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Ratingagentur : Fitch wertet Italien ab

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Italien: Langfristige Staatstitel von BBB+ auf BBB abgewertet Bild: dpa

Eine „anhaltende Tendenz, die Haushaltsziele zu verfehlen“ bescheinigt die Ratingagentur Fitch Italien. Die Kreditwürdigkeit langfristiger italienischer Staatstitel hat sie deshalb abgewertet.

          Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit langfristiger italienischer Staatstitel von „BBB+“ auf „BBB“ abgewertet. Begründet wird dies mit „einer anhaltenden Tendenz, die Haushaltsziele zu verfehlen, die Konsolidierung hinauszuschieben, schwachem Wirtschaftswachstum und dem daraus folgenden Versagen bei der Reduzierung der sehr hohen Staatsschulden“.  Negativ bewertet werden auch politische Risiken und die Schwäche der Banken.

          Vertreter der Regierung bezeichnen die Abwertung allerdings als ungerechtfertigt. „Es gibt nichts Neues, was eine verschlechterte Bewertung rechtfertigen würde“, sagte Schatzminister Pier Carlo Padoan. Sein Staatssekretär Pier Paolo Baretta kommentierte, dem Urteil der Ratingagentur liege mehr eine politische als eine wirtschaftliche Bewertung zugrunde.

          Hohes Defizit

          Fest steht allerdings, dass Italien gerade wirtschaftlich kaum von Fleck kommt. Padoan will zwar das Haushaltsdefizit deutlich eindämmen und das Wirtschaftswachstum ankurbeln. In Italien gibt es allerdings große Zweifel daran, dass das Jahresdefizit bis zum Jahre 2019 auf 0,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gesenkt werden kann, wie es seine kürzlich vorgestellte Finanzplanungvorsieht.

          Die Staatsverschuldung in Italien ist mit 132 Prozent des BIP höher als in vielen anderen Ländern der Welt. Die Europäische Union sieht eine Grenze von 60 Prozent vor. Wegen des Haushaltsfehlbetrags liegt Italien immer wieder im Clinch mit der EU-Kommission.

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