22.08.2012 · Käme es zum Zahlungsausfall der Krisenländer, könnte die europäische Zentralbank einen Vorrang beanspruchen. Die EZB will das nun möglicherweise ändern. Es droht eine Glaubwürdigkeitskrise.
Von Philip PlickertRichtlinien für Lesermeinungen
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Private Gläubiger halten sowieso keine Anleihen aus GR mehr, die sie nicht als Rest noch haben
und werden aber so oder so keine Staatsanleihen der Südländer kaufen, da es selbst bei der (eigentlich notwendigen) Gleichstellungen der EZB keine Sinn macht, überschuldeten Körperschaften für Zinssätze unter 10% Zinsen Kredite zu geben. Risiko und Ertrag sind in keiner Weise ausgewogen. Der Target 2 Mechanismus hat übrigens nur die Wirkung auf IGeld/Inflation wie ein Staudamm auf Wasser/Überflutungen bei riesigen Unwettern. An irgendeinem Punkt platzt das "Bollwerk" und das Geld ist nichts mehr Wert, was erst gar nicht, aber dann um so heftiger passiert.
Wer macht mit der EZB noch Geschäfte?
Beim letzten Haircut Griechenlands (100 Milliarden Euro) hat die EZB
seriöse Gläubiger betrogen, indem sie sich selber
plötzlich außerhalb des Schuldenschnitts gestellt hat. Zu den
Betrogenen gehörte auch der norwegische Staatsfonds, der
Lizenzeinnahmen Norwegens aus der Ölförderung zwecks
Altersvorsorge für künftige Generationen anlegt. Dieser Fonds
fragt seitdem (April 2012, siehe FAZ) gar keine europäischen
Staatsanleihen mehr nach. Wer hätte das gedacht? Andere Fonds aus
Rohstoffländern streiken ebenfalls. Selbst die Nigeria-Connection
macht keine Geschäfte mehr mit europäischen
Süd-Pleite-Staaten und der EZB. Vernichtender kann ein Urteil
über die Glaubwürdigkeit des EZB-Personals und der
europäischen Politfunktionäre wohl kaum sein. Die Folge war
klar: Wenig Nachfrage – steigende Risikoprämien, sprich
Renditen. Das hätte eigentlich ein Banklehrling im ersten Lehrjahr
prognostizieren können.
Wer „kauft“ also noch spanische, italienische,
portugiesische Staatsanleihen? Es gibt ja,
Staaten können nicht Pleite gehen,
hab ich mal gelernt. Vorübergehend zahlungsunfähig ja, dann
müssen Anleger Geduld aufbringen. Es sollte dann vorrangig der mit
den schmerzlichsten Verlusten bedient werden. Die EZB würde das
kaum sein.
Die Schulden der EU „Südstaaten“ sind nicht unbedingt
das Problem , sondern die Gesinnung in den Staaten. Reiche Griechen z.
B. bringen vielfach ihr Erwirtschaftetes in Steueroasen, ihr Staat geht
leer aus. Und dann – so konnte man es letztens in einer TV-Sendung
erfahren – stellen Kleingewerbetreibende keine Quittungen aus und
zahlen somit auch keine Steuern. Und wir werden als Nazis beschimpft,
unsere Kanzlerin in entsprechender Uniform mit Hakenkreuz durch die
Gazetten getrieben, sie wird gar des Völkermords bezichtigt, weil
wir die Griechen angeblich nicht mit unseren Steuern retten wollen. Wir
haben es also nicht (nur) mit einem Finanz- sondern Gesinnungs-,
Wahrnehmungs- und Steuergeldeinsammlungsproblem zu tun.
MfG
EZB-Protzigkeit - Bundesbankbeständigkeit = vernichtendes Chaos!
Auf diese - wenn hier ['es d r o h t eine Glaubwürigkeitskrise']
auch aufgehübschten - Meldung war seit Wochen zu warten! Wie
bereits von Fachleuten und einer Vielzahl der Foristen in der
Vergangenheit befürchtet, ist dasjenige eingetreten, was den
mittelfristigen Abgesang einer verfehlten Euro-Politik einläutet.
