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Refinanzierung von Geschäftsbanken EZB akzeptiert ESM-Anleihen als Sicherheiten

 ·  Die Europäische Zentralbank hat angekündigt, in Zukunft Anleihen des europäischen Rettungsschirms ESM als Sicherheiten bei ihren Refinanzierungsgeschäften mit Geschäftsbanken zu akzeptieren.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (15)
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Hasso Kürsten
Hasso Kürsten (hassok) - 28.01.2013 18:31 Uhr

sauber

jetzt steht unser erstaunliches BVerfG aber dämlich da: Was es explizit AUSGESCHLOSSEN hatte (daß nämlich der ESM ohne weiteres über MEHR als seine Anfangsausstattung verfügen kann, und D mit mehr als 190 Mrd EUR dafür haftet) ist also doch passiert. Der ESM hat sich auf dem Umweg über die EZB und andere Banken klammheimlich eine Banklizenz besorgt: Er holt sich unbegrenzt Geld von den Banken indem er ihnen ESM Anleihen verkauft, die Banken präsentieren diese Anleihen als Sicherheiten bei der EZB und holen sich dort ihr Geld wieder zurück (wobei infolge der Zinsdifferenz noch ein schöner Profit für sie abfällt). Auf diesem Umweg versorgt die EZB den ESM mit frischem Geld, ohne daß irgendein Parlament deswegen gefragt worden wäre. Jetzt warten wir gespannt, wie unsere Regierung versuchen wird, uns diesen Coup zu "verkaufen", ohne daß er als Jahrhundert- Schwindel VOR der BT- Wahl im Herbst auffliegt. Eigentlich sollten jetzt immer mehr Wähler merken, daß sie arglistig enteignet werden.

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Cornelius Schwarz

Rechtsbruch

Der nächste wichtige Schritt ist das Urteil des Verfassungsgerichtes zum ESM Gesetz.

Vorab hat das Gericht darauf hingewiesen, daß ebenfalls das Gebaren der EZB in gleicher Weise wie der ESM geprüft werden muß, daß keine vom deutschen Volke unlegitimierten Gefährdungen und Schädigungen deutschen Vermögens stattfinden.

Sollte das Gericht sich mit dem Rechtsbruch abfinden, greift das Widerstandsrecht.

Die EU Gerichtsbarkeit endet in diesem Fall an der deutschen Souveränität.

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Ellen Webereit

Jetzt fehlen noch drei amerikanische Nobelpreisträger der Volkswirtschaft, die ...

... uns erzählen, die grösste Gefahr aus der EZB-Politik des gehexten Geldes sei die Deflation. Dann haben wir alles an Idiotie und Politik versammelt, das den Euro umgibt.

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Heinz Fromm
Heinz Fromm (gast007) - 26.01.2013 14:14 Uhr

Der Hexenmeister Draghi schafft Riesenwerte aus dem Nichts - toll !

Linke Tasche - rechte Tasche -und das am Besten noch im Schneeballprinzip. Die grösste Badbank der Welt, die EZB, hext Geld aus dem Nichts. Bei der EZB könnten sämtliche Hedgefonds- und Heuschrecken-Kreative noch in die Schule gehen.

Und diesem Geldschaffen aus dem Nichts sprechen die Naiven namens Merkel und Schäuble ihr "vollstes Vertrauen" aus. Den beiden könnte man zu ihrer Geburtstagsfeier einen Zauberkünstler spendieren. Sie wären sicher restlos begeistert, wie zu ihren Kinderzeiten.

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Hinrich Mock
Hinrich Mock (HinrichM) - 26.01.2013 12:42 Uhr

Wieder wird so getan ...

... als wären Staatsanleihen eigentlich risikolos. Der Fehler wurde schon mal gemacht und kam uns teuer zu stehen. Nein, die ESM-Anleihen können außerordentlich riskant sein und das Risiko wird auf diesem Wege schon mal gleich dem Steuerzahler untergeschoben.

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Bernard Marx

Lesen hilft

Auch wenn sich die meisten Foristen nicht für die Fakten zu interessieren scheinen:
1.) Die EZB hat NICHT verkündet, dass ESM-Anleihen nun als Sicherheiten akzpetiert werden, sondern dass der ESM als öffentliche Institution mit Förderauftrag anerkannt wird. Dass ESM-Anleihen akzeptiert werden, war ohnehin klar, weil sie alle (öffentlich nachlesbaren) Voraussetzungen erfüllen.

2.) Da die Eurostaaten für den ESM garantieren, sind ESM-Anleihen letztlich so etwas wie gemeinsame Anleihen der Eurostaaten. Da Staaten mit guter Bonität wie Deutschland letztlich für den ESM haften, haben ESM-Anleihen eine Bonität wie deutsche Bundesanleihen. Will hier ernsthaft jemand kritisieren, dass diese als Sicherheit akzeptiert werden?
Selbst die eigenständige Bundesbank in DM-Zeiten hat natürlich immer Bundesanleihen als Sicherheit akzeptiert. Mit Staatsfinanzierung hat das nichts zu tun.

Ergo sind alle Befürchtungen, dass jetzt der finanzielle Weltuntergang bevorsteht, unbegründet

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.01.2013 13:30 Uhr
Alexander Berndt

Eurobonds?

"2.) Da die Eurostaaten für den ESM garantieren, sind ESM-Anleihen letztlich so etwas wie gemeinsame Anleihen der Eurostaaten."

Ist doch schön, dass man durch Umgehungen vermeiden kann, das böse Wort Eurobonds zu benutzen...

