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Dienstag, 18. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Girokonto Mit Gratiskonten sparen

 ·  Mit einem kostenlosen Girokonto können Kunden leicht mehr als 100 Euro im Jahr sparen. Immerhin: 17 Konten im Test sind kostenlos - ganz ohne zusätzliche Bedingungen. test.de zeigt den Weg zum kostenlosen Girokonto.

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Mittlerweile bieten die meisten Banken und Sparkassen kostenlose Girokonten an. Doch oft müssen Kunden dafür Bedingungen wie einen monatlichen Geldeingang erfüllen. Immerhin: 17 Girokonten erhalten Kunden ohne Bedingungen. Auch die ec-Karte ist bei diesen Konten kostenlos.

Allerdings: Einzig das Konto der Norisbank ist bundesweit erhältlich und Kunden können wählen, ob sie das Konto über eine Filiale führen wollen oder per Online- beziehungsweise Telefonbanking. Andere Konten sind nur regional erhältlich oder auf das Onlinebanking beschränkt.

Wer auf Onlinebanking setzen möchte, ist bei Comdirect, ING-Diba, MBS in Potsdam, Wüstenrot Bank und der regionalen Saale-Sparkasse gut aufgehoben. Viele regionale PSD-Banken bieten ebenfalls Online- aber auch Filialkunden Gratiskonten an.

Wermutstropfen bei der 1822direkt: Kostenlos Bargeld gibt es nur mit der Kreditkarte. Doch diese ist nur im ersten Jahr gratis. Danach kostet sie 20 Euro pro Jahr.
Der Testkompass zeigt die 17 kostenlosen Girokonten ohne Bedingungen.

Bargeld und Dispozinsen

Wer sich für ein kostenloses Girokonto entscheidet, sollte auch darauf achten, wie einfach er an Bargeld kommt und was die Anbieter für das Abheben an fremden Automaten berechnen. Ein nahezu flächendeckendes Geldautomatennetz finden Kunden bei Sparkassen, Volks- oder Raiffeisenbanken. Das Automatennetz von Norisbank und Comdirect ist dagegen mit 7000 Automaten im Inland vergleichsweise klein.

Die ING-Diba erlaubt Online-Kunden mit der Visa-Kreditkarte an allen Automaten in Euroland gratis Geld abzuheben. Wer Geldautomaten fremder Institute benutzt, muss bei den Anbietern im Testkompass zwischen 1,02 Euro und 7,50 Euro zahlen. Da kann schnell mehr zusammenkommen als Kunden durch die kostenlose Kontoführung einsparen.

Auch Dispokredite lassen sich viele Banken trotz Leitzinssenkungen noch immer mit hohen Zinsen bezahlen. Wer also öfter mal ins Minus rutscht, sollte lieber auf eine Bank setzen, die günstige Sollzinsen bietet. Noch besser ist es allerdings für diese Kunden, auf einen günstigen Ratenkredit umzuschulden.

Girokonten mit Bedingungen

Für die meisten kostenlosen Girokonten müssen Kunden aber bestimmte Bedingungen erfüllen. Gut drei Viertel der befragten Banken und Sparkassen bieten diese Konten an. Zu den Bedingungen gehören meist ein bestimmter monatlicher Geldeingang oder ein festgelegter Kontostand, den Kunden nicht unterschreiten dürfen.

Wer dies nicht erfüllt, zahlt Gebühren. Vergleichsweise einfach sind die Forderungen der Spardabanken: Kunden müssen nur einen Genossenschaftsanteil kaufen. Dieser kostet einmalig meist 52 Euro und es gibt darauf jährlich eine Dividende.

Konten mit Gebühren

Selbstständige und Empfänger von Sozialleistungen erhalten meist keine kostenlosen Girokonten. Sie kommen um Kontoführungsgebühren daher nicht herum. Andere Kunden sind zufrieden mit den Serviceleistungen ihrer Bank und wechseln deshalb nicht zu einem kostenlosen Girokonto.

