diesem Jahr aus jeder Kategorie etwas.

          Eine gute Idee präsentierte der WDR auf seinen Seiten: Keine Gerüche aus, sondern Fingerabdrücke auf dem Monitor bekamen die Aprilscherz-Opfer. Der Sender pries „Smell your web“ an. Nur mit einem angefeuchteten Finger über „Geruchsbilder“ auf dem Bildschirm reiben und schon sollte der Duft des Bildes frei werden.

          April, April

          Mit American Eggspress im Restaurant Eierhäuschen bezahlen - wie im Lokalteil des Tagesspiegels - oder Rauch- und Sprechverbot nach dem Handyverbot am Steuer - wie beim ADAC - es gab Scherze, die ein Schmunzeln wert, aber keine echten Brüller waren.

          Skurril der Vorschlag der Universität Dortmund, die Campuswiesen für von Schlachtung bedrohte Rinder öffnen zu wollen. Radio RPR meldete, Trümmer der Mir im Westerwald gefunden zu haben. Auf den Klassiker der Aprilscherze verlegte sich in diesem Jahr Radio Hamburg: Das Ufo in der Alster.

          Aber auch Medien sind nicht immun gegen Foppereien. Die Meldung, eine Schülerin habe in einer Bodenplatte des Paläontologischen Museums in München einen uralten versteinerten Ammoniten gefunden, war der Aprilscherz des Museums, die Agenturen mussten berichtigen.

          Woher kommt der Aprilscherz

          Das 16. Jahrhundert hat nach geschichtlichen Quellen einige Ereignisse aufzuweisen, die als Ursprung des Aprilscherzes gelten können. Die gescheiterte Münzreform aus dem Jahr 1530, die 1540 am ersten April in Kraft treten sollte, war in den Augen vieler ein Scherz. 1564 käme in Frage, weil in diesem Jahr der Beginn des neuen Jahres vom ersten April auf den ersten Januar verschoben wurde. Alle, die an dem alten Datum festhielten, waren „Narren“. Der Aprilscherz könnte aber auch ein in eine andere Zeit gerutschter Faschingsbrauch sein.

          Üblich ist das „in den April schicken“ in Deutschland seit dem 17. Jahrhundert. Auch im restlichen Europa, in Amerika, Australien, Südafrika und Indien werden am April Fools´ Day Mitmenschen an der Nase herumgeführt.

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