Home
http://www.faz.net/-gv6-760kb
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
CIO View

Positive Aussicht für Geldinstitute Moody’s sieht Banken 2013 in ruhigerem Fahrwasser

Die Ratingagentur gibt Entwarnung für die Banken und schätzt ihre Kreditwürdigkeit im kommenden Jahr als relativ stabil ein. Die meisten Institute seien mit der Bereinigung ihrer Bilanzen und der Kapitalaufstockung gut vorangekommen.

© dpa Vergrößern Die Skyline von Frankfurt

Die Ratingagentur Moody’s gibt nach einer Reihe von Banken-Herabstufungen im vergangenen Jahr erst einmal Entwarnung. „Wir gehen davon aus, dass die Ratings der Geldhäuser 2013 relativ stabil bleiben“, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten „Global Banking Outlook“. Voraussetzung sei, dass sich die Euro-Schuldenkrise nicht wieder zuspitze.

Die meisten Institute seien mit der Bereinigung ihrer Bilanzen und der Kapitalaufstockung ein gutes Stück vorangekommen. Zurücklehnen können die Banken sich trotzdem nicht, denn Moody’s-Bankenexperte Greg Bauer sieht eine Reihe von Risiken für die Kreditwürdigkeit: Die schwache Erholung der Weltwirtschaft, die anhaltend niedrigen Zinsen in den westlichen Ländern, das nur langsam wiederkehrende Investorenvertrauen in die Finanzbranche und die zahlreichen Regulierungsvorstöße. All dies setze die Banken erheblich unter Druck. In einer Zeit, in der es für die Institute kaum noch Wachstumsfelder gebe, könne das Niedrigzinsumfeld dazu verleiten, wieder größere Risiken einzugehen, um überhaupt noch Geld zu verdienen.

Mehr zum Thema

Außerdem dürften die höheren Refinanzierungskosten den Kampf um Einlagen weiter anheizen. In Europa schaut Moody’s nach wie vor besonders kritisch auf die Finanzinstitute in den Euro-Schuldenländern Spanien, Italien und Irland, aber auch auf die Häuser in Großbritannien. Hier seien faule Immobilienkredite vielerorts noch nicht so weit abgeschrieben worden wie nötig. Die Risikovorsorge reiche nicht aus. „Diese Strategie des Zeitkaufens, oftmals toleriert von den Aufsehern, bremst die Banken im Neugeschäft und stellt Risiken für die Gläubiger dar.“

Quelle: FAZ.net mit Reuters

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Mittelstandsanleihen-Ticker Senivita-Tochter bietet Wandelanleihe an

Eine Tochtergesellschaft der Senivita Sozial, die Senivita Social Estate, bietet eine Wandelanleihe mit einer Verzinsung von 6,5 Prozent an.Das Rating von Sanha sinkt. Mehr

14.04.2015, 14:10 Uhr | Wirtschaft
Frankfurt 25 Banken fallen bei Stresstest durch

Zwölf Banken haben die Kapitallücke bereits gefüllt. Die anderen müssen der EZB nun einen Plan vorlegen, wie sie das Kapitalloch schließen wollen. Mehr

26.10.2014, 14:31 Uhr | Wirtschaft
Niedrige Zinsen Währungsfonds sorgt sich um Europas Versicherer

Die niedrigen Zinsen belasten vor allem mittelgroße Versicherer in Europa und besonders in Deutschland, warnen die Ökonomen des Internationalen Währungsfonds. Probleme einzelner Gesellschaften könnten großen Folgen für das Finanzsystem haben. Mehr Von Winand von Petersdorff, Washington

15.04.2015, 17:13 Uhr | Wirtschaft
Deutschland lernt sparen 2013 Was ist Risiko?

Wer ordentlich sparen will, braucht hohe Zinsen - und die gibt es nicht ohne Risiko. Heute erklärt Professor Hackethal, welche Risiken es gibt und wie Sie am besten damit umgehen. Mehr Von Andreas Hackethal und Holger Detmering

21.11.2014, 12:43 Uhr | Finanzen
Richtungsstreit Was wird aus der Deutschen Bank?

Die Deutsche Bank steht vor der wichtigsten Aufsichtsratssitzung seit Jahren. Sie sucht nach einer neuen Strategie – ohne die Postbank. Es geht um nicht weniger als das Wesen des Instituts. Mehr Von Gerald Braunberger

18.04.2015, 13:41 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 24.01.2013, 15:42 Uhr

Wertpapiersuche
Zinsen