17.08.2011 · Die Einführung so genannter Euroanleihen ist weiterhin umstritten. Falls sie eingeführt werden sollten, könnte es teuer werden für Deutschland, erklärt das Ifo-Institut. Die Zinskosten könnten um bis zu 47 Milliarden Euro pro Jahr steigen.
Richtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Höhere Zinsen sind noch nicht alles
Euro-Bonds würden nicht nur über drastisch schlechteres Rating und daher höhere Zinsen Deutschlands Schuldendienstlasten stark erhöhen.
Darüber hinaus würde Deutschland für viele von faktisch bankrotten Staaten eingegangene Schulden haften. Die Mithafter werden immer weniger, selbst Frankreich ist schon angezählt. Am Ende bleiben nur D, NL, Ö,...
Ein deutscher Politiker, der hier zustimmt, schafft die Bundesrepublik mittelfristig ab.
Es ergibt nicht den geringsten Sinn aus Sicht der Geberländer, Eurobonds einzuführen: Die Zinslast der Schuldenländer wird bereits von EZB und Rettungsschirm auf unsere Kosten verringert. PIIGS müssen ihre Haushalte konsolidieren. Sicher: das wird Deutschland in den Zwang versetzen, Lohnstückkosten weiter zu senken. Das konnten wir bislang immer, auch bei einer teuren Mark waren wir konkurrenzfähig! Es ist schildbürgerhaft, diesen Prozess mit irrsinnigen Steuerzahlungen, die wir nicht mehr in Deutschland investieren können, hinauszuzögern!!! Und warum sollen neue Regeln zur Stabilität plötzlich eingehalten werden, wenn nun zusätzlich die Nehmerländer wissen, dass die Geberländer sie mitfinanzieren müssen? Selbst auf die Gefahr der Zinslast wurden praktisch alle Stabilitätsregeln bisher Stück für Stück ausgehebelt. Und sie meinen, wenn wir die Nehmerländer auf unsere Kosten entlasten, werden die plötzlich vernünfitg??? Eurobonds sind in diesem Europa eine politische Großkatastrophe.
Eurobonds kommen den deutschen Steuerzahler viel billiger
Ein rational denkender deutscher Steuerzahler (so einer wie Paul Rabe) muss sich fragen, was die Alternative zu Eurobonds wäre. Es wären massive REALE Zinserhöhungen für die meisten anderen EU Staaten und in deren Folge eine massive wirtschaftliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Gesamtlage in Europa.
Die wirtschaftliche Gesamtlage aber ist viel wichtiger für den deutschen Finanzminister als ein paar Euro mehr oder weniger für den Zinsdienst. Eine deutliche Verschlechterung der Gesamtlage bedeutet in Deutschland massiver(!) Rückgang der Steuereinnahmen und schneller Anstieg der Kosten durch Arbeitslosengeld und Frühverrentung.
Da liegen die Belastungen des Bundeshaushaltes schnell Zehnerpotenzen über dem Anstieg der Kosten durch höhere Zinsen.
Es mag emotional schwer hinnehmbar sein, daß man für die Schulden anderer bezahlt, aber wenn man emmotionslos zum EIGENEN(!) Vorteil handeln will, sollte man es trotzdem tun.
Sie wären runinös!
"Der wirksamste Weg, ein Land zu ruinieren, ist seine Währung zu zerstören" J.M. Keynes. Oder seine öffentlichen Finanzen.
Es gäbe eine Rettung für Europa
...aber sie erfordert Mut und das Eingeständnis, sich übernommen zu haben und gescheitert zu sein an der eigenen fiskalischen Disziplinlosigkeit und fehlendem Mut, präzise zu regeln und zu kontrollieren: Um Europa zu retten, muss der Euro aufgegeben werden, und das ist leider die alternativlose schmerzhafte Wahrheit. Der Euro ist nicht zu retten, und er wird fallen. Er war von Anfang an eine Fehlkonstruktion, da man von Anfang an nicht genügend auf ein sorgfältiges Hüten dieser Währung Wert gelegt hat. Die Stabilitätskriterien waren nicht nur nicht genug, sie wurden auch alsbald missachtet. Es wurden ungenügende Sanktionen vorgegeben und bis auf folgenlose und fruchtlose Abmahnungen geschah nichts, um zu verhindern was kam und kommen musste. Es wurde im Grunde fast alles falsch gemacht, was man nur falsch machen konnte.
