http://www.faz.net/-gv6-75gls
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 02.01.2013, 13:57 Uhr

Nach Einigung in Amerika Kurse deutscher Staatsanleihen brechen ein

Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Mittwoch stark gefallen. Nachdem der Einigung im amerikanischen Haushaltsstreit habe die Risikobereitschaft der Anleger zugenommen, sagten Händler.

© Schmitt, Felix Investoren werden wieder mutiger.

Am Markt für deutsche Staatsanleihen sind die Kurse am Mittwoch nach dem Kompromiss im amerikanischen Haushaltsstreit stark gefallen. Händler erklärten den schwachen Jahresauftakt für die als besonders sicher geltenden Bundesanleihen mit einer größeren Risikobereitschaft der Anleger. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel gegen Mittag um 1,01 Prozent auf 144,17 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg um zwölf Basispunkte auf 1,43 Prozent.

Mit dem Kompromiss im amerikanischen Haushaltsstreit wird die größte Volkswirtschaft der Welt nach Einschätzung von Volkswirten eine Rezession vermeiden können. Das Jahr 2013 starte mit mehr Risikofreude der Anleger und das belaste die als besonders sicher geltenden Bundesanleihen, sagte Experte Dirk Gojny von der National-Bank. Allerdings sollte der Kompromiss nicht darüber hinweg täuschen, dass die Politik der Vereinigten Staaten noch viele weitere Steine aus dem Weg räumen muss, sagte Gojny weiter.

Mehr zum Thema

Am Vormittag hatten Konjunkturdaten aus der Eurozone kaum Auswirkungen auf den Handel am deutschen Rentenmarkt. Dies gilt auch für eine Versteigerung von deutschen Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zwei Jahren, bei der erstmals seit Oktober wieder minimale Zinsen akzeptiert wurden. Am Nachmittag dürften Daten zur Stimmung von amerikanischen Einkaufsmanagern im verarbeitenden Gewerbe das Interesse der Investoren auf sich ziehen.

Quelle: FAZ.net mit dpa-AFX

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Staatsanleihen Argentinien muss hohe Zinsen zahlen

Die neuen Staatsanleihen Argentiniens waren sehr begehrt. Nicht zuletzt wohl wegen hoher Zinsen. Mehr

19.04.2016, 18:29 Uhr | Finanzen
Video Trübe Aussichten für die Commerzbank

Für das laufende Jahr hat die Commerzbank ein großes Fragezeichen hinter den erhofften Milliardengewinn gesetzt. Auf seiner letzten Hauptversammlung übte der scheidende Vorstand Martin Blessing abermals Kritik an der Geldpolitik der EZB. Mehr

21.04.2016, 09:04 Uhr | Finanzen
Werbefirma Ströer Der Mann, der die Kurse fallen lässt

Ein mysteriöser Investor aus San Francisco attackiert die deutsche Werbefirma Ströer und bringt deren Aktienkurs zum Absturz. Was steckt dahinter? Mehr Von Dennis Kremer

24.04.2016, 12:43 Uhr | Finanzen
Schwellenländer Atempause in der Hausse

Der Rückgang des Ölpreises trübt die Laune an den Finanzmärkten der Schwellenländer. Dort waren die Kurse zuletzt kräftig gestiegen. Mehr Von Gerald Braunberger

18.04.2016, 20:57 Uhr | Finanzen
Aktienrückkäufe Die letzte Hoffnung der Wall Street

Amerikanische Unternehmen wie Apple kaufen massiv eigene Aktien zurück. Die Praxis wird jetzt von prominenten Anlegern in Frage gestellt. Mehr Von Norbert Kuls, New York

28.04.2016, 07:35 Uhr | Finanzen
Wertpapiersuche
Zinsen