06.12.2007 · Die Rating-Agentur Moody's geht davon aus, dass es bei Unternehmen mit einer Bonität im Junk- Bereich 2008 viermal so viele Zahlungsausfälle geben wird wie in diesem Jahr. Gründe: Schärferen Konditionen und Abkühlung der Konjunktur.
Die Rating-Agentur Moody's geht davon aus, dass es bei Unternehmen mit einer Bonität im Junk- Bereich 2008 viermal so viele Zahlungsausfälle geben wird wie in diesem Jahr.
Grund seien die schärferen Konditionen am Kreditmarkt sowie die Abkühlung der Konjunktur. Die weltweite Ausfallquote fiel im vergangenen Monat auf ein Prozent, den niedrigsten Stand seit 1981. Bis nächsten November wird sie auf 4,2 Prozent steigen, schrieb Kenneth Emery von Moody's in einer Studie vom Donnerstag.
Zahlungsausfälle in den Vereinigten Staaten dürften zunehmen
Sollten die Vereinigten Staaten in eine Rezession rutschen, könne sich die Kreditausfallquote sogar zehn Prozent nähern. „Wir können sicherlich mit einem wirtschaftlichen Abschwung und einem Anstieg der Zahlungsausfälle im nächsten Jahr rechnen“, sagte auch Simon Ballard, Makro-Kreditstratege bei ABN Amro Asset Management in London. Für eine Ausfallquote über 3,5 Prozent sei jedoch ein sehr pessimistischer Ausblick für die amerikanische Wirtschaft Voraussetzung.
Optimistischer zeigte sich Moody's bei Europa: Hier rechnet die Ratingagentur mit einem Anstieg der Ausfallrate auf drei Prozent bis November 2008. Derzeit liegt die Rate hier bei 1,2 Prozent. Mehr als zehn Prozent der Kreditnehmer, für die Moody's Ratings erteilt, werden von Anleihe-Händlern als „notleidend“ geführt. Das ist der höchste Prozentsatz seit 2002, als die weltweiten Zahlungsausfälle 10,5 Prozent erreichten. Damals lag der Risikoaufschlag für Junkbonds laut Indizes von Merrill Lynch & Co. bei bis zu 11,4 Prozentpunkten - doppelt so viel wie die 5,73 Prozentpunkte, die Anleger derzeit verlangen.
Kreditausfallswaps zeigen erhöhte Risiken bei Unternehmensanleihen
Auch Kreditausfallswaps zeigen ein höheres Ausfallrisiko bei Unternehmensanleihen. Der Markit iTraxx Crossover Index, der 50 Unternehmen vorwiegend im Hochzinsbereich abbildet, ist laut Daten von JPMorgan Chase & Co. von einem Tief bei 170 Basispunkten im Februar auf 355 Basispunkte geklettert. Im Juli hatte er bei 507 Basispunkten einen Höchststand erreicht.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.747,21 | +0,81% |
| FAZ-INDEX | 1.506,31 | +0,75% |
| TecDAX | 775,22 | +0,69% |
| MDAX | 10.317,80 | +0,67% |
| SDAX | 5.009,12 | +0,48% |
| REX | 421,76 | +0,17% |
| Eurostoxx 50 | 2.497,79 | +0,69% |
| F.A.Z. EURO INDEX | 80,74 | +0,91% |
| Dow Jones | 12.801,20 | −0,69% |
| Nasdaq 100 | 2.547,32 | −0,65% |
| S&P500 | 1.342,64 | −0,69% |
| Nikkei225 | 8.999,18 | +0,58% |
| EUR/USD | 1,3252 | +0,10% |
| Rohöl Brent Crude | 118,13 $ | +0,20% |
| Gold | 1.711,50 $ | −2,09% |
| Bund Future | 137,86 € | −0,55% |