Angetreten mit dem bewährten Credo der Deutschen Bundesbank,
Währungs- und Zinspolitik auf lfd. Stabilitätsmaßnahmen
zu beschränken, maßt sich die EZB zwischenzeitlich an, wie
die amerikanische Fed zu agieren und den Sicherungshort in einen
Bad-Bank-Status zu pervertieren.
Damit wird dem Euro die allerletzte kraft genommen werden; denn schon
überlegt man einen Rangverzicht bei staatlichen Schrottanleihen
zugunsten des privaten Turbo-Finanzmarktes und wird damit auch den
allerletzten Cent von den europ. Steuerzahlern abzocken.
Sorry, mein EUROPA, aber das war's wohl!
Ich finde es sehr interessant, dass im (selbst hochinteressanten)
Artikel von "privaten Gläubigern" die Rede ist. Das hat
Anklänge von Schutzbedürftigkeit und unverschuldeten
Problemen. Tatsächlich schreibt der Autor auch weiter, dass die
privaten Gläubiger höhere Schuldenschnitte
"hinnehmen" müssten. Man bekommt direkt Mitleid,
wenigstens Verständnis. Hätte man von Banken geschrieben oder
Investmentbanken oder gar Zockern, hätte sich ein anderes
Gefühl eingestellt.
gehen ganz offensichtlich in diesem Fall davon, dass sie sowohl von der EZB als Institution und persönlich von Draghi einfach angelogen werden. Was recht schlüssig erscheint.
"..Die EZB wolle „das Problem lösen, dass private Investoren meinen, die EZB habe einen bevorrechtigten Gläubigerstatus“." ist das geradzu unverschämt. Die europäischen Regierungen und die EZB haben mit dem "freiwllig" erpressten Schuldenschnitt von 70% der privaten Anleger im Falle von GR bereits klar gezeigt, wie sie das sehen. Selbst ein Rangrücktritt wird nicht zu einer Wiederherstellung des Vertrauens führen. Das lenkt alles nur davon ab, das zumindest GR in keiner Weise die notwendigen Schritte ergreift. Selbst die nicht-erfolgenden Versprechungen würden nicht ausreichen und irgendwann bricht auch der Target II Staudamm, so daß wir zur Staatsentschuldung massive Inflation bekommen. Tatsächlich findet die Inflation bereits statt - die Staatskosten auch hierzulande steigen um mehr als 5% p.a. Der durch Kurspflege zu hoch bewertete Euro führt aber durch (noch) billige Konsumgüterimporte zu einer Dämpfung des Effekts, was allerdings nicht mehr lange haltbar ist.
"hatte Draghi apodiktisch erklärt"...
er hat seit dem Beginn seiner Amtszeit schon so viel "apodiktisch" erklärt und dann alles anders gemacht. Hier geht es nicht um "was interessiert mich das Geschwätz von gestern". Auch nicht um einen Firmenmanager, der durch seine unklare...sich immer ändernde Strategie Vertrauen verliert. Wären seine Entscheidungen nur wankend - es wäre schon schlimm genug. Und würde er sich dadurch nur zu einem Getriebenen des Finanzmarktes machen...auch das wäre verheerend. Hier geht es aber um jemand, der über das Wohl oder Wehe von hunderten Millionen Menschen im Euroraum bestimmen kann. Und dafür ist er definitiv nicht der Richtige!!!
Stichpunkt Monetäre Staatfinanzierung
Erst kauft unsere EZB Staatsanleihen an. (1. Rechtsbruch) Dann verzichtet Sie auf Ihren Vorrang. (2. Rechtsbruch) Gut für die Südländer, Sie zahlen weniger Zins, (da sie ja gleich mit der EZB befriedigt werden) ja und natürlich ist das eine perfekte Lösung. Wenn man es über die EZB und nicht über den ESM oder andere Institutionen macht, da im EZB-Rat beispielweise Zypern genauso viel Stimmen hat wie Deutschland. Hier müssen schnell Änderungen her, weil wer haftet wenn die EZB durch Schuldenschnitte Verluste erwirtschaftet, Deutschland mit dem höchsten Teil.
