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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Staatsanleihen Anleger verklagen Griechenland auf Entschädigung

 ·  Mehrere tausend Anleger wollen angeblich Griechenland wegen des Anleihentauschs verklagen. Auch auf die Bundesregierung könnte eine Staatshaftungsklage zukommen.

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Tilo Schw
Tilo Schw (Priexo) - 04.07.2012 15:33 Uhr

Risiko vs. Rendite

Die Kläger und Klägerinnen sollten sich eigentlich im klaren sein, dass im Anleihenmarkt ein Ausfallsrisiko des Emittenten besteht. Dieses Ausfallsrisiko wird am Anleihemarkt mit einem Zins und einem Kurs honoriert. Wer in letzter Zeit in griechische Anleihen investiert hat, wollte hohe Erträge, aber jetzt will man wohl das damit verbundene Risiko nicht mehr selbst tragen - bemerkenswert!

Diese Leute sollen froh sein, dass der Emittent nicht pleite gegangen ist - dann hätten sie nämlich gar nichts mehr gesehen!

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Klaus Wege
Klaus Wege (covenants) - 04.07.2012 15:00 Uhr

Billig brennende Ruinen erwerben und bei der Feuerwehr dafür ein neues Haus verlangen ...

... dieser Plan ist ein Anschlag auf EU-Steuerzahler.
Dt.Steuerzahler sollten sich nicht von den Krokodilstränen fehlinvestierter Geldverleiher + Forderungsaufkäufer rühren lassen.
Diese versuchen, gegen jede marktwirtschaftliche Regel den Schaden aus ihrem Treiben auf Unbeteiligte abzuwälzen. Fehlinvestierte Gläubiger wollen mit ihrem Lamento vergessen machen, dass verantwortungslose Kreditaufnahme Hand in Hand geht mit verantwortungsloser Kreditvergabe...
Im Griechenlandfall hatten sich Schuldner+Gläubiger zu einem parasitären Bail-Out-Pakt zusammengeschlossen - das Ausfallrisiko wurde implizit über die "EU-Schiene" auf Dritte abgewälzt. Ohne das Regulativ "Ausfallrisiko" eskalierte die Kreditvergabe über alle Vernunftsgrenzen. Das fidele Duo aus Gläubiger+Schuldner hatte ein ungebremstes Interesse an hohen Schuldenvolumina.
Wie verdreht das Subventionsdenken der schiefliegen Gläubiger ist, zeigt, dass der ureigene Forderungsausfall als "aufgezwungene Beteiligung" bejammert wird.

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Klaus Wege
Klaus Wege (covenants) - 04.07.2012 14:32 Uhr

Börsenverlierer stehen am Ende vor der Frage " Habe ich versagt oder wurde ich betrogen ?"

Verlierer, die sich dadurch auszeichen, aus Fehlern nichts zu lernen, entscheiden sich in aller Regel für die Betrugserklärung - schon um das angeknackste Selbstbewußtsein zu hätscheln.
Das Händchen wird den Verlierern dabei gehalten von einer spesenfreudigen Anwaltschaft ...
In Anlegerforen ist es daher nicht erstaunlich, dass Verlierer der Argentienpleite nahezu identisch sind mit den Hasardeuren bei der Griechenlandumschuldung.
Es ist befremdend anzuschauen, wie die ( wiederholt) größten Verlierer Meinungsführerschaft beanspruchen, Spezialforen gründen und als Schein-Rechtskenner verquaste Beratung bieten. Ein großer Teil der Verluste in den Kreisen ihrer Gefolgschaft geht auf die dort im Vorfeld verbreiteten Scheinsicherheiten und Rechtsirrtümer zurück.
So fehlerhaft und illusionär wie die "Beratung" dort, kann selbst fahrlässigste Bankberatung nicht sein ...


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Stephan Müller

Wenn Sie jemanden Geld leihen, dürfen Sie auch das Geld inkl Zinsen zurück erwarten.

Rückwirkend Gesetze zu verändern ist mehr als unmoralisch. Es ist juristisch fragwürdig - so wie jede Enteignung.

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Siegfried Kellner

Es mag zwar brutal klingen,aber...................

ich kann kein Mitgefühl für diese Anleger empfinden

Seit Jahren ist bekannt, was GR für ein miserabler Schuldner ist.
Doch die niedrigen Kurse und die hohen Zinsen schalteten bei diesen Anlegern wohl den Verstand aus. Manche mögen sogar auch noch durch Zockerei Gewinne eingefahren haben.

Wenn sie jetzt "vielleicht" ihr Geld verlieren, dann wird das für manche künftig ein warnendes Beispiel und auch heilsam sein.

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Cornelia  Holtmann

Als Zocker wollen die Privatanleger behandelt werden wie die Zocker-Banken.

Da wäre es doch nur logisch, ihnen Gelder aus dem ESM zuzugestehen. Wir wollen ja nicht, dass das rechtsstaatliche Gleichheitsprinzip verletzt wird.

Wir leben in Absurdistan.

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Jahrgang 1959, Redakteur der Wirtschaft in Berlin, zuständig für „Recht und Steuern“.

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