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Spekulieren auf den Rückkauf Griechenland-Anleihen auf Rekordkurs

Die Kurse griechischer Staatsanleihen sind am Donnerstag auf ein Rekordhoch gestiegen. Anleger wetten darauf, dass Griechenland mit Geld aus dem Hilfsfonds Anleihen zurückkaufen könnte.

© dpa Anleger spekulieren darauf, dass der griechische Staat ihre Anleihen zurückkauft.

Die Spekulationen auf das nächste Rettungspaket für Griechenland treiben die Kurse griechischer Staatsanleihen in die Höhe. Am Donnerstag klettert der Kurs der zehnjährigen Anleihe auf 35,614 Prozent und damit nahezu auf den höchsten Stand, seit die aktuellen Papiere nach dem Schuldenschnitt im März 2012 ausgegeben wurden. Die Rendite fällt mit 15,96 Prozent erstmals unter die Marke von 16 Prozent.

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Nach dem erzwungenen Umtausch notierten die Anleihen zunächst bei einem Kurs von 26,50 Punkten. Ihr Tief im Jahresverlauf erreichte sie im Mai mit knapp 14 Zählern.

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Ein Grund für die steigenden Anleihenkurse liegt in Spekulationen auf bevorstehende Rettungsszenarien. Vor etwa einer Woche hatte Jörg Asmussen, Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank, einen alten Vorschlag wieder auf das Hilfs-Tableau gebracht, der schon im Sommer vergangenen Jahres diskutiert wurde: Griechenland solle sich beim europäischen Rettungsfonds ESM Geld leihen und damit eigene Anleihen zurückkaufen. Das Land könnte so seine Schulden verringern, ohne dass es zu einem Schuldenschnitt käme. Weil Griechenlands Schuldverschreibungen unter ihrem Nennwert gehandelt werden, würde jeder Euro, der für den Rückkauf aufgewendet wird, praktisch gehebelt.

Die Rechnung geht vielleicht nicht auf

Asmussens Vorschlag wird jetzt wieder politisch virulent. Die Euro-Gruppe diskutierte auf ihrem Treffen über diese „Lösung“, auch wenn sie sich in der Nacht noch nicht auf ein drittes Hilfsprogramm für Griechenland einigen konnte. Merkel will das Hilfsprogramm für Griechenland im Rahmen des EFSF um 10 Milliarden Euro aufstocken. Und Finanzminister Schäuble habe laut CSU-Abgeordnetem Hans Michelbach am Mittwoch gesagt, ein Schuldenrückkauf für Griechenland könnte durch die Erweiterung des Hilfeprogramms des Euro-Schutzschirms EFSF erreicht werden.

Die Rechnung geht aber nur auf, wenn die Kurse griechischer Anleihen eben nicht in Erwartung eines Rückkaufs steigen. Denn ein solcher Kursanstieg würde die erhoffte Hebelwirkung zunichte und den Anleihenkauf damit sinnlos machen.

Genau dieses Szenario scheint sich hingegen an den Märkten im Moment zu ereignen. Die Investoren kaufen vermehrt Anleihen aus Griechenland, weil sie darauf setzen, dass der griechische Staat sie ihnen schon abkaufen wird. Vielleicht muss sich die Euro-Gruppe noch nach neuen „Lösungen“ umschauen.

Quelle: FAZ.NET

 
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