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Tagesgeld Attraktive Zinsen für Privatanleger

31.01.2009 ·  Die heruntergesetzten Leitzinsen haben dem Überbietungswettlauf bei Tages- und Festgeld ein Ende gesetzt. Dennoch bieten einige Banken noch mehr als 4 Prozent Zinsen. Die besten Angebote im Vergleich.

Von Daniel Mohr
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Der Überbietungswettlauf am Markt für Tagesgeld hat ein Ende. Nachdem die Europäische Zentralbank binnen drei Monaten den Leitzins von 4,25 auf nun 2 Prozent gesenkt hat, sind auch die Zinsen für Tagesgeld zurückgekommen - von durchschnittlich 3,6 auf 3 Prozent für eine Anlagessumme von 5000 Euro. Gleichwohl stechen am Markt noch einige Angebote hervor, die Privatanlegern auch in einer Niedrigzinsphase eine gute Rendite für ihr täglich verfügbares Tagesgeld versprechen.

So hat sich die Accessio mit einem Lockangebot an die Spitze der Anbieter gesetzt. Zum Jahreswechsel nannte sich der Anbieter aus Itzehoe von Driver & Bengsch in Accessio um und will sich mit einem Zinsangebot von jährlich 6,5 Prozent bekannt machen. Das Angebot richtet sich allerdings nur an Neukunden und gilt auch nur für eine Anlagesumme bis zu 25.000 Euro.

Jeder Euro darüberhinaus wird mit 2 Prozent verzinst. Zudem werden die 6,5 Prozent Zinsen auf dem „Zinspluskonto“ nur für 3 Monate gezahlt. Danach sinkt die Verzinsung auf 2 Prozent. Das Angebot lohnt sich gleichwohl für Kunden, die ihr Geld für eine gewisse Zeit parken, aber dennoch jederzeit darauf Zugriff haben wollen. Wie für alle in der Tabelle aufgeführten Anbieter gilt auch für die Accessio die Zusicherung der Bundesregierung für die Sicherheit der Einlagen.

Nur bis Ende März

Ebenfalls begrenzt, nämlich bis Ende März, ist das Angebot der GE Money Bank für ihr Tagesgeldflex 5 Prozent Zinsen zu zahlen. Immerhin können hier bis zu 100 000 Euro angelegt werden. Von April an erfolgt dann eine Verzinsung zum dann gültigen Leitzinssatz (aktuell: 2 Prozent). Bislang hat die GE Money Bank jedoch regelmäßig neue Aktionsangebote gemacht.

Immerhin noch 4,5 Prozent Zinsen gibt es auf dem Online-Tagesgeldkonto der Mercedes-Benz Bank. Vom 16. Februar sind dies allerdings nur noch 4 Prozent. Dennoch ist das Angebot nicht schlecht, ist es doch in der Laufzeit nicht begrenzt und zudem nicht auf neu angelegtes Geld bei der Mercedes-Benz Bank beschränkt. Wie bei fast allen Tagesgeldangeboten hat der Anleger jedoch keine Zinsgarantie und muss angesichts der Tendenz zu weiteren Leitzinssenkungen auch mit weiteren Reduzierungen im Bereich der Tagesgeldzinsen rechnen.

Von 4,6 auf 4,1 Prozent reduziert zum Beispiel die Santander Direkt Bank die Verzinsung für ihr „Superkonto“ von Montag an. Das Angebot gilt zudem nur für Neueinlagen. Ebenso jenes der ING-Diba, immerhin mit einer Zinsgarantie bis Ende April versehen. Anschließend erfolgt die Verzinsung zu 3 Prozent.

Geldanlage ohne Garantie

Noch ein ganzes Stück mehr zu bieten hat die indische ICICI Bank, die allerdings für die ersten 50.000 Pfund (rund 54.000 Euro) der Geldanlage der britischen Einlagensicherung unterliegt. Deshalb gilt hierfür die Garantieerklärung der Bundesregierung nicht. Eine vergleichbare Zusage des britischen Staates gibt es bislang nicht.

Von der Einlagensicherung abgesehen, bietet die seit rund einem Jahr in Deutschland aktive Bank allerdings gute Konditionen: 4,5 Prozent Zinsen gibt es im Jahr ohne Beschränkung der angelegten Summe und auch ohne zeitliche Befristung des Angebots. Zudem sind die Zinssätze der ICICI vergleichsweise konstant geblieben, und es gibt die Zusage der Bank, stets zu den besten Angeboten am deutschen Markt gehören zu wollen.

Gewinn-Sparen nur für hohe Beträge

Seit Januar wirbt auch die Postbank mit bis zu 5,6 Prozent Zinsen bei ihrem „Gewinn-Sparen“. Die 5-Prozent-Basisverzinsung gibt es allerdings nur von einer Anlagesumme von 50.000 Euro an. Um auf die 5,6-Prozent-Verzinsung zu kommen, müssen bei der Aktion Mensch bestimmte Gewinnzahlen gezogen werden. Für geringere Summen variiert die Verzinsung zwischen 3,25 und 4 Prozent. Außerdem sind nur 2000 Euro monatlich verfügbar, der Rest mit drei Monaten Kündigungsfrist. Die Zinssätze sind zudem nicht garantiert.

Der Vorteil der Tagesgeldangebote ist die täglich Verfügbarkeit des Geldes. Dafür ist die Verzinsung ihrer Höhe nach nur selten garantiert. Wem dies wichtig ist, der kann auf die tägliche Verfügbarkeit verzichten und sich dafür eine feste Verzinsung für zum Beispiel 12 Monate sichern. Auch hier ist in den vergangenen drei Monaten die durchschnittliche Verzinsung von 4,8 auf 3,1 Prozent zurückgegangen, aber auch bei Festgeld gibt es noch durchaus attraktive Angebote. So bietet die Mercedes-Benz Bank eine Verzinsung von 4,6 Prozent für 12 Monate, genauso die Santander Consumer Bank, allerdings erst von einer Anlagesumme von 2500 Euro an. Die ICICI bietet sogar 4,75 Prozent.

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Jahrgang 1978, Redakteur in der Wirtschaft.

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