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Notenbanken Ende der ultralockeren Geldpolitik?

 ·  Die Opposition gegen die lockere Geldpolitik in den Reihen der amerikanischen Notenbank wird immer lauter. Der Ausstieg aus der Krisenpolitik beginnt. Es ist die kritischste Phase überhaupt.

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Gerold Keefer

Was hier im Jahr 2013 in 1000 Worten und 90 Zeilen mehr schlecht als recht erklärt wird ..

... hat ein gewisser Ludwig von Mises schon vor Jahrzehnten in 3 Zeilen auf den Punkt gebracht: Eine Kreditexpansion mittels Niedrigzinsen kann eine Rezession aufschieben, aber nicht verhinden. Und diese Aufschieben macht den Gesamtschaden nur noch größer, da die Fehlallokation von Mitteln unnötig verlängert wird.

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Torsten Klier

Die Fakten:

Die USA sind mit über 16 Billionen verschuldet.
Die Anhebung der Zinsen um 1% würde dem Staatshaushalt eine zusätzliche Last von 160 Milliarden aufbürden. Pro Jahr.

Die Arbeitslosigkeit ist nur deshalb so „niedrig“, weil immer mehr Leute in die Kategorie “Not in Labour Force” (aktuell 89,445 Mio) entsorgt werden.

Die Arbeitslosenquote im Bereich der Teenagern beträgt 23,4 Prozent und liegt damit nahe an der Grenze zur Trostlosigkeit.

47,525 Millionen (Oktober 2012) Menschen sind Bezieher von Essenmarken (also tatsächlich arm).

Die aktuellen Steuereinnahmen der USA belaufen sich auf 2,17 Billionen Dollar pro Jahr - die Ausgaben auf 3,82 Billionen. Das bedeutet für 2012 ein Defizit von 1,65 Billionen.

Tut mir leid liebe Leute, die FED-Show muss man nicht ernst nehmen. Die bedienen gerade die Geschäfte diverser Spekulanten. Das ist alles. Die einfachen Fakten zeigen, dass den USA in der nächsten Zeit gar nichts anderes übrig bleibt als Geld zu drucken.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.02.2013 22:29 Uhr
Thomas Graf
Thomas Graf (Tom.1) - 21.02.2013 22:29 Uhr

Ausgezeichnete Ergänzung.

Viel zu wenig wird versucht ein vollständiges Bild des Dramas zu skizzieren:

7.5% Schuldenwachstum und dennoch schrumpfende Wirtschaft (!) - trotz aller statistischen "Tricks" wie etwa Hedonic Pricing Index, Gewichtung des Rüstungs- u. Finanzsektors (letzteres insb. in Q4 2012).

Die zitierten 16 Billionen sind zudem nur die offiziellen Staatsschulden. Bitte liebe FAZ, tragen Sie doch mal zusammen: die Schulden der Bundesstaaten, Kalifornien ist schon seit Jahren quasi-Pleite, dazu die Schulden der Gemeinden und Städte. Dann bitte noch addieren: die Privatschulden, die Verschuldung der Unternehmen und die Verschuldung im Finanzsektor selbst (der Börsenboom ist ja auch auf Schulden gebaut). Nicht zu vergessen die üblichen Ausbildungskredite und die nicht vollständig ausgewiesenen Pensions-Verbindlichkeiten.

Die Summe kann man dann vermutlich verdoppeln um der kreativ-innovativen Buchführung Rechnung zu tragen - dagegen wirkt dann Griechenland wie ein Schulbubenstreich

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Paul Hansen

Aufgewacht?

Sollte da langsam Vernunft einkehren? So sinnvoll die kurzfristige Liquiditaet war, die die EZB&Co im August 07 in den Markt gepumpt hatte - so sehr hat die lockere Geldpolitik seitdem "weglaufen" for den Konsequenzen bedeutet. Die Krise wurde von zuviel Schulden verursacht, und diese mit mehr Schulden zu bekaempfen war immer wie Brandbeschleuniger ins Feuer zum Loeschen zu tun.

Banken, Pensionsfonds, Versicherungen und Investoren sitzen auf ungeahnten Bergen von unrealisierten Verlusten - und hier wird ein Loch gerissen um woanders eins zu stopfen. Huetschenspielerei - mit unserer Altersversorgung.

Gut, wenn sich langsam die Vernunft durchsetzt - nur mir fehlt noch immer der Glaube, dass es sich um mehr als eine taktische Massnahme (um die Aktienblase zu stoppen) handelt. Von wirklichem Meinungsumschwung sind wir noch weit entfernt.

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Jahrgang 1964, Redakteur in der Wirtschaft.

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