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Rückkehr an den Anleihemarkt Irland will zeitnah Staatsanleihen mit Laufzeit bis 2017 versteigern

Irland ist auf wirtschaftlichem Erholungskurs und will sich mit langlaufenden Staatsanleihen wieder Geld am Kapitalmarkt besorgen. Bei Papieren mit kurzer Laufzeit hat das im Sommer schon geklappt.

© AFP Die Iren emittieren wieder Staatsanleihen mit langer Laufzeit.

Das Euroland Irland lässt die schwere Finanzkrise immer stärker hinter sich und will schon bald langlaufende Staatsanleihen auf den Markt bringen. Die neuen Papiere werden eine Laufzeit bis 2017 haben, teilte die nationale Schuldenagentur National Treasury Management Agency (NTMA) am Montag mit.

Die Auktion wird laut der Agentur mit Hilfe einer Reihe von Banken durchgeführt werden, darunter Barclays, die Société Générale und die Royal Bank of Scotland (RBS). Die Versteigerung soll „in näherer Zukunft stattfinden“, hieß es weiter offiziell von der NTMA. Weitere Details wurden nicht bekannt. Aber aus Kreisen, die mit der Versteigerung betraut sind, hieß es, dass der Kupon der neuen Anleihe 5,50 Prozent betragen soll.

Papiere mit kurzer Laufzeit schon erfolgreich getestet

Irland wird derzeit von der Ratingagentur Moody’s mit der Kreditbewertung „Ba1“ (Ramschniveau), von Standard & Poor’s mit „BBB+“ (drei Stufen über Ramschniveau) und von Fitch mit „BBB+“ (ebenfalls drei Stufen über Ramschniveau) eingestuft. Zuvor hatte Irland bereits Staatsanleihen und Geldmarktpapiere mit kürzerer Laufzeit versteigert und damit den Markt erfolgreich getestet.

Mehr zum Thema

Irland zählt zu den Krisenstaaten der Eurozone und befindet sich unter dem Rettungsschirm. Wegen einer schweren Immobilien- und Bankenkrise hatte Irland 2010 als erstes Land in Europa Finanzhilfen aus dem Rettungsschirm beantragt. Im Gegensatz zu anderen Krisenstaaten befindet sich das Land im Norden der Eurozone aber auf dem Weg der Erholung.

Quelle: FAZ.net mit dpa-AFX

 
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