Von wegen, wer es bis dato noch nicht verstanden haben sollte, wie
klangheimlich sich die EZB zur "mächtigsten Institution"
selbst gemacht hat oder gemacht wurde, dem sollte ein noch nicht
veröffentlichtes Deskret verinnerlichen, was hier geschieht.
So oder so ähnlich könnte es formuliert werden:
Untertanen, gesetzeslose Individuum
absofort übernimmt die EZB alles wie die Judokative, Legislative
sowie die Exekutive, folgendes wollen wir erreichen, ihr die Untertanen
geht gefälligst arbeiten und verschwendet keine unnötige Zeit,
lest keine Zeitungen, hört keine Radiosendungen, denn dieses ist
reine Verschwendung. Nutzt die Zeit stattdessen und geht arbeiten,
solltet ihr Schwirigkeiten bekommen bezüglich der erheblichen
Lebensstandartkosten, dann nehmt gefälligst einen Zweit- oder
Drittjob an. Für unsere Institution haben nur die Steuereinnahmen
eine Bedeutung, denn meine Mitarbeiter und meine Wenigkeit wollen ja
sehr gut leben wollen und dürfen.
Dieses zur Glaubwürdigkeitskrise!
Unbedingt ansehen: Prof. Sinn zur Staatsverschuldung
Schon vor einiger Zeit hat Prof. Sinn die Staatsverschuldung in Euroland
und deren Folgen beschrieben. Einfach googlen nach "prof sinn
staatsverschuldung". Überschrift des Beitrages:
"Staatsverschuldung 1950-2011 - Generationenvertrag ade".
Hier wird offenbar, warum sich Juncker so "reinhängt",
wenn es um Bankschuldenübernahme durch die Geberländer geht.
Rechnet man nämlich die Schulden der luxemburgischen Banken auf die
Bürger um, so fällt auf jeden Luxemburger ein Schuldenbetrag
von 1,9 BILLIONEN Euro!
Also, spätestens, wenn Luxemburg Probleme mit seinen Banken
anmeldet, ist der Super-Gau in Euroland eingetreten!
Gestern brachte "Plusminus" einen Beitrag über Island und wie man dort die Finanzkrise bewältigte.(Kann in Mediathek abgerufen werden). Man ließ alle Groß-Banken in die Pleite gehen, unterstützte nur die für die Volkswirtschaft wichtigen kleineren Banken. Die verantwortlichen Banker gingen entweder ins Gefängnis oder werden noch mit Haftbefehlen gesucht. Regierung und Präsident lehnten die Haftung für Banken mit der Begründung ab, sie seien ihren Bürgern gegenüber und nicht internationalen Spekulanten und Investoren. Mit dieser Radikal-Kur bekam man nicht nur die Krise in den Griff und unter Kontrolle, sondern gewann auch das Vertrauen und den Rückhalt der Bevölkerung. Es wird höchste Zeit, dass Team Merkel/Schäuble eine Bildungsreise nach Island unternehmen.
Rechnet man die bisher nicht gestoppten Kosten von Target II und den
noch anzukaufenden faulen Staatsanleihen hoch, so dürfte die amerik.
Hypothekenkrise dagegen, im Verhältnis zu Europa, eine wahre Idylle
gewesen sein. Damit dürfte Jörg Asmussen und Mario Draghi in
nichts
den amerik. Bankrotteuren, wie z.B. eines Dick Fuld von den Lehman-
brüdern nachstehen!
Und sowas läßt man ungebremst, mit dem vorbereiteten ESM-Ermäch-
tigungsgungsgesetz, auf den Deutschen Steuerzahler los, der offen-
sichtlich schutzlos diesen Machenschaften der Europäischen Zockerbank
ausgeliefert ist! Wer und wann schreitet endlich mit der überfälligen
Währungsreform des Eurosystems gegen dieses ruinöse Vorgehen
der EZB ein?
das Problem läßt sich leicht lösen
Ob die EZB eine Glubwürdigkeitskrise bekommt hängt von der
aktuellen Glaubwürdigkeit ab. Da sehe ich keine Gefahr eines Glaubwürdigkeitsverlustes.
