Home
http://www.faz.net/-gvt-76zgs
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Italien vor der Wahl Der Berlusconi-Effekt

 ·  Die Ruhe ist vorbei: Italien droht politisches Chaos. Das macht Anleger nervös. Muss am Ende die EZB einspringen?

Artikel Bilder (6) Lesermeinungen (22)
Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Werkmeister Wolfgang

22.2.13 Europa zittert vor den italienischen Wahlen

22.2.13 Krise in Europa vorüber? Mit Nichten. Der Bunga-Bunga-Schuldenbaron Berlusconi will wieder an die Macht. Die Krise atmet gerade durch, nun droht Rückschlag. Erinnern wir uns, Banken-u. Staatsschuldenprobleme sind nicht gelöst, eher auf die lange Bank geschoben. Schulden türmen sich nur höher, wenn sie auf die Bank der Zeit geschoben. Und, solange die Übel des Raubeinkapitalismus nicht per Gesetz radikal ausgemerzt werden, wird nichts besser. Eine Bankenunion macht nur Sinn, wenn schnellstens, ja am besten sofort reguliert und kontrolliert wird. Gleiches gilt für eine kontrollierte Fiskalpolitik hochverschuldeter Staatshaushalte. Wenn es nun erneut in Italien brodelt und Berlusconi mit Rückkehr winkt, Zypern sich mit Geldwäsche am Überleben hält, in Athen, Madrid, Lissabon und Rom weiter bis zum Abwinken gestreikt wird, werden diese Funken das Feuer der Krise bald wieder zum Flächenbrand hochpeitschen. Wolfgang Werkmeister, Buchautor, Eschborn

Empfehlen
peter myer

meine strategie ;)

ich habe mir ein paar italienische aktien zugelegt - wenn belusconi gewinnt, werde ich ne ganze stange geld verlieren - aber das ist mir jeden euro wert, in der hoffnung , der euro zerfliegt auf sicht von 12 monaten.
verliert berlusconi , steigen meine aktien sprunghaft an und ich habe wenigstens ein kleine kompensation . diese euro-haftungsirrsinn kann ich mitlerweile nur noh so ertragen ;)

Empfehlen
Torsten Krause
Torsten Krause (tkrause) - 21.02.2013 17:30 Uhr

im CdS lese ich gerade, dass Draghi die Ankaeufe italienische BtP in 2012 veroeffentlicht hat:

103 Milliarden hat die EZB investiert ... um den Kurs seines Goldmann-Sachs-Kollegen Monti zu stuetzen .... und trotzdem wird das unfaehige Proefessoerchen keine 10 % der Stimmen bekommen. Das ist die Demokratie, Schatzi ... in der italienischen Version, nicht in jener aus der Uckermark.

Empfehlen
Torsten Krause
Torsten Krause (tkrause) - 21.02.2013 17:17 Uhr

der Artikel, wie die ganze Medien-Hype um den cavaliere, sind nicht zielfuehrend; die Reform-Politik

im Sinne Berlins und Bruessels endet in jedem Falle naechste Woche, weil die entsprechenden austerity-kritischen Positionen 90 % der Waehlerstimmen auf sich vereinigen werden; Berlusconi waere zumindestens isoliert in Europa, waehrend die Ex-Kommunisten der Kaderparteien PD und SEL - von Eurer Einheitspresse faelschlicherweise Sozialdemokraten genannt - mit Hollande laessig ueber Bande spielen werden ... und Ihr zahlt, solange Ihr koennt. Ich habe seit 30 Jahren keinen Wahlkampf gesehen, der so von anti-deutschen Ressentiments getragen war .. quer durch alle Parteien. Monti hat sich als Merkel-Bruessel-Nickdiener verbrannt, der wird, hoffentlich, an der 8-%-Huerde des Senates scheitern. Italiener sind zuaechst einmal Italiener, und nur in subordine Europaeer, und waehlen Italienisch.

