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Nach Einigung in Amerika Kurse deutscher Staatsanleihen brechen ein

Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Mittwoch stark gefallen. Nachdem der Einigung im amerikanischen Haushaltsstreit habe die Risikobereitschaft der Anleger zugenommen, sagten Händler.

© Schmitt, Felix Investoren werden wieder mutiger.

Am Markt für deutsche Staatsanleihen sind die Kurse am Mittwoch nach dem Kompromiss im amerikanischen Haushaltsstreit stark gefallen. Händler erklärten den schwachen Jahresauftakt für die als besonders sicher geltenden Bundesanleihen mit einer größeren Risikobereitschaft der Anleger. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel gegen Mittag um 1,01 Prozent auf 144,17 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg um zwölf Basispunkte auf 1,43 Prozent.

Mit dem Kompromiss im amerikanischen Haushaltsstreit wird die größte Volkswirtschaft der Welt nach Einschätzung von Volkswirten eine Rezession vermeiden können. Das Jahr 2013 starte mit mehr Risikofreude der Anleger und das belaste die als besonders sicher geltenden Bundesanleihen, sagte Experte Dirk Gojny von der National-Bank. Allerdings sollte der Kompromiss nicht darüber hinweg täuschen, dass die Politik der Vereinigten Staaten noch viele weitere Steine aus dem Weg räumen muss, sagte Gojny weiter.

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Am Vormittag hatten Konjunkturdaten aus der Eurozone kaum Auswirkungen auf den Handel am deutschen Rentenmarkt. Dies gilt auch für eine Versteigerung von deutschen Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zwei Jahren, bei der erstmals seit Oktober wieder minimale Zinsen akzeptiert wurden. Am Nachmittag dürften Daten zur Stimmung von amerikanischen Einkaufsmanagern im verarbeitenden Gewerbe das Interesse der Investoren auf sich ziehen.

Quelle: FAZ.net mit dpa-AFX

 
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