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Geldpolitik Internationaler Währungsfonds relativiert die Zinsrisiken

22.06.2004 ·  Schwellenländer auf Entscheidung der Fed vorbereitet

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Anne Krueger, die stellvertretende Geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), ist Befürchtungen an den Finanzmärkten in bezug auf die Anfälligkeit der Schwellenländer gegenüber einer bevorstehenden Zinserhöhung der amerikanischen Notenbank entgegengetreten. In der Diskussion nach der OeNB-Konferenz "60 Jahre Bretton Woods" sagte Anne Krueger, viele dieser Schwellenländer hätten vorausschauend schon die Fristen ihrer Verschuldung zu strecken begonnen.

Zudem dürfe man die Folgen einer Zinserhöhung der Federal Reserve nicht mit den Folgen des Ölpreisanstiegs verwechseln, letztere dämpften die Weltkonjunktur; eine mögliche Zinserhöhung in Amerika sei dagegen Ausdruck einer starken amerikanischen Wirtschaft. Die Ängste der Märkte fokussierten zu stark die kurzfristigen Wirkungen und vernachlässigen die mittel- und längerfristige positive Seite einer solchen Zinserhöhung infolge einer starken Konjunktur.

Geringere Zinssenkungserwartungen mit Blick auf die EZB

Krueger sagte außerdem, die Zinssenkungserwartungen gegenüber der Europäischen Zentralbank (EZB) seien in letzter Zeit geringer geworden. Sie begründete dies mit den Anzeichen eines stärker werdenden Wirtschaftswachstums im Euro-Raum. Die IWF-Direktorin hat auch auf den Verbraucherpreisanstieg im Zuge der Ölpreiserhöhung hingewiesen.

Anne Krueger schilderte in der Pressekonferenz ein positives Bild der Weltwirtschaft. Das Weltwirtschaftswachstum erweise sich gegenwärtig stärker als noch vor kurzem erwartet, an der Spitze stünden einige Schwellenländer mit dem stärksten Wachstum. Auch das amerikanische Wirtschaftswachstum verlaufe dynamischer als erwartet, positiv sei dabei das Wachstum der Beschäftigung in den Vereinigten Staaten.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.06.2004, Nr. 143 / Seite 18
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