Empfehlen
Karin Gossmann-Walter

Der Berlusconi-Effekt - Menschenschlange auf der Gemeinde zwecks Steuerrückzahlung

Berlusconi hat Briefe, vornehmlich an ältere Leute verschickt, in dem er ihnen verspricht, dass die Grundsteuer zurückgezahlt wird. Selbst Tote wurden angeschrieben, die noch im örtl. Tel-Buch standen, oder Leute, die kein Haus besitzen.
In Genua hat sich nun umgehend eine Menschenschlange gebildet, die diese Steuer zurückbezahlt haben wollen.

Mit diesen Tricks fängt er seine Wähler. Es wird ihm von anderen Parteien Betrug vorgeworfen,
aber die Menschheit ist und bleibt unergründlich doof, zumindest ein Teil. Wäre es nicht so traurig, wäre es zum Lachen. Denn auch das sind Wähler.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.02.2013 10:32 Uhr
Karin Gossmann-Walter

Nee, die lese ich überhaupt nicht, da sehn Sie mal

wie man sich täuschen kann ;-) Herr Krause, das ist jetzt mal so gar nicht mein Blatt.

Dämlich Bersani ? weil er so etwas nicht bringt, ich würde eher sagen, was Berlusconi
bringt ist höchst unseriös, wenn man nicht gar von truffa sprechen kann.

Empfehlen
Torsten Krause
Torsten Krause (tkrause) - 21.02.2013 17:26 Uhr

Sie lesen zuviel in der La Repubblica, Bersani ist einfach zu daemlich fuer ein solches

Wahlkampf-highlight, sonst haette er es gebracht, garantiert;

Empfehlen
Antonio Sinigaglia

Bitte, vielleicht habe ich nicht gut verstanden...


Die Italiener könnten darauf spekulieren, dass die anderen Europäer sie schon nicht fallenlassen würden, weil die Gefahr zu groß wäre. Dass die EZB also italienische Staatsanleihen aufkauft ...."

Was wird nie erklärt, viele Finanzhilfe kommt gemeinsam aus Europa. Am Ende muss man immer kontrollieren wem dieses Geld richtig gesendet wird, statt dem italienischen Staat.

Empfehlen
Ulla Nachtmann

Der italienische Geldfluss

von Nord nach Süd (Grafik und Aufstellungen):
.Italy's North-South Divide, And Lombardia's Starring Role In The Elections'
(Italiens Nord-Süd Trennung und die herausragende Rolle der Lombardei in den Wahlen)
(zerohedge)
.
Der kommende Sonntag wird zeigen ob Draghi versucht sein wird zu seinen vorherigen OMT Sprüchen zu stehen - auf Kosten der EZB und deren Glaubwürdigkeit.
Um italienischen Politikern aller Couleur zun,helfen' wäre er nämlich gezwungen, ein durch und durch reformUNfähiges Land über die EZB Notenpresse zu ,finanzieren'.
DAS ist dann die politische EZB, die auch in den Augen des letzten Optimisten die letzte Glaubwürdigkeit verlieren wird.
Die bond yields für alle Südländer plus das rasch fallende F werden über Nacht steigen...und dann?
Das Ende der ,gemeinsamen' Scheinwährung könnte schneller kommen als mancher denkt.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2013 18:07 Uhr
Ulla Nachtmann

Reuters

hat heute auch einen interessanten Artimel unter Titel
.
,Insight: Rome will burn, regardless of Italian election result'
.
veröffentlicht.
Wichtig ist, sich rechtzeitig auf eventuelles Chaos einzustellen.