Der EZB wird es ein leichtes sein auf den bevorzugten Status einfach zu
verzichten. Sie ist ja über die zahlungsfähigen Zentralbanken
ohnehin besser abgesichert als über die Staatsanleihen der
Schuldnerländer. Sogesehen ist es egal, ob man z.B. von GR das Geld
als bevorzugter oder nicht-bevorzugter Gläubiger nicht bekommt.
Entsprechend hat der IWF die EZB vor Wochen schon zu einem
Schuldenschnitt aufgefordert.
An der EZB läßt sich bestens erkennen, daß wir
tatsächlich bereits eine Schuldenunion geworden sind.
Plumpsack mit dem Ausfallrisiko
Dieser Eiertanz wird langsam unwürdig. „Jeder“
(außer der Berliner Politik) weiß, dass viele der
Staats-/Privatschulden in der Peripherie nie oder nur teilweise
zurückgezahlt werden können. (selbst wenn der Wille vorhanden wäre)
Wenn die EZB auf ihren Vorrangstatus verzichtet, bedeutet das nur ein
erhöhtes Ausfallrisiko des Steuerzahlers. Und der merkt (noch)
nichts.
Anstatt einer ordentlichen Restrukturierung, die vor allem für die
Zukunft klarmacht, dass JEDE Investition Risiken hat, versucht die EZB
mit dem Prinzip Hoffnung einen Teil des durchaus vorhandenen Risikos in
den Privatsektor zu verschieben – ohne gleichzeitig den Preis
– höhere Zinsen – zu zahlen.
Wird nicht funktionieren – und nebenbei – solange die
Ausfallrisiken nicht beseitigt oder ganz klar sind, wird keiner die
dringend nötigen Investitionen tätigen, die gebraucht
würden, um die Schulden zurückzuzahlen.
Warum wird der Teufelskreis nicht durchbrochen? Wir wissen es doch
besser.
EZB will sich für ihre nächsten Sünden vorbereiten, um anzukündigen, ...
... dass sie sie entschieden, bewußt und gewollt begehen will.
Vorfahrt den privaten Großspekulanten!
Die Herren Draghi und Asmussen werden immer mehr zum Problem für
die europäischen und besonders die deutschen Steuerzahler. Wenn ich
den Text richtig verstanden habe, wollen diese seltsamen
Währungshüter dafür sorgen, dass die internationalen
Großspekulanten ihr Gläubigerrisiko zu Lasten der
europäischen Steuerzahler, mit deren Geld die EZB ja hantiert,
verringern können. Es geht also wieder einmal darum, die
Ausfallrisiken in diesem ganzen Schuldenschlamassel auf die in dieser
Sache quasi hilflosen und zur Unmündigkeit verdammten Bürger
abzuwälzen.
Ein normaler Kleinanleger würde die Schrottanleihen der
Sorglos-Staaten seit langem nicht mehr kaufen. Das besorgt für ihn
ohne seine Einwilligung in vertragswidriger Weise und in großem
Stil die EZB. Damit außer ihr auch die internationalen
Großspekulanten am Staatsanleihenkauf, der die Pleite der
Südländer verhindern soll, beteiligt bleiben, werden also
erneut und zusätzlich die Bürger in Haftung genommen.
Herrliche Europa-Zeiten!
würden sich freilich einstellen, wenn die EZB ewig Anleihen der
PIIGS unbegrenzt aufkauft und sich verpflichtet, im Falle von
Zahlungsausfällen stets völlig auf Rückzahlungen zu verzichten.
In dem Moment, wo auf Märkten gewaltsam ein bestimmter Preis = Zins
außerhalb des Marktgleichgewichts durchgesetzt wird (und das gilt
auch für "Zinsobergrenzen"), verlassen wir das Modell der
Marktwirtschaft und befinden uns in der Welt der zentralen
Verwaltungswirtschaft. Die Kosten der resultierenden Fehlallokation
müssen im vorliegenden Fall zu fast einem Drittel von Deutschland
getragen werden, die Vorteile kommen den überschuldeten und
reformunwilligen Schuldenländern zu Gute.
