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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Staatsanleihen Wie Anleihe-Anleger die Staatsschulden hochtreiben

 ·  Italiens Zinsen sinken! Stimmt nicht, das Land zahlt das Gleiche. Wie also wirken die Börsenkurse von Anleihen auf die Staatsschulden? Ein Erklärstück.

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Norbert Zanders

schönes Beispiel, nur falsch gerechnet

Ich kaufe die Anleihe für 1005,80 Euro und bekomme dafür das Versprechen, dass mir pro Jahr 55 Euro (5,5% von 1000) gezahlt wird und außerdem bekomme ich am Ende des Jahres 1000 Euro.
Wenn es eine 1jährige Anleihe wäre, dann sieht die Rechnung so aus:
(Eins vorab: Es muss natürlich weniger als 5,5 % herauskommen)
Ich bezahle 1005,80 Euro und bekomme nach 1 Jahr zurück:
1000 Euro + 55 Euro = 1055,00 Euro.
Der absolute Zinsgewinn ist 1055,00 - 1005,80 Euro = 49,20 Euro.
Der relative Zinsgewinn (Prozent per anno) ist:
49,20 Euro / 1005,80 = 0,048916 also 4,8916 Prozent.
Mir geht es hier nicht um Stellen nach dem Komma, aber dem Autor sollte zumindest klar sein, dass der effektive Zins kleiner wird, wenn ich mehr für die Anleihe zahlen muss, als auf dem Papier steht.
Wahrscheinlich spielt das aber in 2 Jahren schon keine Rolle mehr, weil Italien dann ohnehin pleite sein wird.

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Thomas Mirbach
Thomas Mirbach (lurkius) - 30.06.2012 08:50 Uhr

Verstehe 2 Sachen nicht

"Die aktuelle zehnjährige Anleihe Italiens, die am 1. September 2022 zurückgezahlt werden muss, wurde im März begeben. Die im (Zins-)Kupon verbriefte jährliche Zinszahlung beträgt 5,5 Prozent. Verkauft wurde die Anleihe zu 100,58 Prozent des Nominalwerts. Das bedeutet, dass die Anleger für 1000 Euro italienischer Staatsschulden 1005,80 Euro zahlten [2]. Die Rendite betrug damit 5,5004 Prozent."

Wie kann die Rendite 5,5004% betragen, bei einem Kupon von 5,5% und einem Ankaufskurs von über Pari?

"[2] Diese Aufschläge führen auch dazu, dass Staaten wie Deutschland und Dänemark in jüngster Zeit zwar noch Niedrigstzinsen zahlten, aber dennoch mit ihren Staatsanleihen letztlich sogar Geld verdienen konnten."

Wie soll das gehen?

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.07.2012 11:10 Uhr
Arthur Cichi
Arthur Cichi (ArCi) - 01.07.2012 11:10 Uhr

Sicherlich,

das geschieht nur in ganz wenigen, extremen Ausnahmefällen. Aber es gibt sie und das meinte der Autor.

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Thomas Mirbach
Thomas Mirbach (lurkius) - 30.06.2012 16:58 Uhr

Einverstanden, in diesem und nur in diesem...

...extremen Szenario mit einer negativen "safe haven" Rendite. Aber aus dem Kontext gelesen, habe ich den Verdacht, dass der Autor die Emission einer Anleihe zu über Pari mit einem Gewinn verwechselt. Der Emmitent zahlt ja für das Agio mit einem übermarkt Kupon. Der Barwert bleibt gleich.

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Thomas Mirbach
Thomas Mirbach (lurkius) - 30.06.2012 16:09 Uhr

Das wirds wohl sein dennoch...

...ergibt die zweite Aussage überhaupt keinen Sinn. Ich verstehe nicht, was der Verfasser damit überhaupt sagen will.

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Arthur Cichi
Arthur Cichi (ArCi) - 30.06.2012 13:57 Uhr

Diese Konstellationen gibt es,

unter denen die 2. Aussage stimmt. Deutschland hat z. B. vor Kurzem 2-jährige Staatsanleihen bei einem Kupon nahe Null begeben. Da sie bei der Ausgabe überzeichnet waren (wegen des noch großen Vertrauens in den deutschen Staat) wurden sie mit einem Aufschlag begeben. Daraus errechnet sich eine negative Rendite (Gewinn des Staates). Die wurde von den Anlegern wegen der guten Bonität in Kauf genommen.

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Arthur Cichi
Arthur Cichi (ArCi) - 30.06.2012 11:47 Uhr

Ist meiner Meinung nach

nach ein Tippfehler und sollte 5,4% anstattt 5,5004% heissen. Dann wäre die zweite Aussage zu den Aufschlägen auch wieder stimmig.

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Jahrgang 1964, Redakteur in der Wirtschaft.

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