Nun gilt es, sich zu stellen: der Einsicht, dass man eine Reihe schwerstwiegender Fehler gemacht hat, und der Notwendigkeit, endlich aus diesen zu lernen.
Nichts gegen eine Neuauflage, einen Euro II. Dann aber bitte richtig, und nicht so. Euro I jedenfalls hat keine Überlebenschance mehr.
Man löscht nicht Feuer mit Brandsätzen. Das Schuldenmachen um Schulden zu bedienen ist ruinös, und es muss enden!
Ach hören sie doch auf, die Märchen jener nachzuerzählen, die aus der Schusslinie sind, wenn sie den angeblich so verschwenderischen Staat in die Diskussion bringen. Die meisten Staaten sind durch die Finanzkrise in Misere gekommen.
Deutschland hat auch Schulden. Deutschland ist aber seit Jahrzehnten bei den Exportvordersten. Der Staat Deutschland kann nicht alles falsch gemacht haben, wenn es hier möglich ist so fantastische Produkte herzustellen, dass die ganze Welt die haben will. Der Staat ist aber trotzdem seit Jahrzehnten gezwungen Geld aufzunehmen, weil das erwirtschaftete nicht in den normalen Geldumlauf geht, sondern überwiegend auf die Konten weniger.
Da gehören auch die Verlagsbesitzer dazu, unter denen es überwiegend Milliardäre und Millionäre gibt. Dass deren Darstellung der Wirklichkeit abweichen kann, darf Sie nicht überraschen. Wo meinen Sie denn, soll der Staat sparen? Bildung? Soll er die Rentner auf Diät setzten, damit die Kapitalprofiteuren noch ein bisschen mehr Spielgeld für ihre Börseneskapaden haben?
Ihre niederen Instinkte, die Ihnen sagen, dass Ihnen nicht genug bleibt, ist ein Symptom mancher, denen es ganz glänzend geht, sich aber immer als zu kurz gekommen empfinden. Eine Kur kenne ich nicht. Mach
Die Diskusion um Eurobonds ist noch lange nicht vorbei
warum?
Weil die Finanzmarkteilnehmer sie immer wieder fordern. Ist ja auch verständlich.
Jemand, der intaliänische Bonds gekauft hat, die jetzt im Wert herunter gegangen sind, der sagt sich, ich möchte, daß diese Bonds in Eurobonds umgewandelt werden, dann habe ich mein Geld wieder.
Eurobonds, die limitiert sind, helfen Italien nicht; dann muß Italien wieder eigene Papiere verkaufen, die keiner will.
Eurobonds sind der falsche Weg. Die Staatsschulden würden dann vergemeinschaftet.
Finland und Estland, kleine Länder, die keinen Einfluß auf die EU haben, würden bankrott gehen.
Für Deutschland gäbe es einen Zinsschock und den direkten Weg in die nächste Rezession.
6000 EURO pro deutschem Bürger innerhalb von 10 Jahren
für die EU-Schuldenfinanzierung über Euro-Bonds, oder 24.000 EURO innerhalb von
10 Jahren für eine 4-köpfige deutsche Familie für die Finanzierung der Schulden-
macherei anderer EU-Länder. Kann denn keiner der verantwortlichen deutschen
Politiker rechnen?
Von den blauäugigen grünen Politikern verlange ich das nicht, sie fordern die Eurobonds ohne den geringsten finanzwissenschaftlichen und rechnerischen Sachverstand. Die SPD sollte doch etwas genauer rechnen können, um diese
wahnsinnige deutsche Vermögensvernichtung erkennen zu können. Frau Merkel
scheint ohnehin nicht rechnen zu können, ebenso wie Herr Schäuble und Konsorten.
Da fast alle anderen EU-Staaten -auch Frankreich- durch billigere Kreditzinsen von
den Eurobonds profitieren würden, bliebe die EU-Rettung zukünftig alleine an den
deutschen Bürgern und Steuerzahlern hängen.
