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Schlechte Wachstumsaussichten Großbritannien verliert Spitzenrating „Aaa“

 ·  Die Ratingagentur Moody’s hat Großbritannien auf „Aa1“ herabgestuft. Grund seien das langsame Wachstum und die hohe Verschuldung.

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Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 23.02.2013 18:20 Uhr

Aa1 - so so.

Mit der Wertung können wir uns auch so langsam mal vertraut machen - dauert nicht mehr lange bei all den Garantien und Bürgschaften die von der Bundesregierung ILLEGAL eingegangen wurden. Aa1 ist aber immer noch die oberste Stufe von "High Grade" und somit NOCH kein Grund zur Panik (entspricht AA+ bei S&P und Fitch).

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Teito Klein

Moody's entzieht Bestnote

"Die Rating-Agentur Moody's hat Großbritannien die Top-Bonität AAA entzogen - und das Land auf AA1 gesenkt. Ursache sind die schwache Konjunktur und die steigende Verschuldung. Finanzminister Osborne nannte die Herabstufung eine harsche Erinnerung an den Ernst der Lage."

Das Haushaltsdefizit wird dieses Jahr die 7%-Grenze übersreiten, ie Gesamtverschuldung die 90%-Grenze. Obwohl die Bank of England umgerechnet 450Mrd€ ins Finanzsystem gepumpt hat, ist eine Besserung ist nicht in Sicht. Aber die wirtschaftliche Lage ist immer noch besser als die von Frankreich. Und Frankreich tut nichts dagegen. Verglichen mit Großbritannien müßte Frankreich ein Rating von Baa2 haben, mit negativen Ausblick.

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Paul Pauländer

Da laufen sie in ihren Untergang...

die USA, GB und Japan. Es gibt schon enorme Wetten auf einen sinkenden Dollar Ende April 2013, die unbegrenze Garantie für Girokonten wurde (wieder) auf 250.000 USD beschränkt, (das sind 1400 Milliarden USD, die der Staat nicht zahlen muss), Ratingagenturen wurden verklagt oder das Rating ganz untersagt.... Die Ratings, auch für GB, kann man im Grunde nur noch als "netten Hinweis" auf die bevorstehende Explosion der Schuldenbomben werten. Die Situation ist aussichtslos. Die Nationalgarde der USA wurden schonmal mit 7000 neuen Strumgewehren ausgerüstet... denn der Krawall ist sicher. Man wird keine Banken mehr "retten" können und wollen. Die kleine "Wechselstube" England geht in diesem Währungsstrudel unter und die "Realwirtschaft" ? In GB Fehlanzeige... die gibt es dort (fast) nicht mehr. Die Briten reiten ein totes Pferd.

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Ralf Kowollik

Warnung vor einem EU-Austritt

Die Herabstufung durch Moody's kann auch als Warnung vor einem möglichen EU-Austritt Großbritanniens verstanden werden. Denn ein solcher Austritt käme GB teuer zu stehen. Weitere Herabstufungen der britischen Kreditwürdigkeit könnten die Folge sein.

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U. W. A. Rech

AA1??

Was rechtfertigt eigentlich ein solches Fantasie-Rating? Das royale Tafelsilber vielleicht? Die Schwäche von Euro, US Dollar und Yen vielleicht? Vergleiche mit Kreta, Spanien, Italien oder Rumänien oder Somalia vielleicht? Dass unter all den Lahmen und Siechen der Einäugige König ist vielleicht?

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Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 23.02.2013 09:17 Uhr

@Bertram Hinseher - dann fangen Sie mal bei Merkel an: Auszug aus dem Artikel ...

..der "Der Schattenmann", erschienen im Wirtschaftsmagazin CAPITAL vom 12.Jul 2006, :

"Dibelius nahm schon früh Kontakt zu CDU-Parteichefin Angela Merkel auf, lange vor ihrer Nominierung als Kanzlerkandidatin. Für die Politikerin arrangierte er mehrere Dinner mit Unternehmenschefs, damit sie besser und schneller mit Personen aus der Wirtschaft ins Gespräch kam. Immer wieder steht er der Kanzlerin bei Fragen zur Verfügung."

