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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Sinkende Verzinsung Lebensversicherungen im Anlagenotstand

 ·  Die Überschussbeteiligung ist erstmals unter 4 Prozent gefallen. Die Versicherer müssen deshalb nun Milliarden nachreservieren - auf den Sparanteil ihrer Police.

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Simon Pein
Simon Pein (shampaign) - 28.01.2012 00:24 Uhr

Lohnt sich nicht

Hab grad meine Fondsgebundene Risikolebensversicherung nach 10 Jahren gekündigt. Die hat mich in der Zeit weder reich noch arm gemacht, eigentlich ein Nullsummenspiel mit ein wenig Verlusten.Beim Verkaufsgespräch waren aber tolle gewinne versprochen worden...Hinterher ist man schlauer. Der größte Vorteil ist, das ich zwischendurch das Geld nicht für sinnlose Sachen ausgegeben habe. :-)

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Johannes Meister
Johannes Meister (john23) - 27.01.2012 11:28 Uhr

Unsinn!

Nur in eimen Nebensatz kommt der Begriff "Sparanteil" vor. Ansonsten wird von durchschnittlicher Beitragsverzinsung gesprochen. Seit Jahrzehnten werden mit solchen Formulierungen die Versicherten getäuscht. Die genannten Zinssätze beziehen sich immer auf den Sparanteil. Der Sparanteil ist der Betrag, der übrig bleibt wenn die Versicherung "ihre Kosten" wie Provisionen, Verwaltung, Gebühren usw. abgezogen hat. Der Sparanteil ist bei jeder Versicherung unterschiedlich. Doch 75 Prozent des gezahlten Beitrages dürfte hinkommen. Da kann sich der Versicherte bei einer Verzinsung von vielleicht 4 Prozent ausrechnen, nachdem zuvor 25 Prozent abgezogen wurden, das es real ein Minusgeschäft ist. Wer Jahr für Jahr, auch ohne Steuervorteil, sein Geld in Sparbriefe, Bundesanleihen usw. angelegt hat, ist deutlich besser gefahren. Alles anderen Behauptungen sind Stuss!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.01.2012 13:13 Uhr
Kurt Michler

Es wird noch "besser"!

Stimmt, Herr Meister! Und nicht nur die Versicherungen werfen Nebelkerzen für den Bürger, auch die Politik. Bei der gerade geforderten Börsentransaktionssteuer möchte man ja auch den Eindruck erwecken, die müssten nur die "bösen Banken" zahlen. Spät wird der Bürger erkennen, dass diese Steuer die Rendite seines Versicherungsvertrages schmälert.

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Dieter Huber

Unsinn ist noch untertrieben

Der "Sparanteil" liegt die ersten Beitragsjahre nahezu bei Null, denn die geleisteten Prämien landen sofort in der Tasche des Vertriebs. Um das vor dem Kunden zu verschleiern, hat die Branche eine Wortneuschöpfung kreiert: "Zillmerung". Die im Vergleich zu heutigen Festzinsanlagen relativ hoch erscheinenden Überschussleistungen von jährlich 3-4% müssen differenziert betrachtet werden. Denn sie rühren aus einer Zeit, als die Umlaufrendite bei Vertragsabschluss noch bei 8-9% lag. Von der relativ hohen Überschussbeteiligung hatte der Kunde die ersten Jahre danach nichts, da eben kein Sparanteil übrig blieb, der hätte verzinst werden können. Der gleichzeitige Abschluss einer Risikolebensversicherung und Erwerb von z.B. Bundesschätzchen wäre 100% lukrativer gewesen. Aber hinterher ist man immer schlauer.

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Jahrgang 1977, Redakteur in der Wirtschaft.

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