Das Leugnen der Fakten durch Draghi, Asmussen und Co. ist zwecklos, es
handelt sich in jedem Fall um massive Staatsfinanzierungen mittels eines
XXXXL Wohlstandstransfers von Deutschland an die Südländer -
rechtswidrig, vertragswidrig, unverantwortlich und unverschämt.
Wieder ein unglaublicher Vertrauensbruch
Schäuble redet gebetsmühlenartig noch immer von 190 Milliarden
Haftungsobergrenze für Deutschland. Es seien ja "nur"
Garantien. Als Jurist sollte er wissen, dass eine Bürgschaft
jederzeit fällig werden kann.
Inzwischen haben sich aber die Forderungen der Bundesbank gegen die EZB
aus Target-2 auf 700 Milliarden erhöht und sie steigen weiter. Bei
Ausfällen von Staaten verzichtet die EZB nun auf vorrangige
Befriedigung (z.B. aus Goldreserven des betreffenden Staates). Damit
erhöht sie mal so eben Deutschlands Risiko eines Totalausfalls der
Forderungen zugunsten privater Zocker.
Mich wundert inzwischen nicht mehr, dass unsere Regierung sich das
gefallen lässt. Wahrscheinlich durchblickt man nicht mehr, was in
der EZB gespielt wird. Herr Asmussen, der schon zu Schröders Zeiten
die Deregulierung der Banken befürwortete, spielt sich jetzt als
Retter der privaten Investoren auf, deren selbst eingegangenes Risiko
auf jeden Fall vom deutschen Steuerzahler zu tragen sei.
740 Milliarden = 28,8% des BIP
Nicht dass es auf 40 Milliarden mehr oder weniger noch ankäme, aber
tatsächlich stehen die Target II Salden schon bei 740 Milliarden
Euro (Stand Juli, Quelle: Monatsbericht August der Deutschen Bundesbank,
S. 149, online auf der Homepage der Bundesbank verfügbar). 740
Milliarden Euro sind übrigens, aufs deutsche Bruttoinlandsprodukt
vom Stand Ende 2011 gerechnet, 28,8% des deutschen BIP. Und noch eine
letzte Zahl, die in dem Zusammenhang auch relevant ist: Der deutsche
Exportüberschuß in die Euro-Staaten betrug 2011 80,4
Milliarden Euro.
Mit anderen Worten: Unser Exportüberschuss in den Euro-Raum wird
von der EZB mit der Notenpresse finanziert (die Kapitalflucht kommt
momentan natürlich noch dazu). Das mag für die deutsche
Exportwirtschaft schön sein - darum auch die entsprechenden
Statements in der Öffentlichkeit -, aber für die
Volkswirtschaft bedeutet es, dass Deutschland 80 Mrd. Euro an Waren und
Dienstleistungen im Jahr für Umme exportiert.
Wir kommen der Sache näher: Was wäre Solidarität?
Die Bevölkerung der Nordländer wird nicht akzeptieren, dass die Südländer den Schrott, d.h. die riskanten Schuldpapiere aus ihrer Staatsschuld, der Gemeinschaft der Euro-Länder unterjubeln. Solidarisch ist nicht, die vorhersehbaren Folgen verantwortungslosen Handels der Vergangenheit zu vergemeinschaften. Für eine verantwortbare Staatschuld bis etwa 50% des BIP kann eine Gemeinschaft sehr wohl etwa gleiche Bedingungen erwarten, das wäre Solidarität im gemeinsamen Interesse. Es ist daher unverzichtbar, dass die EZB auf dem bevorrechtigten Tilgungsanspruch für ihre Kredite bedingungslos besteht. Man sollte Draghi nicht erlauben, an die Vergemeinschaftung der gesamten Schrott-Schuldpapierenur auch nur zu denken. Niedrige Zinsen für bevorrechtigte Gemeinschaftsschuld, und logischerweise steigende Zinsen für exzessive und riskante Schulden erzeugen den erforderlichen Druck, die darüberhinaus gehende Staatsschuld mit allen Mitteln zu reduzieren: So könnte es sinnvoll sein.
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