Merkel wird umfallen und ihr Nein aufgeben, wie sie es immer tut.
Deutschland wird zum dauerhaften Allein-Finanzierer der verschuldeten EU-Länder
werden, weit über die genannten 10 Jahre hinaus.
Die Schuldnerländer werden sich weiter lustig verschulden, und Deutschland
wird im Schuldensumpf versinken. Dank Merkel und Schäuble und Konsorten!
Eurobonds? Her damit gegen substanzielle Verpfändung.
Dies wäre die einzige Sanktion zu der ich meine Zustimmung gebe. Alles andere ist Mumpitz. Einem Insolvenzgefährdeten kann man keine Selbsthhaftung für 60 % der Wirtschaftsleistung übersteigende Schulden auferlegen. Auch dafür zahlen wir, dann wird das Volumen der Eurobonds wenns knallt dem Bedarf entsprechend angepasst und so mit einem Federstrich gefährdete nationale Anleihen in Euroanleiihen umdeklariert. Jede Bank lässt sich im gleichgelagerten Fall großzügig kapitalisierbare Sicherheiten abtreten. Wirkungsvoll sind einzig und allein Verpfändungen von Goldreserven, ertragsfähigem Tafelsilber bzw. Grund und Boden. Deutschland deine Inseln: Kreta, Rhodos, Balearen, Kanaren, Madeira. Die Franzosen belasten Guadeloupe, Martinique, Saint Martin, Saint Barthélemy. Die Iren haben keine, also müssen sie "Südirland" abtreten. Die Italiener liefern für den Fall der Fälle Korsika, Sardinien, Ishia (Mafia-Sizilien können sie behalten), stattdessen lieber den Vatikan mitsamt heiligem Vater unser. Ich freu' mich drauf.
Die von Ihnen - ganz korrekt - als "redliche Steuerzahler" bezeichneten Opfer der Finanzkrise sind nicht Opfer von Kapitalisten, sie sind Opfer von Politikern, die nicht Maß halten können.
Am Anfang der Finanzkrise stand doch nicht etwa das "aufgedrängte Geld" sondern die hemmungslose Kreditaufnahme, das Leben auf Pump. Es ist eben das "Brot und Spiele", die ultimative Räson so gut wie aller europäischer Staatschefs, die dazu führt, dass sich Staaten über jeder vernünftige Maß hinaus verschulden. Jetzt glauben die Geldgeber (Ihre Sicht der Welt mag das nicht mögen, aber dabei handelt es sich viel weniger um die paar Superreichen, als vielmehr um Pensionsfonds und Versicherungen mit dem Geld Hunderttausender) eben nicht mehr, dass die Entschuldung wirklich möglich ist ....
Da kommen Sie auch mit dem Appellieren an niedere Instinkte nicht sehr weit .... Man kann natürlich hingehen und ein paar Milliardäre enteignen; aber was hätte man davon? Diejenigen, die sich hemmungslos auf dem Kapitalmarkt bedient haben (und jetzt die Schulden nicht zurückzahlen können) würden die paar lumpigen Milliarden doch sofort wieder einsetzen, um sich wieder ein paar Wählerstimmen zu kaufen ...
Eurobonds und der Retter ertrinkt selbst!
Man muss es doch so sehen: Deutschland und ein paar kleinere Länder mit AAA-Bonität, werden für sämtliche Schulden der übrigen Euroländer haften müssen. Das heißt, dass die effektive Staatsverschuldung Deutschlands, um die Schulden der PIIGS-Staaten erhöht wird, jedenfalls großer Teile davon. Diese Neuerung, wird natürlich in die Bewertungsmodelle der Ratingagenturen einfließen und so wird Deutschland selbst zu einem Pleitekandidaten. Die Zinsen für 10-jährige Eurobonds, werden damit ruck-zuck bei 8 Prozent landen, entsprechende Inflation inklusive.
Diese Zahlen leben nicht!
Sie werden erst lebendig, wenn man sie ins Verhältnis zum Risiko der bereits ausgelegten Kredite und Garantien setzen kann.
Dann kommen die Fragen der Ausfallabschätzungen der ausgelegten Mittel.
Schaffen es Griechenland, Portugal, Italien, Spanien und Irland?
