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Im Test Banksparpläne: Nur wenige sind gut

23.10.2007 ·  Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen. Das gilt besonders für die Wahl des Banksparplans. Denn nur wenige bieten einen attraktiven Zins. Finanztest hat Angebote von 32 Banken untersucht. Nur wenige haben überzeugt.

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Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen. Das gilt besonders für die Wahl des Banksparplans. Denn nur wenige bieten einen attraktiven Zins. Geeignet ist ein Banksparplan für Kunden, die über mehrere Jahre einen monatlichen Betrag sicher auf die hohe Kante legen wollen. Finanztest hat Angebote von 32 Banken untersucht. Nur wenige haben überzeugt.

VW-Bank bietet anständigen Zins

Ein gutes Angebot macht die Volkswagen Bank direct. Für das im Direkt-Sparplan angelegte Geld erhalten Sparer schon nach einer dreijährigen Laufzeit vier Prozent Zinsen. Der Sparplan hat eine feste Zinstreppe, mit der der Zins von 3,8 Prozent im ersten Jahr auf 4,25 Prozent im zehnten Jahr ansteigt. Sollte das allgemeine Zinsniveau in den nächsten Jahren kräftig steigen, ist nach zwei Jahren der Wechsel in einen besser verzinsten Sparplan möglich.

Variable Angebote mit geringer Rendite...

Weit verbreitet sind aber variabel verzinste Banksparpläne. Variabel bedeutet, dass die Bank den Basiszins je nach Marktlage heben oder senken kann. Die Sparpläne haben vertraglich vereinbarte Bonustreppen oder Zinszuschläge bei längeren Laufzeiten. Nach dem Motto: Treue wird belohnt. Finanztest rät derzeit von diesem Sparplantyp ab. Denn Sparer können etwa nach vier Jahren höchstens mit Renditen von knapp über 3,4 Prozent rechnen. Das ist zu wenig.

...und mangelnder Transparenz

Banksparpläne mit flexiblem Zins und Bonus brauchen eine Richtschnur, an der sich der Basiszins orientiert. Die Kreditinstitute haben für viele Sparpläne Zinsbarometer konstruiert, die es dem Kunden nicht erlauben, die Entwicklung der Marktzinsen mit der Änderung des Sparplanzinses zu vergleichen. Wenn also der Marktzins stark steigt, heißt das noch lange nicht, dass die Bank auch den Sparplan-Zins anhebt. Einen einzigen Marktzins als Referenz hingegen haben der Postbank-Sparplan sowie die Angebote der Sparda-Bank Südwest und der Stadtsparkasse Düsseldorf. Hier sind Zinsänderungen für den Sparer noch kontrollierbar.

Postbank verspricht mehr

Die einzige positive Ausnahme unter den variablen Angeboten ist der Postbank-Sparplan. Bei zehnjähriger Laufzeit dürfen Sparer im Moment eine Rendite von knapp 4,6 Prozent erwarten, nach 15 Jahren sogar knapp 4,9 Prozent. Doch was dem Sparer dann tatsächlich zufließt, hängt gerade bei diesem Sparplan von der weiteren Zinsentwicklung ab. Sie orientiert sich am Zwölf-Monats-Euribor, dem Zinssatz für einjähriges Termingeld. Dieser ist relativ starken Schwankungen ausgesetzt und langfristig kaum kalkulierbar.
Rendite selbst ausrechnen

Kunden, denen die Bank einen scheinbar attraktiven Sparplan anbietet, können die Rendite mit dem Sparplanrechner von Finanztest selbst kalkulieren. Denn oft verschleiern die Anbieter mit undurchsichtigen Konditionen, wie Prämie, Gutschrift und Bonus die tatsächliche Rendite. Diese lässt sich mit dem Rechner für die unterschiedlichen Produkte ermitteln. Damit ist ein Vergleich der Angebote möglich.

Tipps

Bedarf. Sparpläne sind für Sie geeignet, wenn Sie mehrere Jahre monatlich einen bestimmten Betrag sicher anlegen wollen. Banken bieten Produkte mit festen Zinsen für die gesamte Laufzeit ohne vorzeitige Kündigungsmöglichkeit, solche mit fester Zinstreppe, bei der die Zinsen Jahr für Jahr steigen, und Angebote mit variablen Zinsen.

Auswahl. Den attraktivsten Sparplan ohne vorzeitigen Ausstieg bietet Ihnen die Volkswagen Bank direct mit einer Rendite von 4,4 Prozent bei vier Jahren Laufzeit. Auch bei Sparplänen mit Kündigungsoption liegt sie vorn. Wenn Sie unbedingt einen sehr langfristigen Sparplan mit variabler Verzinsung haben wollen, haben Sie nach aktuellem Stand bei der Postbank die besten Aussichten.

Alternativen. Für die sichere Anlage größerer Beträge ist ein Sparplan nur zweite Wahl. Für mehrjährige Einmalanlagen erhalten Sie höhere Zinsen. Wollen Sie kurzfristig und flexibel sparen, ist ein Tagesgeldkonto bessere Wahl. Hier können Sie jederzeit einzahlen und erhalten von Spitzenanbietern um die vier Prozent.

Kinder. Sie können sich mit einem Sparplan auch sehr langfristig festlegen. Das ist aber nur selten sinnvoll. Etwa dann, wenn Sie als Eltern oder Großeltern Ihren Kindern oder Enkeln schon früh Monat für Monat einen Betrag zurücklegen möchten, womit diese einmal Studium oder Ausbildung finanzieren können.

Wenn Sie Ihren Kindern langfristig eine genau kalkulierbare Summe ansparen wollen, ist der Sparplan „Top-Zins-Sparen“ der Deutschen Bank interessant. Er ist eine Alternative zur Ausbildungsversicherung. Allerdings werden Sparer bei vorzeitigem Abbruch mit einem herben Renditeabschlag bestraft. Die Erträge aus den Sparplänen für Kindern sind selbst dann steuerfrei, wenn sie über dem Sparerfreibetrag von 801 Euro liegen.

Riester-Banksparpläne. Zur Altersvorsorge sind Riester-Banksparpläne die bessere Wahl, da sie staatlich gefördert werden und langfristig bessere Konditionen bieten. Und auch die Rendite einiger Riester-Banksparpläne kann sich sehen lassen, wie die Untersuchung von Finanztest 10/2007 (vgl. Die besten Riester-Banksparpläne) zeigt.

Der Text und die Tabelle wurden von unserem Kooperationspartner „Stiftung Warentest“ erstellt. Die vollständigen Informationen sind kostenpflichtig unter www.test.de abzurufen.

Quelle: Finanztest
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