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Veröffentlicht: 24.08.2016, 13:10 Uhr

F.A.Z. exklusiv Wirtschaftsweiser Wieland: EZB destabilisiert Finanzsektor

Die EZB werde mit ihrer Geldpolitik Teil des Problems, sagt Wieland in der F.A.Z. Auch die politischen Folgen sieht der Wirtschaftsweise kritisch.

© dpa Die Skyline von Frankfurt: Im Vordergrund der EZB-Turm

Der Europäischen Zentralbank schlägt weiter Kritik aus Deutschland entgegen. Nach Deutsche-Bank-Chef John Cryan griff am Mittwoch auch der Wirtschaftsweise Volker Wieland die EZB frontal an. Die EZB werde Teil des Problems und destabilisiere den Finanzsektor, sagte Wieland der F.A.Z. Die Notenbanken hätten in der Finanzkrise und der europäischen Schuldenkrise zu Recht mit Zinssenkungen und Lockerungsmaßnahmen reagiert.

„Inzwischen beharren die Fed und EZB jedoch viel zu lange auf der Niedrigzinspolitik und die EZB weitet ihre Anleihekäufe weiter massiv aus. Damit werden sie mehr und mehr Teil des Problems“, sagte Wieland, der an der Goethe-Universität Frankfurt über Geldpolitik forscht.

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F.A.Z. Mehr dazu in der F.A.Z. vom 25.08.2016. Am Vorabend schon in der F.A.Z. -App und als E-Paper.

„Es bauen sich Risiken für den Finanzsektor auf, insbesondere im Bankensektor geht die Profitabilität zurück, risikoreiche Anlagen nehmen zu, und längerfristig ist mit gefährlichen Zinsänderungsrisiken zu rechnen“, warnte Wieland, der Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist.

„Rekordniedrige Zinsen auf langfristige Staatsanleihen geben den Regierungen weiterhin Spielraum für die Ausgabenpolitik, während sie notwendige Strukturreformen verschleppen“, lautet seine weitere Kritik an der EZB-Politik.

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