Empfehlen
Franz Munte

Wer als Italiener nicht Berlusconi wählt, ist dumm. Denn eines ist heute schon absolut sicher:

In jedem Fall werden vor allem deutsche Gelder/ Garantien in zig-Milliarden Höhe via EZB (Italiener und Goldmann-Sachs- Mann Draghi) und via "Rettungs"fonds den Italienern gewährt und letztlich geschenkt werden!! Warum sollten gerade die Italiener darauf verzichten?? Kraftlose und getriebene Verhandlungspartner wie Merkel, ihr Vorspieler Schäuble , Rehm ,van Rompoy und ähnliche farblose Versager der Vergangenheit würden von Berlusconi hoffnungslos in die Ecke getrieben . Aus politischer Feigheit und Perspektivlosigkeit würden sie wieder zahlen, zahlen, zahlen. Natürlich das Geld der Steuerzahler. Und natürlich wieder mal "in großem Einvernehmen" der Versager. Hoffen wir mal, dass die Mehrheit der Italeiner blöd ist.

Empfehlen
Michael Bertha
Michael Bertha (mib70) - 20.02.2013 14:32 Uhr

"Insiderhandel?"

Silvio Berlusconi wird seine Effekte auf die Finanzmärkte kennen. Es stellt sich die Frage, ob er dies bei seinen privaten Anlageentscheidungen berücksichtigt?

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2013 19:05 Uhr
Ulla Nachtmann

kein Insiderhandel möglich, da

ja auch ein Berlusconi das endgùltige Wahlergebnis nicht kennt.
GANZ Italien kann er ja schwerlich ,kaufen' oder?

Empfehlen
henning strothjohann

ich sehe das genauso wie Herr Gallina

Grillo wird bei der anstehenden Wahl beträchtliche Stimmgewinne einfahren. Zu seinen Reden kommen 100 TDe und das weitgehend ohne mediale Werbung. Die Italiener haben längst durchschaut, daß Monti für Goldmann S. steht und Berlusconi für BungaBunga. Da kommt ein nettes Chaos zustande und schließlich Regierungsunfähigkeit. Also normal.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2013 18:04 Uhr
Ulla Nachtmann

Normal?

Es sieht bisher sicher so aus. Nur die neue ,Normalität' wird auch für Italien ungeahnte Folgen haben. Nicht nur für Deutschland!

Empfehlen
Roland Müller

Warum droht Italien politisches Chaos?

Dank Monti sorgt kein Bunga-Bunga mehr für Schlagzeilen. Der Rest wie in den letzten sechzig Jahren gehabt. Worthülsen, Phrasen und leere Versprechungen ohne Ende. Sonst nichts.

Empfehlen
Ronald Gruenebaum

Nun ja

Deutschland ist nicht zu erpressen, schon gar nicht in einem Wahljahr und schon dreimal nicht von Berlusconi. Natürlich will Merkel nicht diejenige sein, die den Traum von der ganz grossen europäischen Familie zu Grabe trägt. Sie kann aber auch nicht einfach ihren Amtseid brechen und gegen den Willen der grossen Mehrheit der Deutschen regieren. Die deutsche Demokratie zu opfern, damit die Italiener nicht erwachsen zu werden brauchen, ist mit Sicherheit keine Option. Und es gibt ja auch noch die Niederländer, Finnen und andere, die sich von den italienischen Politclowns nicht lächerlich machen lassen werden.

Draghi kann auch nicht völlig frei agieren. Er kann italienische Staatsanleihen nur begrenzt kaufen, weil es sich sonst um illegale Staatsfinanzierung handelt. Ein Kläger vor dem EUGH wird sich dann schon finden.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.02.2013 08:34 Uhr
Romy Hausner
Romy Hausner (Romyausc) - 21.02.2013 08:34 Uhr

Nun ja Herr Gruenebaum...