Wahrscheinlich nicht.
Danach kann man Euro-Bonds spalten, sodass eine Risikoeinschränkung auch im Bereich des Ausgabezinses einträte.
Also nochmals nicht pro domo Regierung, sondern gesellschaftsdienlich objektiv!
Hauptsache man kann mit immer weniger Einsatz immer mehr herrausholen.
Die welt hat längst den Gipfel von "einer schöpft durch Arbeit die Werte und XX können (sehr) gut davon leben" überschritten.
Es geht abwärts, es will nur kaum einer wahrhaben.
Da wäre es doch viel einfacher und übersichtlicher.....
.....Deutschland leiht sich das Geld und gibt es mit einem Aufschlag und gegen die Stellung von Sicherheiten weiter. Eurobonds mit ihren zig Wenns und Abers sind doch viel zu kompliziert und vom Haftungsrisiko her gar nicht richtig einzuschätzen.
Sie ergehen sich in Phrasen. Wer hat denn je zu viel Geld?
Einige Staaten sind nach der Banken-/Kapital-Rettung arg in die Bredouille geraten. Das gerettete Kapital nutzt die vom Staat aufgenommenen Staatsanleihen, um noch lukrativere Geldgeschäfte abzuwickeln. Bezahlen tun das letztlich natürlich die redlichen Steuerzahler.
Ich verstehe ja, den Impuls vieler, sich auf die Seite der Starken, der strahlenden Sieger zu stellen, und "dem Staat" ans Bein zu pinkeln oder ihn schadenfreudig auszuschämen. Aber wenn doch überdeutlich ist, dass er selbst die Zeche des sinnlosen Reichtums Weniger zu zahlen hat, sollte man von einigermaßen selbständig denkenden Menschen schon erwarten können, dass sie auch ein klein wenig an ihr eigenes Wohl denken.
Die mäßig Vermögenden machen sich zum Sprachrohr der tatsächlich Reichen. Da ist hochgradig lächerlich, aber besser könnten's die echt Reichen natürlich gar nicht treffen. Natürlich sehe ich auch, dass mit schnöder Vernunft diejenigen nicht aufzuhalten sind, die mit Inbrunst ihrem ausgemachten Glück hinterher sind. Naja, immerhin müssen sie mit ihrer eigenen Börse ihre Torheit begleichen. So kehrt auch wieder eine Art Gerechtigkeit zweiter Instanz ein.
argumentieren dagegen, dass die Größe und Solidität des neuen Anleihenmarktes so viele Käufer, insbesondere aus Asien und Lateinamerika, anziehen würde, dass die Zinsen sogar unter das aktuelle Niveau von Bundesanleihen fallen würden. Als Beispiel wird der amerikanische Anleihenmarkt aufgeführt, auf dem, selbst nach dem S & P Down-Rating, die Nachfrage ungebrochen ist und der amerikanische Staat für seine Schulden nach wie vor negative (!) Realzinsen zahlt.
Wer recht behält, ist letztlich gleichgültig, weil beide Seiten die wirkliche Problematik übersehen.
Selbst wenn Eurobonds das Heilmittel für die aktuelle Krise wären, würde man damit lediglich kurzfristige Vorteile erlangen. Langfristig hätte man die selben Probleme wie mit dem Euro: Heterogene Staaten, heterogene Volkswirtschaften und ein gemeinsames System aus dem keiner austreten kann oder will. Ergo würde man bei der nächsten Krise ganz einfach das System ausweiten und statt Schulden i. H. v. 60% des BIP, eben 100% durch Eurobonds finanzieren. Das wäre dann wieder "alternativlos".
Auch die Opposition will Eurobonds.
Wie ist das möglich?
Dass der Reichsbank-Direktor-Sohn Steinbrück keine Banken pleite gehen lassen wollte, kann man verstehen. Dass Steinmeier, das Monument des Staatstragenden Sozialdemokraten, dies auch nicht will, wundert mich nicht. Dass auch der geniale Kapitalismus-Kritiker Oskar Lafontaine das Geld des Volkes für die Banken ausgeben will, verstehe ich schon nicht mehr. Und dass die Grünen - wenn auch bisher nur in der Gestalt des Maßanzug- und Treudeutschfrisurträgers Trittin - sich ebenfalls für Eurobonds aussprechen, ist mir völlig schleierhaft.
