http://www.faz.net/-gv6-7462l
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 06.11.2012, 16:59 Uhr

Neutralisierte Liquidität EZB entzieht Geldmarkt 208,5 Milliarden Euro

Die Europäische Zentralbank hat wie beabsichtigt 208,5 Milliarden Euro aus dem Geldmarkt des Euroraums abgezogen. Das entspricht dem Volumen der Staatsanleihen, die sie im Rahmen ihres Wertpapierkaufprogramms (SMP) erworben hatte.

© dapd

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat dem Geldmarkt des Euroraums wie beabsichtigt 208,5 Milliarden Euro über ein siebentägiges Refinanzierungsgeschäft entzogen. Wie die EZB bereits am Montag mitgeteilt hatte, entspricht das dem Volumen der Staatsanleihen, die sie im Rahmen ihres Wertpapierkaufprogramms (SMP) erworben hat und die sich am Freitag vergangener Woche noch in ihrer Bilanz befanden. In der Vorwoche hatte die EZB 209,5 Milliarden Euro absorbiert.

Mehr zum Thema

Die EZB hat zugesagt, den Liquiditätseffekt ihrer Anleihekäufe zu neutralisieren, damit ein Einfluss auf die geldpolitische Ausrichtung ausgeschlossen ist. Der marginale Zuteilungssatz betrug wie in der Vorwoche 0,01 Prozent, der gewogene Durchschnittssatz stellte sich wie in der Vorwoche gleichfalls auf 0,01 Prozent. Insgesamt erhielt die EZB Gebote von 62 (56) Instituten über 459,619 (404,051) Milliarden Euro.

Ab Mai 2010 hatte die EZB Anleihen von klammen Euro-Staaten wie Griechenland, Irland, Portugal, Italien und Spanien am Markt gekauft und will die Papiere bis zur Fälligkeit halten. Vor kurzem hat der EZB-Rat ein neues Programm unter dem Namen Outright Monetary Transactions (OMT) beschlossen, das unter bestimmten Auflagen den unbegrenzten Kauf von Staatsanleihen ermöglicht. Unter dem alten Programm SMP sollen keine Staatsanleihen mehr gekauft werden.

Quelle: FAZ.net mit Dow Jones

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Finanzhäuser in der Krise So prüft der Stresstest das Risiko der Banken

Wie viele Klagen und Strafen kommen auf die von Skandalen gebeutelte Bankbranche noch zu? Dieses Risiko ist schwer zu fassen. Nicht nur für die Commerzbank. Mehr Von Hanno Mußler

29.07.2016, 08:43 Uhr | Finanzen
Nach dem Brexit Finanzplatz Frankfurt wittert die große Chance

Noch 2015 war die City of London laut des Statistischen Bundesamts der bedeutendste Finanzplatz der Welt. Vor New York, Hongkong, Singapur. Das deutsche Finanzzentrum Frankfurt dagegen liegt auf Platz 14. Zweitklassig, ein bisschen provinziell wirkt Frankfurt am Main gegenüber den gigantischen Finanzmetropolen der Welt. Doch mit dem Brexit könnte sich das ändern. Mehr

06.07.2016, 17:07 Uhr | Finanzen
Rohstoffe Rekordhohe Zuflüsse in Goldfonds

Investitionen in Gold-Indexfonds haben im ersten Halbjahr 2016 eine Rekordhöhe erreicht. Die Entwicklung seit Anfang Juli mahnt jedoch zur Vorsicht. Mehr Von Kerstin Papon

27.07.2016, 18:22 Uhr | Finanzen
Dax wieder in der Gewinnspur VW-Bilanz wirft bei Anlegern Fragen auf

Der Brexit rückt in den Hintergrund. Es geht weiter aufwärts am deutschen Aktienmarkt. Dazu tragen auch die Geschäftszahlen der Konzerne bei - mit Ausnahme der VW-Bilanz. Mehr

28.07.2016, 12:14 Uhr | Finanzen
Energiewende Verbraucher halten sich bei Ökostrom zurück

Das gute Gewissen beim Stromvertrag war vielen Deutschen nach dem Schock von Fukushima einen Aufschlag auf den Preis wert. Doch nun geht der Anteil der Ökostromtarife zurück. Mehr

30.07.2016, 10:31 Uhr | Finanzen
Name Kurs %
F.A.Z.-ANLEIHEN -- --
BUND FUTURE -- --
EURO-BOBL-FUTURE -- --
REX GESAMT PERF. -- --
Zinsen