spontan fällt mir dazu ein - Brüssel in der Nacht zum 29.06.12. Aufweichung der Absprachen zu ESM und Fiskalpakt mit direkter Erpressung durch Monti (soweit ich mich recht erinnere mit Hilfe von Hollande und Rajoy)
Mit der Ankündigung eines unbegrenzten Ankaufs von Staatsanleihen indirekte Erpressung durch Draghi. Merkel und Schäuble blieb nur noch die Aussage "Vertrauen in die EZB". (Die EZB steht in Frankfurt/ M., weil sie nach Vorbild der Bundesbank geführt werden sollte. Relativ aktuell Draghis "Kenntnisnahme des irischen Weges")
Im System "Europa-mit-Währung-Euro" sind gegenseitige Verschuldung und vertragsbrechende Kompromisslösungen geradezu impliziert.
Noch ein Beispiel: November 2011 - Ein demokratisch gewählter Präsident (der dringend finanzielle Hilfe braucht), kündigt ein Referendum an, ob das Volk notwendige Sparmaßnahmen mitträgt. Nach einem -der unzähligen Krisengipfel- tritt dieser Präsident zurück...

Empfehlen
Ulla Nachtmann

...gegen den Willen der großen Mehrheit der Deutschen zu regieren'...

Vielleicht, Herr Gruenebaum, hatten Sie das damals in 2005 nicht mitbekommen?
.
.Merkel: „Denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit"
(Rede auf der Geburtstagsfeier der CDU)
.
Sie können es auf youtube auch hören. Allerdings, der link am Ende zu der CDU funktioniert natürlich nicht mehr - wohlweislich?
Merkel hat sich bisher nicht gescheut Rechtsbrüche (Maastricht, NO BAILOUT) zu begehen.
Ich darf Sie auch and das 1998 CDU WAHLPLAKAT erinnern: Muss Deutschland jetzt für andere Länder zahken? NEIN.....
Die Glaubwürdigkeit ist bereits dahin!

Empfehlen
Faustino Gallina

Bersani? Monti? Berlusconi? Grillo!

Die Fixierung auf die angesprochenen Lager geht völlig an der Realität vorbei. Sollten die letzten Umfragen stimmen, so vereint Grillo ca. 15% der Stimmen auf sein "Movimento". Das macht ein Zusammengehen von Monti und Bersani ebenso unmöglich wie ein Comeback Berlusconis. Das worst-case-Szenario ist nicht Berlusconi, sondern eine totale Blockade des Parlamentes, weil die Wahl keine stabile Koalition einbringt. Da wird sich die Finanzwelt noch die Augen reiben. Nicht zuletzt, da Grillo weder bei Goldmann Sachs, noch beim Monte dei Paschi war...

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2013 18:34 Uhr
Ulla Nachtmann

,Nicht zuletzt, da Grillo weder bei Goldmann Sachs, noch beim Monte dei Paschi war...'

DAS, Herr Gallina, ist sicher das Allerbeste an dem Mann.
Ich drücke Ihnen die Daumen am Wochenende!

Empfehlen
Nicola Piro
Nicola Piro (np1939) - 20.02.2013 12:25 Uhr

Der Berluskoni-Defekt

In einem stinknormalen Land auch der dritten und sogar der vierten Welt bei einer so dramatischen Lage würde das Minimum an Verantwortungssinn triumphieren, keine Elezioni (v. Lat.: eligere) für mindestens 20 Jahre, die tägliche Verwaltung an eine internationale Administration delegieren,ein Durchkämmen des privaten Vermögens von bestimmten Gruppen durchführen und diesen eine Saison von "pane e acqua",d.h. "Brot und Wasser" mit der Anwendung von Arbeitstherapie in den Marmorbetrieben von Carrara verschreiben bis die staatliche Kasse endlich gefüllt ist.Die Kamaraden, die ab Dienstag nächster Woche ihren Sold verlangen und erhalten werden auf Kosten anderer haben Sie sich nicht gefragt woher das Geld kommen soll da die Industrie seit Jahren in der Rezession ist,um ein Apparat von Parasiten zu füttern in einem Land in dem nichts funkioniert da alle doctore und doctoresse, onorevoli, direktoren und präsidenten sind, auch nicht in der Lage, eine "O" mit einem Glas zu zeichnen. 1 Italiener.

Empfehlen

20.02.2013, 11:46 Uhr

Weitersagen
 
Zinsen
Wertpapiersuche