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Rentenmarkt Pfund-Anleihe von Toyota doppelt interessant

 ·  Der japanische Autobauer Toyota kommt zum Monatsende mit einer auf das britische Pfund laufenden Anleihe heraus. Der Kurzläufer ist doppelt interessant: des festen Pfunds und des enormen Renditevorsprungs wegen.

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Angesichts der erwarteten Zinserhöhung in Amerika empfehlen Anleihestrategen, auf kurz- bis mittelfristig fällige Schuldtitel zu setzen. Bei Langläufern drohten vergleichsweise größere Kursverluste, heißt es (). Insofern dürften Anleger, die im Sinne eines gelungenen Anlagemix nicht auf Rentenpapiere verzichten wollen, bei der neuen Anleihe von Toyota richtig liegen.

Denn der auf das britische Pfund lautende Titel, der am 28. Mai erstmals gehandelt werden wird, erscheint in doppelter Hinsicht interessant. Zum einen weist die Währung des Vereinigten Königreichs nach einigen Zinserhöhungen gegenüber dem Euro eine feste Tendenz auf. Zweitens kommt die Anleihe mit einem Zinssatz auf den Markt, der auf eine Rendite hinausläuft, die vergleichbare Bundesanleihen um Längen schlägt. Zudem hat Toyota ein erstklassiges Rating.

Renditevorsprung von 2,3 Prozent zur Bundesanleihe

Die Anleihe des Autobauers wird von dessen Finanzierungstochter Toyota Finance Austria auf den Markt gebracht. Das Papier mit der Kennummer XS 01 93 03 31 48 kommt bei einer Laufzeit von drei Jahren mit einem Zinssatz von 5,25 Prozent und einem Ausgabekurs von 99,62 Prozent. Das läuft auf eine Rendite von 5,3 Prozent hinaus. Zum Vergleich: Eine dreijährige Bundesanleihe rentiert aktuell mit knapp drei Prozent. Dabei weist Toyota bei Moody´s Investors Service und Standard&Poor´s jeweils ein hervorragendes Rating auf (Aaa/AAA). Besser geht es nicht.

Daß Anleger bei Toyota auf der ganz sicheren Seite sein dürften, legen die neuesten Meldungen aus dem Unternehmen nahe. Der Konzern hat jüngst als erstes japanisches Unternehmen einen Jahresgewinnn von mehr als einer Billion Yen (etwa neun Milliarden Euro) erwirtschaftet. Und er erwartet, daß 2004 ein weiteres Rekordjahr wird. Wenn diese Prognose ertritt, dürfte dies der Anleihe grundsätzlich nützen.

Renditeplus auch bei Pfund-Abwertung von fast 4,5 Prozent

Nun besteht bei Fremdwährungsanleihen ein Risiko: jenes, daß die Währung, auf den der Schuldtitel läuft, abwertet. Dieses Risiko erscheint beim Pfund im Verhältnis zum Dollar aus heutiger Sicht mittelfristig recht gering. In Euroland ist von einer Zinserhöhung angesichts der vor sich hin dümpelnden Konjunktur keine Rede, während die Bank of England schon mitten in ihrem Zinserhöhungszyklus steckt und weitere Zinsschritte nach oben erwartet werden. Dies wiederum nützt dem Pfund, da höhere Zinsen auf Rendite erpichte Anleger anziehen, was die Nachfrage nach der britischen Währung stärkt - und damit ihren Kurs.

Das Pfund könnte sogar um fast 4,5 Prozent gegenüber dem Euro abwerten, und die Toyota-Anleihe wäre immer noch rentabler als eine dreijährige Bundesschuld. Ein Rechenbeispiel: Angenommen, ein Anleger investiert 1.000 Pfund in diese Anleihe, so wären das nach dem aktuellen Kurs etwa 1.490 Euro. Die Zinsen von 52,50 Pfund entsprechen 78,22 Euro. Falls der Kurs des Pfund von derzeit 67 auf 70 Pence je Euro sinken sollte, was ein Minus von 4,3 Prozent wäre, würden aus dem eingesetzten Kapital 1.430 Euro, die Zinsen würden auf knapp 75 Euro sinken. Dieses Zinsaufkommen auf drei Jahre gerechnet und mit dem Wert der Anleihe von 1.430 Euro addiert, bedeuteten nach Ende der Laufzeit der Anleihe ein Kapital von knapp 1.670 Euro. Bei einer dreijährigen Bundesanleihe hätte der Anleger (1.490 Euro plus dreimal 44,25 Euro Zinsen) rund 1.622 Euro.

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