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Joachim Solcher

Rechnen hilft

Genau Ihren Punkt 2.) bezweifle ich.
Die Bonität einer Anleihe einer Gruppe von Schuldnern ist nicht gleich der Bonität des besten Schuldners.
Im Fall des ESM sitzen eine Reihe von Schuldnern mit im Boot, deren Bonität in Richtung Ramschniveau tendiert und deren Zahl wächst.
Da Deutschland für den ESM bzw. für die Anteile der übrigen Euroländer längerfristig nicht unbegrenzt haften kann, ist eine Anleihe des ESM entweder mit einer Bonität deutlich unterhalb der deutschen zu bewerten oder - falls man eine unbegrenzte Haftung Deutschlands für alle Anteile für opportun hält - ebenfalls mit einer viel niedrigeren Bonität, da Deutschland in diesem Fall massiv heruntergestuft wird.

Hier sind Konkursverschlepper und Illusionskünstler am Werk. Die Anforderungen der EZB an ihre akzeptierten Sicherheiten wurden und werden immer weiter gesenkt, dem ehrenwerten Kaufmann, der die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchfühhrung im Kopf hat, sträuben sich alle Nackenhaare!

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Max Robert Lancaster

Unfassbar...

...es ist einfach unfassbar! UNFASSBAR SCHLIMM! Was für eine Sauerei wird hier veranstaltet. Vermutlich handelt es sich genau deshalb bei den Rücktrittsgerüchten des Herrn Weidmann nicht nur um Gerüchte. Um ein Zeichen zu setzen, sollte er jetzt zurücktreten. Nur so bestünde noch die vage Hoffnung, dass der "deutsche Michel" endlich aufgerüttelt wird. Ach, einen kleinen deutschen Cameron, eine kleine deutsche Urpilainen...ich wünschte sie mir. Jetzt!

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Hans Eberhard Müller

ESM als Sicherheiten

Bevor man über die fraglichen Sicherheiten der Schuldennationen, Deutschland alleine mit über 3 Billionen, nachdenkt, sollte die "EZB bad bank" sich Gedanken machen, dass über 10 Billionen im Soll der Eurozone nicht abgebaut werden können. Besonders "ermutigt" wird man, wenn man die sich täglich verschlimmerten Verhältnisse in den Südstaaten ansieht!
Das auch Deutschland auf Talfahrt ist, wird einfach ignoriert. Cameron hat schon lange die Notwendigkeit begriffen, dass der sozialistische Kontinent aufgemischt werden muß!

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Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 26.01.2013 09:25 Uhr

Ein wohl eher schlechter Faschingsscherz: "EZB akzeptiert ESM-Anleihen als Sicherheiten"

.... sonst kauft diesen Schrott wohl keiner? Aber Hauptsache, wir sind auf einem guten Weg - auch wenn der steil nach unten führt. Vermutlich waren die jüngsten Gerüchte um einen Rücktritt von Herrn Weidmann doch nicht so ganz aus der Luft gegriffen – zeitlich könnte dies mit der internen Beschlussfassung zu diesem Thema innerhalb der EZB zusammenpassen. Er kann nichts tun, um diese Art von "Staatsfinanzierung" zu verhindern, außer es öffentlich verbal anzuprangern, aber auch dies hat natürlicherweise in seiner Position gewisse Grenzen. Vermutlich wird er nicht mehr allzu lange eine solch undankbare Aufgabe, ohne wirkliche Einflussmöglichkeiten und verraten von Merkel & Co, erfüllen wollen .....

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Alexander Berndt

Perpetuum mobile

Draghi sollte einen Nobelpreis bekommen. Er hat den Zaubertrick erfunden, die Notenpresse anzuwerfen ohne es aussehen zu lassen wie eine Notenpresse. Die EZB ist in die Entscheidungen des ESM eingebunden, sie nimmt die Anleihen des Fonds, den sie im Prinzip mit kontrolliert, um Banken mit Geld auszustatten, dass diese benutzen um Staatsanleihen zu kaufen und wenn es nicht reicht, wird der ESM angeschaltet, der mit dem Geld der Banken ausgestattet ist, die die Anleihen benutzt haben um bei der EZB Geld zu leihen... Wirtschaft ist zu 50% Vertrauen, wie kann man in dieses Konstrukt auch nur irgendein Vertrauen haben, es ist eine reine Illusion...

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Norbert Dr. Leineweber

Das ist jetzt in der Tat der totale Draghi

Die Ankündigung Draghis die Staatsschulden durch die Notenpresse zu finanzieren ist damit unmittelbar gegeben. Im ESM sind Rettungsgelder, die quasi oberfaul und uneinbringbar sind. Und gleichwohl wird der ganze Schrott aufgekauft. Die EZB hat den Zirkus um Davos geschickt genutzt um die fundamentalste Entscheidung der letzten beiden Jahre fast klammheimlich durchzudrücken. Ab sofort sagt auch der Leineweber: Die Notenpresse wird zur Finanzierung der Staatshaushalte eingesetzt. Das war bis heute noch nicht klar, vgl. fortunanetz 22. August 2012. Jetzt sind alle Dämme gebrochen.

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Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 25.01.2013 18:45 Uhr

Die EZB sollte keine Anleihen als Sicherheit nehmen

Die Entartung schreitet weiter fort.

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Closed via SSO
Klaus Wege (covenants) - 25.01.2013 16:45 Uhr

"Staatsfinanzierung durch die Notenbank" kommt in immer wilderen Schleiertänzen daher ...

...

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25.01.2013, 16:31 Uhr

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