Wen kann man also noch wählen? Ich würde es trotzdem noch mit Den Linken und den Grünen versuchen. Vielleicht hat Frau Künast (und Herr Wowereit?) den Mumm, vernünftige Konzepte für die EU und für den Umgang mit den Banken durchzusetzen.
Glauben Sie wirklich allen Ernstes, dass dieser Staat jemals "genug" Geld hätte? Ihre durchaus zutreffende Beobachtung, dass die Infrastruktur in einem grauenvollen Zustand ist, hat doch nichts mit der Besteuerung von "Reichen" zu tun. Sie hat etwas mit der stetigen Ausweitung von "Zuständigkeiten" des Staates zu tun und mit einer ungehemmten und ungebremsten Ausgabenwut; dem Gegenteil von Sparsamkeit, die unser Staat tagtäglich praktiziert.
Schauen Sie mal nach Bonn: da können Sie sehen, wie toll dieser Staat (in diesem Fall in Form der Stadt Bonn selbst) als "Unternehmer" und "Gestalter" mal eben 250 Millionen Euro in den Sand setzt .... die Bauruine des WCCB in Bonn sollte Befürwortern von mehr Staat und mehr Steuern als Schenkung überschrieben werden mit der Auflage, das Ding fertig zu bauen. Anschließend sind Sie garantiert kuriert von ihren Vorstellungen zum Erkaufen von "Gestaltungsfreiheit" für Politiker durch höhere Steuern.
Wer ist für Eurobonds?<br />Für Eurobonds sind:<br />- Sigmar Gabriel<br />- Andrea Nahles<br />- Jürgen Trittin<br />- Chem Özdemir<br />- Oscar Lafontaine<br />- Barroso<br />- Junker<br />- Olli Rehn<br />- Spanien<br />- Italien<br />- Griechenland<br />- die Spekulanten<br />- die ''Nehmerländer''<br />- Frankreich (da es selbst Probleme hat)<br />- Irland<br />- .............<br />.<br />Und wer ist dagegen???<br />- nur der deutsche Steuerzahler!!!!! (aber der wird, wie immer, nicht gefragt!)
Der Wünsche des Club Med ist eindeutig.
.
Sie wollen:
- Eurobonds
- die Transferunion
- einen europäischen LFA
.
Sie wollen nicht:
- daß sich die EU, und da besonders Deutschland, in ihre Finanzpolitik einmischt!
- auf ihr Dolce Vita verzichten
- sparen
- ihren Haushalt konsolitieren
- Steuern erhöhen
.
Zitat:
Die Worte klingen gewaltig: Eine ''echte Wirtschaftsregierung'' soll künftig die Wirtschafts- und Finanzpolitik der Euro-Zone koordinieren, um die Währungsunion krisenfester zu machen.
Zitat Ende:
.
Worte sind Schall und Rauch.
Hierzu wäre das Einverständnis aller 17 Länder notwendig, und die wird es nicht geben. Kein Land wird auf seine Souveränität verzichten.
.
Zitat:
Die deutsche Kanzlerin scheint dagegen etwas ganz anderes unter dem Begriff zu verstehen: ''Die Mitgliedstaaten der Euro-Zone müssen mit höherer Verbindlichkeit sicherstellen, dass sie den geltenden Stabilitäts- und Wachstumspakt einhalten'', ließ Merkel nach dem Treffen mit Sarkozy verlautbaren.
Zitat Ende:
.
Da kann sie ruig weiterträumen!
Die bisherigen Vereinbarungen wurden immer wieder gebrochen! siehe ''no-bailout-Klausel''.
Warum sollte das jetzt anders sein?
| Name | Wert | Änderung | |
|---|---|---|---|
| F.A.Z.-Anleih… | -- | -- | |
| Bund Future | -- | -- | |
| Bobl Future | -- | -- | |
| Euribor Future | -- | -- | |
| REX (Kurs) | -- | -- | |
| REX | -- | -- | |
| Schatz Future | -- | -- | |
| Libor EUR 1W | -- | -- | |
| Libor USD 1W | -- | -- | |