Auf den Preis achten sollten sie trotzdem. Mehr als 80 Euro sollte das Konto bei einer Filialbank inklusive Kreditkarte nicht kosten. Für die günstigsten kostenpflichtigen Girokonten im Test zahlen Durchschnittskunden etwa 60 Euro pro Jahr. Oft können sie die Gebühren schon drücken, wenn sie den Kontoauszugsdrucker regelmäßig nutzen und Überweisungen nicht per Beleg abgeben, sondern den Selbstbedienungsterminal nutzen.

Tipps

Kontowechsel. Ein Kontowechsel ist ratsam, wenn Sie inklusive Kreditkarte für ein Filialkonto mehr als 80 Euro im Jahr bezahlen oder für ein Onlinekonto mehr als 40 Euro. Wie viel Ihr Girokonto kostet, steht auf Ihren Kontoauszügen. In der Regel erfolgt die Abrechnung vierteljährlich. Sind die Kosten zu hoch, sollten Sie wechseln.

Informationen sammeln. Fragen Sie bei Ihrer Bank, ob sie Ihnen ein günstigeres Konto anbietet. Andernfalls überlegen Sie, ob Sie Ihr Konto bei einer Filialbank mit Beratung führen wollen oder bei einer Direktbank, die Sie rund um die Uhr erreichen können. Wichtig: Beachten Sie, an wie vielen Automaten Sie nach dem Wechsel kostenlos Bargeld bekommen.

Neues Konto eröffnen. Besorgen Sie sich von der neuen Bank alle Unterlagen für die Kontoeröffnung und füllen Sie sie aus. Meist benötigen Sie eine Gehaltsbescheinigung. Wenn es Bedingungen gibt wie Geldeingang, Online-Kontoführung oder Genossenschaftsanteil, prüfen Sie, ob Sie diese problemlos erfüllen.

Neue Kontoverbindung mitteilen. Sie müssen auf die ec-Karte und die persönliche Geheimzahl (Pin) warten. In der Zwischenzeit informieren Sie Ihren Arbeitgeber von der neuen Kontoverbindung. Erfassen Sie anhand der Kontoauszüge von drei zusammenhängenden Monaten, wer regelmäßig Beträge von Ihrem Konto einzieht oder auf Ihr Konto überweist. Teilen Sie allen Betroffenen die neuen Daten schriftlich mit. Manche Banken bieten eine Checkliste mit möglichen Zahlungspartnern an, zum Beispiel die Norisbank.

Daueraufträge löschen und einrichten. Wenn die nächste Gehaltszahlung noch etwas dauert, können Sie bereits einen kleineren Betrag auf das neue Konto überweisen, anschließend Daueraufträge bei Ihrer alten Bank löschen und bei der neuen Bank wieder einrichten.

Altes Konto löschen. Führen Sie beide Konten etwa drei Monate parallel, bevor Sie Ihr altes bei der Bank formlos kündigen. So fallen Ihnen vergessene Buchungen auf und Sie vermeiden Fehlbuchungen. Die Löschung eines Girokontos ist kostenlos. Eine Kündigungsfrist gibt es nicht. Die Bank rechnet das Konto ab und überträgt das Guthaben auf das neue Konto. Ec-Karte und bankeigene Kreditkarte geben Sie der Bank zerschnitten zurück.

Onlinebanking. Wenn Sie Ihr Konto per PC führen, sollte Ihre Bank mindestens das Onlinebankingverfahren iTan oder eTan anbieten. Sicherer sind mTan, eTan plus und HBCI. Bis auf die DAB Bank erfüllen alle Banken mit einem kostenlosen Girokonto im Test die Finanztest-Anforderungen.

Der Text und die Tabellen wurden, soweit nicht anders ausgewiesen, von unserem Kooperationspartner „Stiftung Warentest“ erstellt. Die vollständigen Informationen sind kostenpflichtig unter test.de abzurufen.

Quelle: Finanztest
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