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Positive Aussicht für Geldinstitute Moody’s sieht Banken 2013 in ruhigerem Fahrwasser

Die Ratingagentur gibt Entwarnung für die Banken und schätzt ihre Kreditwürdigkeit im kommenden Jahr als relativ stabil ein. Die meisten Institute seien mit der Bereinigung ihrer Bilanzen und der Kapitalaufstockung gut vorangekommen.

© dpa Die Skyline von Frankfurt

Die Ratingagentur Moody’s gibt nach einer Reihe von Banken-Herabstufungen im vergangenen Jahr erst einmal Entwarnung. „Wir gehen davon aus, dass die Ratings der Geldhäuser 2013 relativ stabil bleiben“, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten „Global Banking Outlook“. Voraussetzung sei, dass sich die Euro-Schuldenkrise nicht wieder zuspitze.

Die meisten Institute seien mit der Bereinigung ihrer Bilanzen und der Kapitalaufstockung ein gutes Stück vorangekommen. Zurücklehnen können die Banken sich trotzdem nicht, denn Moody’s-Bankenexperte Greg Bauer sieht eine Reihe von Risiken für die Kreditwürdigkeit: Die schwache Erholung der Weltwirtschaft, die anhaltend niedrigen Zinsen in den westlichen Ländern, das nur langsam wiederkehrende Investorenvertrauen in die Finanzbranche und die zahlreichen Regulierungsvorstöße. All dies setze die Banken erheblich unter Druck. In einer Zeit, in der es für die Institute kaum noch Wachstumsfelder gebe, könne das Niedrigzinsumfeld dazu verleiten, wieder größere Risiken einzugehen, um überhaupt noch Geld zu verdienen.

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Außerdem dürften die höheren Refinanzierungskosten den Kampf um Einlagen weiter anheizen. In Europa schaut Moody’s nach wie vor besonders kritisch auf die Finanzinstitute in den Euro-Schuldenländern Spanien, Italien und Irland, aber auch auf die Häuser in Großbritannien. Hier seien faule Immobilienkredite vielerorts noch nicht so weit abgeschrieben worden wie nötig. Die Risikovorsorge reiche nicht aus. „Diese Strategie des Zeitkaufens, oftmals toleriert von den Aufsehern, bremst die Banken im Neugeschäft und stellt Risiken für die Gläubiger dar.“

Quelle: FAZ.net mit Reuters

 
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