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Griechenland Krise ohne Ende - CDS auf Rekordhoch

19.04.2010 ·  Die griechische Schuldenkrise bleibt ein wichtiges Thema an den internationalen Finanzmärkten. Die Kosten für die Absicherung gegen den Ausfall griechischer Staatsanleihen befinden sich auf einem historischen Höchststand.

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Die griechische Schuldenkrise hat auch zu Wochenbeginn trotz starker Konkurrenz durch die isländische Vulkanasche und die Klage der amerikanischen Aufsicht SEC gegen Goldman Sachs ihren Rang als wichtiges Thema am Kapitalmarkt gewahrt.

Als Folge neuerlicher Kursverluste stieg die Rendite für die zweijährige griechische Staatsanleihe im Nachmittagshandel um 57 Basispunkte auf 7,24 Prozent; die Rendite der zehnjährigen Anleihe erhöhte sich zeitweilig um 34 auf 7,71 Prozent, den höchsten Stand seit der Einführung des Euro. Ein Renditeabstand zur zehnjährigen deutschen Bundesanleihe von 468 Basispunkten wurde zuletzt im Oktober 1998 beobachtet. Gegen Abend gingen die Renditen gegenüber ihren Hochs wieder leicht zurück.

CDS-Satz auf Rekordniveau

Am Markt für Kreditausfallswaps (CDS) erreichten die Kosten für die Absicherung gegen einen Ausfall einer fünfjährigen griechischen Staatsanleihe mit 4,72 Prozent einen historischen Höchststand ihren höchsten Stand seit Anfang Februar 2010 . Unter Druck standen auchauch die Aktienkurse in Athen. Im Zuge der griechischen Entwicklung stiegen auch die Renditen portugiesischer Staatsanleihen, wenn auch deutlich langsamer: Zweijährige portugiesische Titel rentierten mit 2,08 Prozent gegenüber vergangenen Freitag um 15 Basispunkte höher.

Marktteilnehmer erklärten die Renditeaufschläge für die griechische Anleihen unter anderem mit der durch die Vulkanasche bedingten Verschiebung der Gespräche der Athener Regierung mit Vertretern des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Union (EU) über ein Hilfsprogramm. Gleichzeitig wächst an den Märkten die Sorge, ob die zugesagten Hilfen überhaupt ausgezahlt werden. Nach einer Umfrage erwarten neun von zehn Griechen, dass der IWF dem Land einen brutalen Sanierungskurs aufzwingen werde.

Muss Griechenland auf Hilfsprogramme zugreifen?

Am Dienstag will die Regierung kurzfristige Schuldtitel über 1,5 Milliarden Euro ausgeben. Die Rückzahlung fälliger Papiere über 8,2 Milliarden Euro die ebenfalls am Dienstag fällig werden, gilt als unproblematisch, da Griechenland nach den Angaben seiner Schuldenagentur über ausreichende Rücklagen verfügt. Die im Mai fälligen Rückzahlungen über knapp 13 Milliarden Euro werden sich allerdings nicht mehr aus den heutigen Rücklagen finanzieren lassen. Ministerpräsident Georgios Papandreou will in den kommenden Wochen entscheiden, ob sein Land auf die zugesagten Hilfsprogramme zurückgreifen wird.

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