Home
http://www.faz.net/-gv6-75gls
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Nach Einigung in Amerika Kurse deutscher Staatsanleihen brechen ein

Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Mittwoch stark gefallen. Nachdem der Einigung im amerikanischen Haushaltsstreit habe die Risikobereitschaft der Anleger zugenommen, sagten Händler.

© Schmitt, Felix Investoren werden wieder mutiger.

Am Markt für deutsche Staatsanleihen sind die Kurse am Mittwoch nach dem Kompromiss im amerikanischen Haushaltsstreit stark gefallen. Händler erklärten den schwachen Jahresauftakt für die als besonders sicher geltenden Bundesanleihen mit einer größeren Risikobereitschaft der Anleger. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel gegen Mittag um 1,01 Prozent auf 144,17 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg um zwölf Basispunkte auf 1,43 Prozent.

Mit dem Kompromiss im amerikanischen Haushaltsstreit wird die größte Volkswirtschaft der Welt nach Einschätzung von Volkswirten eine Rezession vermeiden können. Das Jahr 2013 starte mit mehr Risikofreude der Anleger und das belaste die als besonders sicher geltenden Bundesanleihen, sagte Experte Dirk Gojny von der National-Bank. Allerdings sollte der Kompromiss nicht darüber hinweg täuschen, dass die Politik der Vereinigten Staaten noch viele weitere Steine aus dem Weg räumen muss, sagte Gojny weiter.

Mehr zum Thema

Am Vormittag hatten Konjunkturdaten aus der Eurozone kaum Auswirkungen auf den Handel am deutschen Rentenmarkt. Dies gilt auch für eine Versteigerung von deutschen Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zwei Jahren, bei der erstmals seit Oktober wieder minimale Zinsen akzeptiert wurden. Am Nachmittag dürften Daten zur Stimmung von amerikanischen Einkaufsmanagern im verarbeitenden Gewerbe das Interesse der Investoren auf sich ziehen.

Quelle: FAZ.net mit dpa-AFX

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Anlageentwicklung 2015 war bislang eher ein Jahr für Aktionäre

Wer sein Geld in Aktien investiert hat, fuhr im ersten Halbjahr besser – denn sie haben die deutschen Bundesanleihen als beste Anlageklasse abgelöst. Besonders risikoreiche Anlagen waren gewinnbringend. Mehr Von Philipp Krohn, Markus Frühauf, Thomas Klemm

03.07.2015, 09:25 Uhr | Finanzen
EZB-Staatsanleihekäufe Nervosität an der Börse

Der Dax kam in den ersten Handelsminuten kaum vom Fleck, für viele Anleger ist es ausgemachte Sache, das die EZB am Mittag den Ankauf von Staatsanleihen ankündigen wird. Mehr

22.01.2015, 13:28 Uhr | Finanzen
Pimco-Chef über Griechenland Es wird ungemütlich werden

Der Neuseeländer Andrew Bosomworth ist Deutschland-Chef des Großinvestors Pimco. Er spricht über die Angst der Börse vor den Griechen, das verrückte Auf und Ab der Anleihen und die meistdiskutierte Zinserhöhung aller Zeiten. Mehr

21.06.2015, 22:38 Uhr | Finanzen
Oklahoma Buschbrände wüten in Amerika

Über 600 Hektar Grasland sind im amerikanischen Bundesstaat Oklahoma mehreren Buschbränden zum Opfer gefallen. Mehr

19.01.2015, 09:30 Uhr | Gesellschaft
Angst vor dem Grexit Die Börsen in griechischer Hand

Der Dax hat seit April zehn Prozent verloren. Die Anleger ängstigen sich vor dem Grexit. Jetzt gilt die Devise: Bloß nicht hektisch werden. Zumal die Folgen eines Euro-Ausstiegs der Griechen wohl nur von kurzer Dauer wären. Mehr Von Dyrk Scherff

21.06.2015, 18:12 Uhr | Finanzen
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 02.01.2013, 13:57 Uhr

Genossen gegen Monopolisten

Von Bernd Freytag

Heute geht es ums Ganze: Auf einer Versammlung entscheiden die Prokon-Gläubiger, ob der insolvente Windparkbetreiber als Genossenschaft fortgeführt oder aber verkauft wird - ein Glaubenskrieg. Mehr 1

Wertpapiersuche
Zinsen