Dibelius soll noch heute Merkel mit Rat und Tat zur Seite stehen! Und für alle anderen die nicht wissen,wer Alexander Dibelius ist, er ist oberster Chef von GOLDMAN SACHS Deutschland (seit 2004).Selbstverständlich ist Merkel Dibelius in keinster Weise verpflichtet,da Dibelius völlig selbstlos handelt, wie man es von GS eben nicht anders gewohnt ist (oder was hätten Sie gedacht?). Ohne Bedeutung also, dass GS möglicherweise sehr viel verlieren könnte, wenn es den EURO zerreißt.

Ein Schelm, wer jetzt auch noch an Herrn Mappus und seine "Führungskraft" denkt.

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Monika Lorenz

Na sowas,

die sind doch gar nicht im Euro.
Bisher hiess es von Sinn & Co. doch immer: Hauptsache eigene Währung.

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Peter Herbeck M.A.

In Frankreich ist dies schon vor einem 1/4 jahr passiert, England steht HH´smäßig besser da !!

Frankreich hat HH´s-Konsolodierung versprochen(!?!), mehr aber nicht. Unser geliebtes Maastricht (3 % 9 in weiter ferne. Wenn ich mir dann unsere "Wirtschaftsweise" lt. Herrn Gysi, Sahra Wagenknecht. Er rückt sie in die Nähe von Ludwig Ehrhard, schö formuliert.
Wagenknecht:"Die Euro-Staaten erhalten bis zu einer Defizit-Obergrenze von etwa 4 Prozent der Wirtschaftsleistung pro Jahr und einer noch festzulegenden maximalen Gesamtverschuldung direkt von der Europäischen Zentralbank (EZB) Kredite, so dass sie nicht mehr vom Kapitalmarkt abgeschnitten sind". Nein danke, dies geht mir alles zusehr in die Richtung Planwirtschaft. "Bau auf, bau auf" oder die `Karre aus dem Dreck´ziehen, dürfen andere. P.S.: Bin gespannt wie in Italien die Wahl ausgeht. Überspitzt formuliert, hier soll ja das Steuernzahlen abgeschafft werde, lt. dem "Bunga-Bunga-Pabst".

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Christopher Kern

Über die Jahre hinweg...

nicht besonders verwunderlich. Vorneweg: Ich mag die Briten - alle aus Großbritanien. Als Praktikant Ende 1977 in einer mittelenglischen Gieserei, die waren tough - auch wenn das Regenwasser durch Dachdecken sprieste. 10 Jahre später - der gleiche Zustand, nur weniger Aufträge! Heute? Von den Bankern verbleibt dem Volk der Insel so gut wie nichts. Wer die Dependancen von GM in England mal von innen betrachten konnte, muss zur Erkenntnis kommen, dass GM Bochum in einem anderem Jahrundert lebt - was selbst dort jedem nachdenkenden Ingenieur Stirnrunzeln bereitet. Das Empire ist vorbei - die Monarchie lebt. Eine Selbsttäuschung, dass die Londoner Wechelstube alles regeln werde. Den englischen Humor in Ehren - welcher Shanghai/Singapur/Hongkong nicht (mehr) kennt. Heavy metal mäßig gab es einmal eine Augenhöhe. Aa1(+) ist schiere Schmeichelei.

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Philipp Laurisch

Vorprogrammiert

Wen wundert es? Wenn es in ein Land ungeregelte, d.h. unqualifizierte Einwanderung gibt - was in GB der Fall war und ist - dann werden die Sozialsysteme über Gebühr belastet, es entsteht also ein finanzieller Schaden. Bei und wird das Problem auf Länder und Kommunen abgewälzt und damit verdrängt. Früher oder später werden wir hier Städte und komplette Bundesländer genauso retten müssen wie Spielbanken oder Pleite-Euroländer. Spätestens dann geht es auch im Bundeshaushalt ans Eingemachte. Die Schuldenbremse ist dann Makulatur.

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22.02.2013, 22:53 Uhr

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